Der Weg in ein autarkes Leben

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Der Weg in ein autarkes Leben

Beitrag#1von Mara » Mittwoch 29. Mai 2013, 21:07

und die Suche nach einem gescheiten Entwurmungsmittel für meine Ziegen... das effizient ist und keine lange Wartezeiten hat... weil ich viele Jahre keineZiegen in mein Leben integrieren konnte...... liess mich diese.... mit bewundernswerter Toleranz... Herzlichkeit... und viel Wissen aufgebaute "Seite" finden........ Und ich wünsche mir endlich nach langem Suchen im unendlichen doch leider oft Macht-missbrauchten "Netz"...hier Antworten auf meine vielen Fragen zu finden... Denn ich bin neugierig von Beruf und frage obwohl schon einige Tage alt ... aber nicht allwissend ...... oft und gerne Löcher in die Bäuche.

Zuerst einmal ein liebes Hallo an den Betreiber dieser Seite und an die netten freundlichen Nenschen hier..

Wir: Baujahr 51 und 54 durften im Frühjahr 2012 nach vielen Jahren Suche mit nur kleiner Rente endlich den Weg in die Autarkie beginnen...
Wenn "man" die Massenmedien ausser Acht lässt, die eh nix hergeben... und sich kompetenterer Quellen bedient weiss mann/frau einfach das dank Monsanto, der Bilderberger, der Chemiekonzerne und unseren leider von all diesen Machtgieriegen .... beeinflussten Regierungen...in den kommenden 100 Jahren nichts Gutes für unser Essen... für unsere Tiere für unser Kinder und Enkelkinder und Mutter Erde zu erwarten ist.

Deshalb haben wir es gewagt.... und weil wir einfach noch fit sind..... einen sehr alten Bauernhof.............. am Ende eines kleinen Dorfes... umgeben von Wald Bächen und Wiesen........beschenkt mit Licht und Sonne im Bayrischen Wald auf 30 Jahre zu pachten))........... ((In unserem Alter "kauft" man nicht mehr denn unsere Kinder und Enkelkinder sind begeistert was die "Alten" hier leben wollen..... finden Urlaub hier super.... aber auf Dauer
l e b e n würde hier keines unsrer Kinder wollen...

Wir haben im Frühjahr 2012 begonnen diesen alten seit 8 Jahren von Wald und viel Wasser/Bächen... umgebenen Bauernhof mit 4,2ha Grund.. bestehend aus Wiesen und Ackerland vorerst nur teilweise zu bewirtschaften..

Im letzten Frühjahr habe ich nur erst versucht den alten Obstgarten von ca 1500m³ zu einem kombinierten Gemüse/Heilkräutergarten umzufunktionieren... und hab mir dabei eine Beidseitige Schleimbeutelentzündung an beiden Oberarm-Gelenken eingehandelt... Hatte in meiner Freude an der Erde ganz vergessen das ich älter geworden bin... und nicht mehr so klotzen kann wie ich gerne möchte... :-(

Dann als der alte Hühnerstall renoviert und aktiviert war... kamen die ersten Hühner zu uns.. Noch waren und sind es KZ- Hühner die gerade noch wussten das sie sie ausser Eier zu legen auch noch GRÜN aus dem Vollen und richtige Körner....picken können... Mittlerweile ist ein kleines Wunder geschehen .. denn Eine der KZ -Hennen hat 8 Küken ausgebrütet... und die zweite mag sich setzen.... und verlangt nach Eiern... Von unseren Marans hat eine 6 quietschfidele Küken ausgebrütet und führt sie seit einer Woche und die Zweite Maran lrnt gerade sitzen zu bleiben.... **grins**
Dann kamen die Renn-Quaks als winzige Kindelein zu uns ---- die uns vor der Schneckenplage retten sollten.....denen mussten wir alle 5 meter Wassertröge hinstellen damit sie nicht an den damaligen Riesenschnecken erstickten...
Später im Sommer dann.... kam bei mir doch wieder die Liebe und der Wunsch nach Ziegen auf... und so zogen 3 Milchziegen aus denkbar schlechtester Haltung in unseren alten Ziegengerecht umgebauten Kuhstall ein...

Das erste Ziegenpaar wurde vom Vorhalter nur mit Semmelbröseln und vergammelten Gemüseund Obst-Resten ... allerdings gutem Heu gefüttert... Wobei einer der Beiden mit einer Kette ganz nahe an einer Holzwand fixiert war... und böse Hautläsionen hatte...
Die zweiten Beiden Ziegen hatten zwar ein super Holzhaus ohne Einstreu und Heu zur Verfügung.... doch durften sie nur den vergammelten stinkenden Komposthaufen..... und die kleine Wiese als Futterstelle benutzen allerdings nur schlappe 200 m³ und das nur als reine GRAS Wiese ...

Die ersten beiden gaben damals gerade noch 150 und 100 ml Milch bei Endlaktation... Von den zweiten beiden Ziegen... eine Saanen und eine BDE gab die BDE keine Milch hatte eine böse Euterentzündung...und eine Para Keratose.. deshalb und auch aus Gründen die zu erklären hier zu langwierig wären...möcht ich das nicht näher ausführen.... darf diese Ziege keine Kinder mehr bekommen und läuft so "gritzig" sie auch ist.... mit der kleinen Herde....
Die andere die Saanen Ziege war wohl das Jahr ungedeckt geblieben und man hatte die Kinder der BDE an ihr Euter gehängt... Diese Ziege gab also nach einem Jahr trockenstehen eine Irre Menge Milch.. ca 3-4 Liter täglich
Diese 3 Milch-Ziegen schenken uns nach vielen Monaten Schüssler homöopathischen und Heilkräutergaben... mittlerweile fast 190L Milch pro Monat....
Aus der wir natürlich unseren guten Käse machen .... den wir selbst essen und auch tauschen was das Zeug hält...
Gegen Heu gegen Stroh gegen Bretter zum bauen... gegen Sägespäne etc.etc.

Als .. leider aus Finanztechnischen Gründen.... erst im Hochsommer das von mir so sehr gewünschte Toulouser Gänse-Zuchtpaar Johanna und Amadeus endlich bei mir einzog........... war "vorerst" einmal mein täglicher Arbeitsbedarf für die Tieree gedeckt.... denn wir versuchen zur Zeit in unserem Garten einige Pernakulturelemente einzubauen.. Wie einen Heukartoffel- Acker... (einfach irre wenn das funktioniert) ein paar Hügelbeete.. einige Trockenmauern... und ein oder zwei Schichtmulchbeete... einige Kletter und Apothekerorsen und natürlich meine geliebten und notwendigen Heilkräuter ..... Um Alles gesund und am Leben zu erhalten...

Denn ich beschäftige mich seit 30 Jahren mit Heilkräutern .... behandele erfolgreich alle Tiere und Menschen in meinem Umkreis damit.. Stelle meine Heilmittel selbst her und benutze natürlich und gerne auch Homöopathische Mittel... Während eines langen Auslandsauffenthaltes hatte ich das unglaubliche Glück eine alte Kräuterfrau kennenzulernen... besser gesaggt sie lernte mich kennen.. die mir in vielen Jahren mühsamem erklärens all ihr Wissen schenkte... Und als sie in meinen Armen 84 jährig starb bat sie mich da weiterzumachen wo sie aufhören musste...
ja und so hab ich meinen Hintern gehoben... und noch mal eine Paracelsusschule bvon der unglaublichen Kraf der Heilkräfte unserer grossen Mutter Natur überzeugen kann...

Ich wünsche mir für die kommenden Jahre für mich viel Schaffenskraft...... und noch ganz viele Menschen die Fragen stellen und von Euch lieben Menschen noch Viele denen ich Löcher in den Bauch frage darf......

Und ich wünsche mir noch 2 Milchschafe mit Lämmern.... weil ich da zweifach Hilfe habe.. Erstens die andere Milch aus der sich auch wunderbarer Käse und eben Anderer Käse herstellen lässt.... und Zweitens weil deren Wolle fast so gut und fein ist wie die der Merino-Schafe... und ich die Wolle verspinnen.... und warme Westen und Pullover daraus stricken kann.. ..... Irgendwann wenn das jährliche Etat steigt.... werde ich auch endlich einen Webstuhl kaufen können... Aber dann... geb ich Gas...... *schmunzel*
Dann sollen im kommenden Sommer noch 2 Lamas und 2 Kaltblut-Pferde bei mir wohnen ..

Die Lamas weil ich die nicht scheren und nur 2x jährlich kämmen muss um deren gute Wolle verarbeiten(verspinnen) zu können.... ja Ich spinne wirklich... (oft auch mit dem Rad).... Und Lamas auch weil sie erstens Kälterestistent sind und ich Zweitens mit diesen klugen einfühsamen Tieren Lamatrekking für behinderte Kinder organisieren möchte...
Damit in Notzeiten Geld für Futter und das was wir nicht selbst herstellen können hereinkommt...

Die Kaltblüter... weil ich spätestens in 4 Jahren auf das Auto verzichten und mit Kutsche meine monatlichen Einkäufe eledigen möchte.... und diese wundervollen klugen liebevollen Tiere mir sicher auch beim pflügen meines noch vom Verpächter abzuschwatzenden Ackers helfen..... und auch mal nen Baumstamm aus dem Wald holen können... Unsere alte Scheune steht voll mit uralten Geräten..... die ich nutzen möchte...
Und ich hoffe das ich Euch hier noch fleissig und lange quietschfidel Fragen stellen darf...und Antworten bekomme...
Ja.... und vielleicht darf ich auch dann doch noch einmal irgendwann....... bevor in nach Hause gehe...... meinen "verlorenen" Traum leben.... nur um mich an diesen Schwarzweissen wundervollen Power Energiegeladenen und so wundervolle natürlichen und Hochgeschwdigkeitstierlein freuen zu dürfen... ......... und eine oder zwei... Mädels....und ganz vielleicht..... auch wieder... ein superliebes Böckchen ... das vermutlich nie... auch nur meinem geliebten ....verstorbenen" Thor" ähneln wird... ... ... vielleicht schenken mir Mutter Erde und die Götter doch noch eineml in diesem Leben.... die lange verstorbene Inkarnation meines so unendlich geliebten Thor`s Noch heute trauere ich um dieses so geliebte und wunderbare Tier.... das an meinem Geburtstag auf diesen Planeten kam...und wir irgendwie immer die gleiche Wellenlänge hatten... Seine Stirnlocke liegt immer auf einem Altar in einer Niesche unseres Hauses .... in derunter Anderem ein grosser Herzförmiger Stein steht auf dem das Motto meines Lebens graviert ist... " LIEBE ist die ANTRIEBSFEDER des LEBENS.

In diesem Sinne und und ich bitte um Entschuldigung das... ich fast nen Roman schrieb.. Doch möchte ich das Ihr wisst welch Geistes Kind ich bin....

Allerliebste Grüsse aus dem schönen Bayrischen Wald....

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Re: Der Weg in ein autarkes Leben

Beitrag#2von Mara » Mittwoch 29. Mai 2013, 21:30

Bitte um Entschuldigung für die vielen Fehler.. Die Funktionen dieses Forums muss ich mir noch verinnerlichen... und nach einem langen Tag voller Arbeit und sonstiger Aktivitäten.... hapert es auf Grund der Schnelligkeit an der Genauigkeit meiner Finger auf der Tastatur........und nach einem wie gewohnt ...späten verdienten guten Essen... und ner Flasche guten französischen Rotweines *schmunzel* leidet wirklich auch manchmal die Flexibilität meiner armen alten Finger....
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Re: Der Weg in ein autarkes Leben

Beitrag#3von Fuhrmann » Donnerstag 30. Mai 2013, 08:36

@ Mara: Klasse Beitrag, Klasse Lebens-Projekt. Ich bin gespannt mehr von Dir zu lesen !
[color=#00BF00]MIt Arbeitspferden sollte man Arbeiten, sonst sehen sie irgendwann nur noch so aus, aber können es nicht mehr !
Kannst du schon mit Pferden arbeiten, oder musst du noch Traktor fahren ?[/color]
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Re: Der Weg in ein autarkes Leben

Beitrag#4von Herwig » Freitag 31. Mai 2013, 05:56

Ihr habt euch viel vorgenommen, sehr viel.
Nun ist es wichtig, zu schauen, sich nicht zu verzetteln, die alternative Selbstausbeutung im Rahmen des verträglichen zu halten und mit den Kräften zu haushalten. Ich merke bei mir, dass ich mir für`s Alter zu viel vorgenommen habe. Der Geist ist willig....
Es stellen sich Zipperlein ein, Rücken und andere Knochen und Organe rebellieren und ich schalte gerade einen Gang runter, (z.B. Schweine abgeschafft, Kaltblutpferde reduziert) Die gewonnene Zeit verbringe ich in Wartezimmern von Zahnarzt, Hausarzt, Urologen, Orthopäden, Akupunkteuren und Heilpraktikern.
Seit fast 40 Jahren Selbstversorger, das geht auf die Knochen.
Ein Aspekt der auch unter dem Stichwort "Lebensqualität" Berücksichtigung finden muss. Beim Lesen deiner Zeilen musste ich sehr an mich denken, und mir ging der Satz durch den Kopf:
Wenn Mutter Erde Herwigs Rücken schändet, ist die Arbeit fast verschwendet!
Ich wünsche euch von Herzen die Erfüllung all eurer Träume.
Es ist nicht immer leicht ein "gutes Leben" zu führen und nicht jeder hat so viele Helfer wie Scott und Helen Nearing oder John Seymore.... denn ähnlich wie bei euch, ist bei mir der Generationsfluß unterbrochen. Meine älteste Tochter lebt im Ausland, meine jüngere hat nich unbedingt volles Verständnis für unsere Lebensweise, außerdem möchte ich nicht schon vorzeitig ihren Rücken ruinieren.
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Re: Der Weg in ein autarkes Leben

Beitrag#5von karinenhof » Freitag 31. Mai 2013, 13:07

liebe Mara,
es ist so toll, was Ihr schon fertig habt, gerade macht und plant. Viele Stufen, die ich noch vor mir habe, habt Ihr schon lange geschafft.
In einem bin ich eine klitzekleine Nasenlänge vor Dir. Ich habe Spinnräder, zwei Webstühle einen Webrahmen und eine Menge Wolle, die darauf wartet gesponnen und verarbeitet zu werden.

Viel Kraft wünscht Dir die Karin aus dem Havelland
***********************************************************************
Bei uns halten Soay Schafe die Wiese kurz. Sie sind auch zu finden unter http://www.karinenhof.de
Nutztier- Arche Karinenhof, Hof Nr. 81
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Re: Der Weg in ein autarkes Leben

Beitrag#6von Claudia » Freitag 31. Mai 2013, 16:06

das liest sich sehr schön und mitreissend was du da berichtest.

allerdings, da stimme ich herwig zu, sehe ich auch euer alter und die damit unweigerlich einher kommenden zipperlein.
mag sein das da persönliche erfahrung eine große rolle spielt. krankheitsbedingt musste ich selber fesstellen das der wille nicht allein reicht. mittlerweile habe ich den hof soweit umorganisiert, dass der arbeitsaufwand zu schaffen ist, auch wenn es mir maximal (krankheitsbedingt) schlecht geht.
ist nicht immer einfach diese grenze einzuhalten, wenn es einem gut geht ist die schaffenskraft und experimentierfreudig unendlich groß.
ihr seid "nur" zu zweit, wenn es euch beide trifft-kann es sehr schnell eng werden und nachbarn und freunde haben auch ein limit an hilfeleistung.

herwig hat ein problem angesprochen: das generationsproblem.
mit ca 55 fingen die alten an runterzufahren, die nächsten übernahmen den hof, die nächste generation war in der regel geboren und wuchs in die neuen aufgaben hinein. es gab und gibt klare aufgabentrennung, die alten selten müssig, aber mit zipperlein entsprechenden aufgaben.
wenn alles auf einer generation lastet, funktioniert das system selbstversorgung dauerhaft nie.
es wird zuviel, es gibt grenzen der leistungsfähigkeit die der körper auch einfordert und die lassen sich nur kurzeitig übergehen.
irgendwann wird der auch gemüsegarten zuviel, wasserschläuche lassen sich zwar auch auf dem rollator mitschleppen, aber es kostet unendliche energie.
so ein garten kann auch mal liegen bleiben, bei der tierversorgung wird es kritisch.
und mit melken und käsen erst recht

kommunen fangen dieses problem zum teil auf-bringen aber ihre eigenen probleme durch ihre unverbindlichkeit und fehlendes gemeinsames wachsen mit sich. funktionierende kommunen dürften nur in büchern vorkommen(ausnahmen bestätigen die regel)

ich wünsche euch viel kraft und gute lebenszeit
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Re: Der Weg in ein autarkes Leben

Beitrag#7von Alex » Samstag 1. Juni 2013, 01:12

Wenn ich euch so lese, dann hoffe ich umso mehr, dass wenigstens eins meiner vier Kinder hier bleibt und übernimmt, wenn ich meinen krummen Rücken mal gar nicht mehr gerade kriege. Bisher sind sie noch mit Freude dabei, das einzige was sie seehr bedauern ist das wir halt mal gar nicht und nie, alle zusammen in den Urlaub können, das bedauere ich auch, als einziges an unserem Leben. Sie würden halt so gerne mal das Meer sehen, aber das tägliche Handmelken und die doch große Tierzahl ist ein Problem, bei der Suche einer Urlaubsvertretung.

Meine Zwölfjährige war mit Oma jetzt zehn Tage weg, Fazit beim Nach Hause kommen" Naja ich wäre schon noch länger geblieben, aber am meisten hab ich das Viehzeugs vermisst" und es wurden dann auch gleich ausgiebig die kleinen frisch geschlüpften Deutschen Sperber begrüßt. Handmelken können sie auch alle, bis auf die Große die hats mehr mit den Schweinen. So habe ich noch ein paar Jahre Luft und hoffe auf Nachfolge.

@Mara Meine Ostfriesen sind vor zwei Jahren bei mir eingezogen und ich muss sagen, ich bin sehr zufrieden mit ihnen, sie geben zwar nicht soviel Milch wie die Ziegen, aber dafür ist sie schon was besonderes und das Jogurth aus Schafsmilch..mmmh Ausserdem sind sie vom Wesen her sehr angenehm und für ein Schaf leicht zu händeln und sehr zutraulich.

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Re: Der Weg in ein autarkes Leben

Beitrag#8von Claudia » Sonntag 2. Juni 2013, 08:29

Alex hat geschrieben:.........
@Mara Meine Ostfriesen sind vor zwei Jahren bei mir eingezogen und ich muss sagen, ich bin sehr zufrieden mit ihnen, sie geben zwar nicht soviel Milch wie die Ziegen, aber dafür ist sie schon was besonderes und das Jogurth aus Schafsmilch..mmmh Ausserdem sind sie vom Wesen her sehr angenehm und für ein Schaf leicht zu händeln und sehr zutraulich.

Alex


hallo alex, ich überlege ob ich mir nicht eine andere milchschafrasse hole, die zackels sind zwar toll, aber dieses extrem scheue finde ich schon anstrengend-gerade wenn man sie melken möchte.
wieviel milch hast du am tag von ihnen?
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Re: Der Weg in ein autarkes Leben

Beitrag#9von Alex » Sonntag 2. Juni 2013, 22:28

@ Claudia also zwischen einen halben Liter und höchstens einen Liter am Tag, mehr geben sie nicht, aber wie gesagt, sie sind sehr angenehm, meine eine die wartet schon das sie endlich drankommt und steht wie eine Eins, die zweite kommt auch freiwillig und läuft zum Melkplatz, zickt beim Melken allerdings rum, Scheu ist nicht eins meiner acht Müttern, auch die Lämmer nicht. Ich hatte vorher Skudden und da war jedes Entwurmen, impfen usw. ein Kampf mit drei Mann. Bei meinen OFM die drängeln alle, dass sie drankommen und ja nichts verpassen. Und das Fleisch, ein Gedicht. Ich hab lange gezögert zu wechseln, und bin jetzt sehr glücklich drüber. Man muss halt wissen was man will, die Skudden sind gut wenn man seine Schafe immer draussen halten will, das bekkommt den OFM nicht so gut, bei Dauerregen oder im Winter immer draussen, das mögen sie nicht, dafür sind sie nicht hart genug.

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Re: Der Weg in ein autarkes Leben

Beitrag#10von Dine » Mittwoch 5. Juni 2013, 13:30

Hallo Mara,
erstmal meinen Respekt dafür in "diesem Alter" nochmal seinen Lebenstraum zu verwirklichen. :smileyvieh: Viele hätten wohl nicht mehr den Mut und den Elan dazu nochmal ein solches Projekt aufzuziehen. Doch auch ich rate euch zur Mäßigung was den Tierbestand anbetrifft. Immer langsam anwachsen lassen. Man neigt im Schwunge der Begeisterung gern dazu sich zu übernehmen.
Ich spinne ebenfalls mit Leidenschaft :dfbboygrimasse: und ein Spinnrad hab ich auch. :handshake: Ich verspinne mit wachsender Leidenschaft die Vliese unserer Rauhwolligen Pommerschen Landschafe. Gelegentlich mache ich aber auch Auftragsarbeiten oder Tauschgeschäfte ("ich verspinne dir die Wolle und Du gibst mir dafür..."). Wir haben unsere Schafies gerade Montag geschoren und jetzt 9 große Raschelsäcke mit 3-5kg Vliesen voll. Also, bis nächsten Sommer hab ich keine Langeweile. :biggrinn:
Da unsere Rauhwoller von der Fischern an der Ostsee auch als Milchschafe gehalten wurden, hätte ich auch mal Lust dazu eine Aue anzumelken, aber zur Zeit bekomme ich das zeitlich einfach nicht hin. Ich gehe neben dem Hof noch Vollzeit arbeiten und dafür muss ich einfach flexibel genug bleiben. Feste Melkzeiten kann ich zur Zeit nicht realisieren. Naja, vielleicht später mal. Und dann löchere ich dich wie das mit dem Käsen geht.

Ich freue mich schon darauf mehr von euch zu hören und wünsche euch viel Erfolg!

P.S.: mit den Kaltblütern und den alten Arbeitsgeräten aus der Scheune solltet ihr vorsichtig sein. Die Tiere müssen es gelernt haben vor einem Arbeitsgerät zu laufen und die Geräte müssen noch dafür taugen. Aber da ist Fuhrmann der richtige Ansprechpartner. :smileyvieh:
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Re: Der Weg in ein autarkes Leben

Beitrag#11von Mara » Donnerstag 6. Juni 2013, 00:51

Hallo Ihr so netten Menschen zusammen...

erst einmal einen ganz lieben Dank für euer herzliches und nettes Willkommen hier .. bin wirklich geplättet...

Nun hab ich allerdings ne Weile Arbeit um euch zu antworten... ..

So fange ich mal bei dem netten und hoffentlich ergiebigen Fuhrmann an... *schmunzel*

Lieben Dank für dein Interesse.. und ich hoffe das ich dich..... wenns denn die übriggebliebenen Euronen zulassen...bald.... löchern darf...
Der junger Züchter.. zu dem ich von uns aus durch den Wald gerade mal 20 Minuten brauche.. möchte mir zwar gerne 2 3- 4 Jährige die schon eingefahren und zur Arbeit ausgebildet sind aufs Auge drücken.. doch schwanke ich noch.. Denn als ich mal in einem anderen Leben vor sehr langer Zeit eine 6 monatige Araber Stute bekam und die selbst grossziehenh durfte /musste.. habe ich unendlich viel über mich ..und den Charakter dieses wunderbaren Pferdes gelernt hab vor Allem gelernt mein Temperament zu beherrschen... Und meine geliebte Stute wurde einfach ein Traumpferd ... ohne Druck ohne Zwang nur mit reden... Worten....unendlicher Geduld... manchmal auch mit meckern und ab und zu mit ner Zwille mit der ich sie von meinen Mirabell Bäumen fernhalten musste.... mit Liebe und jaaa ...mit vormachen..*grins* habe ich ihren ganz eigenen Charakter erhalten und ein klitzekleines Bischen formen dürfen... und hatte viele Jahre eine..zwar eigenwillige und kapriziöse aber wundervolle und verständnisvolle Partnerin...
Deshalb würde ich ja schon gerne wieder 2 junge Tierlein grossziehen.. einfach nur aus Freude an der Arbeit.. Doch wenn ich ehrlich bin.. wär es wirklich einfacher 3 Jährige zu nehmen die schon etwas können... Zumal ich ja auch die Lamas grossziehen möchte die so das leben es will im Herbst bei mir einziehen sollen...

Liebe Grüsse
Mara


@ Lieber Herwig,
unser Arbeitsvolumen halte ich bewusst.. nach meinem hysterischen geklotze letzten Sommer... dieses Frühjahr in Grenzen... zumal es hier bei uns wochenlang regnete und noch elend kalt war... so das die Hügelbete nicht weiter bearbeitet werden konnten ...und meine vorgezogenen Bio-Pflanzen.. noch immer nicht in die Erde durften... Nun... dann stecke ich die Zwiebeln den Knoblauch gegen die Wühlmäuse setze den Kohl den Lauch und n Bischen anderes Gemüse und Alles was bis zum Herbst nicht mehr essbar gross wird....werd ich halt wieder im Bio-Laden kaufen....
Dafür müsste ich dann zwar auf so manche geliebte Flasche Rotwein verzichten doch ziehe ich gutes Essen gutem Trinken vor...
Auch bei uns ist das Genarationsproblem das du ansprichst vorhanden.. doch hab ich hier vor Ort ein paar liebe Helferlein... Das sind die jungen Leute ausm Ost die immer wieder gerne kommen weil: sie die Ziegen und den Ziegenkäse...toll .. mein Essen super ... und bei mir am Küchentisch immer ein offenes Ohr für ihre Probleme....finden.
Zipperlein... ja die haben wir auch mittlerweile.. Doch dank der guten Heilkräutlein.. die in meinem wilden Garten und rundherum wachsen... die ich sammele und zu Tee zu Tinkturen zu Ölen... Salben und zu einem wunderbaren Massageöl verarbeite... kann ich immer wieder ausgleichen.. Ja und auch mit homöopathischen Mitteln und Schüsslers guten Salzen.. lässt sich unglaublich viel tun... Als Naturheitherapeutin....arbeite ich auch mit Massagen ... Hirnakrobatik *grins* mit Joga und Psy.... So geht das eigentlich ganz fein.... und mittlerweile kommen auch schon Leute des Abends um die Häuser geschlichen und fragen nach ner Salbe für ihr offenes Bein oder wolln mal wissen was ich denn für ne Fussreflexzuonenmassage nehme... Da bin ich allerdings vorsichtig, und tausche lieber.. denn noch ist das Haus hier lange nicht renoviert und mein Arbeitszimmer und vor Allem ich.....noch nicht bereit..

So habe ich das Glück mir selbst ganz gut...und auch Anderen helfen zu können. Und sollte es irgendwann einmal in den kommenden 30 Jahren soweit kommen, das mir jemand dem Popo wischen und mich füttern müsste.. geh ich in meinen Garten und pflücke hier und dort ein paar Kräutlein.. die mir ohne Schmerz und ganz leicht auf den Weg "nach Hause" helfen.. :-)))

Doch solange ich noch krabbeln oder mit Krücken humpeln kann werd ich meine guten Ziegen melken.. und mit Freude mein eigenes sauberes Essen anpflanzen und ernten....

Alles Liebe und viel Gesundheit Dir


@Karin
weisst liebe Karin.. um den Webrahmen beneide ich dich wirklich.. der ist vermutlich in den kommenden 2-3 Jahren für mich noch nicht leistbar... :vordiewandrenn: Spinnrad hab ich ja schon lange und spinne auch...aber zur Zeit leider nur gekaufte Schweisswolle und das nur im Winter.. weil vom Frühjahr bis Herbst die Zeit nicht reicht.. Und n Bischen lesen will ich abends auch noch können.... hab Geduld mit dir selbst und einen unbeirrbaren Willen.... dann kriegst du ganz bestimmt fast ALLES hin .. was du dir ersehnst... Mit ein paar Abstrichen.. von wegen Komfort... ists bei uns auch gegangen...
Liebe Grüsse dir und sei mutig...


@Claudia... es ist so lieb das ihr Alle mich auf das älterwerden stubst...und warnt..
Doch weisst... ich hab die Erfahrung gemacht das alle Krankheit im Kopf anfängt... auch mir ist es ja letztes Jahr so böse ergangen... das ich mich viele Monate kaum bewegen konnte. Doch mit Willen und zusammengebissenen Zähnen hab ich alle Arbeit nebst Ziegen.. Enten Hühnern Gänsen und nem bischen Gemüse...alleine geschafft.. (Mein LG war nur am WE zu Hause)
Irgendwann hab ich mich dann erinnert das ich eine wunderbare Lehrerin/Kräuterfrau hatte und hab mich auch an all das erinnert was sie mir zeigte und mich lehrte... (die 6 Jahre Geld verdienen in Tirol haben mich zu einem Schatten meiner Selbst werden lassen) Vor ein paar Monaten kamen langsam die unendliche Freude an der Arbeit mit Mutter Erde und den Tierlein zurück. Und somit auch der Wile zu einem natürlichen Leben.. und zu natürlicher Heilung.. heute bin ich von... im letzten Winter täglich 6 Iboflam 400 ...über anfangs täglich 10 Traumeel ... auf nur 2 Traumeel Tabletten (Homöopathie) runter.. meine Nieren meine Leber..funktionieren wieder einwandfrei und meine Haut ist dank meiner selbstgemachten Creme und täglich 2 L Heilkräutertee wieder wunderbar weich und ohne hartes Untergewebe...

30 Hühnlein.. 7 Lauffies ein Gänsepaar n Gemüsegarten und 4 Ziegen machen nicht so viel Arbeit das man sie zu zweit nicht auch noch mit ein paar Zipperlein die kommenden 20 Jahre schaffen kann. Natürlich versuchen wir die Arbeit in Grenzen zu halten.. mähen nicht alle Woche unseren Hof und die Wege....Wenn allerdings die Pferde und vielleicht 2 Lamas hiereinziehen muss ich den Sommer über wieder woofen...

Das Genarationsproblem ist wie ihr sagt ein wirklich trauriges Problem.. und ich beneide die "Alten" nicht, deren "Junge" keine Lust mehr haben weiterzumachen... Hab es hier rundherum täglich vor Augen...
Gerade einige der "Alten" kommen des Öfteren zu mir heraus und stehen dann da und schwärmen... ach Mara bei dir ist richtig Leben... wenn ich dann anfangs fragte wie meinst denn das...... hörte ich immer wieder jooo... da laufts Leben aufm Hof umeinander....Es gackert kräht quakt und meckert.... das ist so wie früher... Heut ham mer die Höfe doch zubetonniert... Ja und wenn ich dann fragte warum habts ihr das denn gmacht... hörte ich immer weils im Herbst und Frühjahr immer matschig war und als die Kinder grösser wurden wurden ihre und auch unsere Ansprüche höher ...
Meine Antwort darauf ist noch heute und wird es immer sein.. wenn wir unsere Bedürfnisse unser Ego und den durch Massenmedien geschaffenen Wunsch nach Luxus anfangen zurückzuschrauben... werden wir feststellen das es sich gerade mit Einfachheit und trotz vieler Stunden Arbeit .... so herrlich und wunderbar gemütlich und mit viel Freude leben lässt... Ok ein gewisses Mass an Organisation.. Struktur und Durchhaltevermögen ist notwendig.. gerade im Sommer.. doch sollte man sich auch helfen lassen.. und teilen... Planung.. Arbeit.. Freude... lachen...und oft auch ein gutes Essen....

Als ich nach so vielen Jahren Pause diese grausligen neuen EU Richtlinien las... die vor Bestimmungen und Regeln... für Ställe Mistplätze Güllegruben ..Gebäude .. und weiteren abstrusen Paragraphen nem Bauern das Leben und arbeiten ganz schön schwer machen...... hab ich mich echt gefragt ob ich mir das nochmal antun will.. Und beschlossen klein zu bleiben.. nur für die Selbstversorgung zu arbeiten...

Heute hab ich mich mit unserer Gemeinde... auch mit den Nachbarn so fein arangiert, das die mir helfen wo sie können..
Naja da tut der gute Käse auch seinen nicht gerade kleinen Teil dazu... :yes4: Hier und dort ne Salbe ne Tüte Tee oder ein guter Rat...helfen natürlich auch mit....

Gesundheit und Freude für Dich liebe Claudia

@Alex das ist doch wirklich eine Freude zu hören das die Kinder nach kurzer Zeit die Tiere vermissen...so schön... Noch hast du ja ein wenig Zeit gerade dieses Kind leise und behutsam in deine Richtung zu schieben... Aber sag lese ich da richtig und du hast Ostfriesische Milchschafe.... Bitteeeee .... wo hast du die her... ?
Die haben fast so schöne Wolle wie die Merinos... und geben auch noch ne andere Milch.... und lieb sind die und so ausgeglichen...... Meine Merinos waren dagegen echte Panzer....
Platz hätt ich genug doch hier im Bayernwald gibt es leider nur Mischlinge... und die sind durch die Bank weg alle um die 6-9 Jahre.... und die Armen haben gerade noch soviel Milch um ihre Kinder durchzubringen...

@Dine.... spinnen ist nach einem langen Arbeitstag so unglaublich entspannend fast wie ne Meditation.... und die Finger werden wieder so schön weich vom Lanolin... :yes4:
Und käsen ist ganz leicht kann selbst ein Kind..

Auf 2 Liter Ziegen/Schafmilch je nach Labsorte (ich kaufe in AU.. Bio-Ziegenlab) die ich auf 29° erhitze... 3 Esslöffel Molke und 3 Esslöffel Lab..gut durchrühren.. Tuch drüber und Zimmerwarm 24 Std stehen lassen .. Nach 24 Std. in Formen schöpfen und 8-12 Std. ablaufen lassen.. Nach der halben Zeit wenden und salzen... Dann ab in den Kühlschrank.. oder ev. sofort essen.. Göttlich...

Den und den Weichkäse (der ist etwas arbeitsaufwendiger) ... tausche ich gegen Heu .. Stroh... Holz... Hilfe im Garten...und seit gestern sogar gegen Untersuchung/Beratung meiner Veto...*freu*..

Ich danke euch Allen für eure lieben und gut gemeinten Hinweise und Ratschläge.... werd versuchen mich zu bremsen....

Alles Liebe Euch und euren Tierlein... eine schöne Restwoche
und den Frieden der Nacht

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Re: Der Weg in ein autarkes Leben

Beitrag#12von Dine » Donnerstag 6. Juni 2013, 09:58

Hallo Mara,
ja, das spinnen ist wirklich meditativ. Und sehr erdend wie ich finde. Gerade dieses Material "Wolle" zu verarbeiten, diese Textur, dieser Geruch... Ich stelle im Übrigen mit erstaunen fest, dass ich fremde Wolle oft nicht riechen mag. Im wahrsten Sinn des Wortes. Unsere Schafe duften so nach Gras und Sonne... naja, mein subjektives Näschen halt.

Oh man, ich würd sooo gern Käse machen. Aber immer mit der Ruhe, meine Schafies laufen mir ja nicht weg. Und wir haben ja auch erst mit der Selbstversorgung angefangen. Erstmal haben wir ganz viele alte Obstsorten gepflanzt und auch ein paar alte Gemüsesorten. Zum Einkauf im Bioladen werd ich meine Eltern wohl nicht bewegen können. Aber wir wachsen da langsam rein. Jeder in seinem eigenen Tempo.

Ich hab selbst 3 Pferde zu Hause stehen und weis wieviel Arbeit die machen (und welch unglaubliche Freude). Gerade die Remonten, von denen ich im Moment nur einen hab. Aber selbst dem gerecht zu werden fällt aufgrund von wenig Zeit wegen Job leider manchmal schon schwer genug.

Alles Liebe ans andere Ende der Republik!
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Re: Der Weg in ein autarkes Leben

Beitrag#13von Herwig » Donnerstag 6. Juni 2013, 14:17

Ich weise mal darauf hin, dass zwei, in Arbeit stehende Kaltblutpferde, vermutlich über Tauschgeschäfte schwerlich zu ernähren sind, es ei denn du stellst riesige Berge von Käse her. Dazu kommen teure Geschirre, Sattler, Hufschmied, Arzneien und der Tierarzt. Ich finde die Arbeit mit Kaltblutpferden toll, aber es ist auch Arbeit und geht nicht so einfach. Anlernen ohne jemals vorher selbst mit Kaltblutpferden geackert zu haben, wird sehr schwierig. Kaltblupferde sind keine "Tierlein" mit ihren 800 bis 1000kg.
Ich hatte viele Jahre Lamas, Guanokos und Alpakas. Abgesehen davon, dass es keine heimische Rasse ist (Neukameliden), ist die Haltung nicht unkompliziert. Hengste werden oftmals recht gefährlich, Stuten sind in der Anschaffung seeeehr teuer. Walache sind ebenfalls etwas problematisch. Sommer finden sie alle nicht toll. Ohne regelmäßige Entwurmung und Kümmerung geht es nicht!! Die Erziehung ist ebenfalls sehr aufwendig.
Warum nimmst Du nicht Esel zum Trecking??
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Re: Der Weg in ein autarkes Leben

Beitrag#14von Christina » Donnerstag 6. Juni 2013, 16:31

Hallo Mara,

auch von mir nun ein Herzliches Willkommen! :-)
Ich möchte zu all den Überlegungen noch anmerken, dass zwischen Kaltblütern und Eseln noch eine Menge geht!!!!
Ich hab hier zum Beispiel einen Welsh Cob stehen und bin total begeistert von der Rasse. Allrounder, die deutlich weniger fressen als die Kaltis und für einen kleinen Hof allemal ausreichend sind. Wenn es aber in die Richtung "vom Aussterben bedroht" gehen soll, fällt mir noch das Highlandpony ein. Die brauchen nicht viel zu fressen, um rund zu sein... und stemmen auch ordentlich. Sind dazu noch von der Größe her viel besser zu händeln...

Tatsächlich würde ich persönlich übrigens von einem eingefahrenen Dreijährigen sowieso die Finger lassen.

Ansonsten wünsche ich Dir viel Spaß und Freude bei Deinem Vorhaben. Wir haben es hier am Anfang auch etwas übertrieben und lassen es nun langsamer angehen. Dieses Jahr können wir endlich auch genießen, was wir hier haben: Pferde, Hund, Schafe, Gänse, Enten und Hühner. Ganz bewusst sollen die Schafe nächstes Jahr erst die ersten Lämmer bekommen.... Und wenn das alles läuft, möchte ich irgendwann noch Bienen und Kühe haben.

Letzten Winter hatte ich hier neben den vier eigenen Pferden und Ponys noch vier Einsteller stehen, um auf direktem Wege das Geld für die Pferde zusammen zu bekommen. Aber das schaffen wir gerade wieder ab. Das war körperlich viel zu hart! Trotzdem war es eine gute Erfahrung, weil ich früher immer den Traum von einer großen Herde hatte. Damit bin ich nun durch und kann entspannt meine kleine Herde genießen. :-) Auch bei den Enten und Hühnern sind wir nach anfänglicher Euphorie wieder auf ein stressfreies Maß gekommen. Ich glaube heute, dass die Kunst neben der Vielfältigkeit in der Maßhaltigkeit liegt. Mein Mann will nun unbedingt ganz viele Gänse züchten, weil die Nachfrage so hoch ist. Das sehe ich anders, aber ich lasse es ihn auprobieren, weil er mit seinen Tieren auch das Recht auf die Erfahrungen hat wie ich mit meinen habe.

Zum Altwerden...
Weißt Du, letztendlich kommt es doch nicht darauf an, wie lange man seinen Traum leben kann, sondern dass man ihn lebt / gelebt hat.... und ich habe schon alte Menschen gesehen, die durch die Auslebung von Träumen noch ganz lange fit gehalten wurden, und junge, die schon früh vor dem Fernseher verkümmert sind.
Dein Körper wird Dir schon zeigen, was zu viel ist. Bei mir wars der Bluthochdruck, der mich dazu gebracht hat, Stresspunkte aus meinem Leben wieder auszusortieren. Man kann die so leicht ansammeln!
Aber jetzt wird es besser und endlich ist auch mein Welsh Cob bereit, ordentlich mit mir zu arbeiten. Noch sind wir bei der Bodenarbeit... Aber eines Tages werde ich ihn reiten und dann mit der Gewissheit, dass ich mit mir im Reinen bin. Pferde sind so großartige Spiegel und an diesem besonderen kann ich den Grad meiner körperlichen und seelischen Gesundheit erkennen.
Hach, so weit vom Thema ab. Aber Du sollst bei Deinem Gläschen Wein ja auch etwas zu lesen haben. ;-)

Beste Grüße, Christina, die jetzt mal raus geht und sich am Anblick der frischen Gössel erfreut :-)
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Re: Der Weg in ein autarkes Leben

Beitrag#15von Claudia » Donnerstag 6. Juni 2013, 19:07

"krankheit beginnt im kopf"....alt werden, einschließlich der fehlenden, natürlichen regenerationsfähigkeit ist keine krankheit. wer glaubt er kann diesen prozess aufhalten, der ist wohl der ü-50 werbung auf den leim gegangen(die sich ja auch gerne natürlicher präparate und kräuterchen bedient)

kaltblüter:
ein kaltblut frisst geschätzt 2-3 mal soviel wie deine ehemalige araberstute und wiegt auch 2 x soviel.
naturgemäß fehlt es den kaltis an dieser gewissen reaktionsschnellen sensibilität, was die araber ja auch oft so schwer im umgang macht. das gleichen die dicken dann durch kraft und masse aus. ich möchte sehen wie du zwei kaltis an krücken durch schnee und matsch führst.
wenn es dir um den autoersatz geht, dass kann ein shetty auch.(oder ziege, je nach entfernung)
wenn du die arbeitkraft brauchst, dass kann auch ein kräftiges endmaßpony, aber auch hier ist das handling evtl.schwieriger als mit einem vollblüter.

lama:
meine meinung: die gehören hier nicht hin, von daher beobachte ich dieses zunehmende tendenz zu lamatrekking eher vorsichtig. ich fürchte wir haben irgendwann ganz viele lamas im lande die keiner mehr will, weil zu kompliziert.

trekking kann man auch gut mit ziegen machen, die hast du ja schon.da ist die ausrüstung auch günstiger.
die wolle: hab jetzt eine gelben sack voll geschenkt bekommen(4 lamas )- gewichtsmäßig ist das: nichts
mit dem wollverkauf kriegst grad mal tierarzt und wurmkuren und so bezahlt. lamawolle lässt sich auch nicht so flüssig spinnen wie schaf. es sei denn man verwendet nur die "gute wolle", aber dann bliebe von den 4 tieren nur eins über: sprich vielleicht 200 gramm wolle(oder deutlich weniger). also: lamawolle ist allenfalls eine nette beigabe

ich will dir das nicht ausreden, nur zur vorsicht mahnen.
im zweifel stehst du mit einem haufen viehzeugs da und musst schauen das du es vernünftig unterbringst.
mein futterlieferant hat mich mal geschockt:
er ist um die 60 und bewunderte den weissen schäferhund einer freundin und das er immer einen gerne gehabt hätte und sein hund älter wird.
hol dir doch, wenn du einen nachfolger brauchst?
ne sagt er, wenn der hund alt wird bin ich es auch und wer weiß ob ich ihm dann noch das leben(samt auslauf) ermöglichen kann das er verdient.
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Re: Der Weg in ein autarkes Leben

Beitrag#16von Alex » Donnerstag 6. Juni 2013, 23:13

Hallo Mara,

wenn du mal Ostfriesen willst, kannst du nä. Jahr was von der Nachzucht haben, heuer hätte ich nur einen Bock und ein Mädel zu verkaufen. Ich hab meine auch hier aus meiner Gegend.

Kaltblüter würde ich mir auch nicht zulegen, grad ein kleiner Hof hatte früher keine Pferde, sondern Kühe, die wurden vor den Wagen gespannt, auf dem Feld verwendet, gaben dazu auch noch ein bißchen Milch und jedes Jahr ein Kalb. Was will man mehr von einem Tier. Und in der Regel sind sie ruhiger und leichter zu händeln als Pferde und im allgemeinen auch nicht ganz so empfindlich. Pferde sind Luxus.

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Re: Der Weg in ein autarkes Leben

Beitrag#17von Fuhrmann » Freitag 7. Juni 2013, 19:00

@ Mara bzgl. Kaltblut

Ein oder zwei Absetzer aufziehen bis dass er 3 Jahre ist und dann noch 1-2 Jahre Ausbildung, also 5 Jahre kalkulieren.

Ihr habt 4,3 ha Land, Pro Kalti braucht man ca: 1 ha Futter dafür kann er ca: 8 ha bewirtschaften. Pro Mensch etwa 400 m² Essenanbaufläche, und dann noch das was ihr bereits an Tieren habt.

Bei Eurem Hof würde eigentlich 1 Kalter reichen. Es sei denn alle Eure Geräte sind für den 2 Spannigen Zug und lassen sich nicht umbauen. Dann muss man überlegen.
Bei den alten Geräten ist immer Vorsicht geboten, hier sollte man genau prüfen ob man mit ihnen noch gefahrlos arbeiten kann und ob die eine oder andere Maschine den heutigen Erntemengen gewachsen ist.

Die Kaltis vom Züchter, mit 3 jahren eingefahren und alle Arbeiten gewöhnt. hmmmm !
Ich lerne meine Kalten zwischen 3 und 4 Jahren an, dann gehen sie am Wagen oder im leichten Holz. Bis sie die Landwirtschaftlichen Arbeiten machen können, dass damit ein Anfänger arbeiten kann, würde ich noch mal 3 Jahr rechnen.
Pferde die mit 3 schon alles können sollen, sind entweder mit 1,5 schon angefahren worden, was auf die Knochen geht und die Lebenszeit verkürzt. Oder sie können es einfach noch nicht.
Diese Pferde wollte ich erst in der Arbeit sehen und dann auch selbst in der Arbeit fahren bevor ich sie kaufen würde.

In diesem Sinne:
[color=#00BF00]MIt Arbeitspferden sollte man Arbeiten, sonst sehen sie irgendwann nur noch so aus, aber können es nicht mehr !
Kannst du schon mit Pferden arbeiten, oder musst du noch Traktor fahren ?[/color]
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Re: Der Weg in ein autarkes Leben

Beitrag#18von Mara » Samstag 8. Juni 2013, 23:19

Hallo an alle Lieben Menschen hier,

die mich gemahnt mich beglückwünscht.... aber auch auf alljedwelche Probleme hingewiesen haben...
Lider kann ich Heute nicht auf Alle Beiträge antworten, da hier in manchen Regionen durch den Dauerregen einfach "Landunter" ist... und wir selbst Regionen die hundert kilometer entfernt von uns sind versuchen zu helfen...
Wir hier auf unserem Hof.. haben unsere Liebe für unsere Tierlein auf ein Minimum... heisst aufs morgendliche und abendliche Füttern reduziert um effizient zu helfen den Menschen die es noicht so gut haben jetzt und und deren Tiere es wirklich besch...... eiden geht...

Wir fahhren täglich zwischen Deggendorf Osterhofen und Weiding ... wo wir leben hin und her.. um zu helfen wo wir können..Und haben über Antenne Bayern noch hunderte Menschen aktivieren können.. Schön ist das .... aber auch recht anstrengend...

Wir selbst hatten keine Probleme.... sind zwar von Bächen umgeben.. darunter ein recht heftig fliesender. doch dank des Nachbarssohnes der zwar erst 13 j. ist aber vom Grossvater soo viel weiss... und schaut und sorgt.... entstaut der Bub unseren grossen Bach und steckt bei Bedarf auch wieder das Brett zum stauen hinein...damit unsere Toulouser und die Rennquaks baden können.. Er schaut nach meinen Ziegen.. nach den Gänsen und den Rennquaks und den Hühnlein...
Es ist sooo schön alt zu werden... Frau hält nicht mehr mit ihrer Meinung hinter dem Berg uind sagt das was sie denkt.... Mann macht eben seine geschlechtsspeziefischen Spässlein.. mit den Buben...und die finden das super.

Dann ham wir in unserer Gegend Menschen die ihre Esel mit denen sie Esel Trekking machen und damit ein wenig geld verdienen.. weil sie leider nicht an das stehen auf einem zweiten Bein dachten...... net unterbringen können.. weil deren Pachtvertrag ausläuft und der Verpächter net mir sich reden lassen will-...

Bei uns im Örtchen hats glücklicherweise keine Katastrophen gegeben... doch helfen wir wie und wo wir können..
Nur bleibt unsere Arbeit jetzt liegen... Aber es ist jetzt bei uns gerade mal Frühling... und die Pflanzen können auch noch ne Woche länger warten bis sie in die Erde dürfen... wenn wir denn den Menschen in Deggendorf in Not helfen können..

Hatte vorgestern nen elend langen Beitrag geschrieben..doch irgendwie ist der leider mal wieder entfleucht....
Sch... Technik und meine Misere damit umzugehen...
Melde mich wenn es Entwarnung aus Niederbayern gibt.. und hoffe bis dahinh nicht am Stock zu gehenh....

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