Brenda stellt sich vor...

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Brenda stellt sich vor...

Beitrag#1von Brenda » Samstag 11. Dezember 2010, 10:25

Hallo liebe Forenmitglieder,

ich habe vor knapp einem Jahr den städtischen Raum verlassen um meiner Schwäche für Tiere und Pflanzen nachgehen zu können.
Seither lebe ich in einem Seminar- und Gästehaus (was eben auch dafür vorgesehen ist, dass Menschen dort wohnen) mit einem großen Obstgarten (wobei ich nach einem kurzen überlesen der Beiträge die Idee habe, dass etwa 3000qm für viele hier nicht wirklich groß ist. Ich finde es riesig.)
Mein Ziel ist zum einen, eine größtmögliche Selbstversorgung und zum Anderen ein sich ergänzendes (und möglichst 'befruchtendes') miteinander Wirken der vorhandenen oder zu integrierenden 'Strukturen'.
Im letzten Jahr habe ich hier schon eine zauberhafte bepflanzte Wachtelvoliere fertiggestellt. Der schöne Effekt ist, dass Gäste sich über die Schönheit der Tiere/Voliere erfreuen können und auch mal die Besonderheit Wachtelei verkosten. Gästehaus und Wachtelhobby werben wechselseitig füreinander. Was die Wachteln davon haben wäre noch die Frage... Aber denen geht es zumindest schon gut (zumal wir scheinbar auf einem riesigen Ameisenhaufen leben). Vielleich finanzieren sie sich ja mal selbst.
Eine Kräuterschnecke wurde gebaut. Wobei ich schon so viele Jahre davon geträumt hatte, dass ich sie mal etwas übereilig gleich falschrum gedreht habe Bild. Die Kräuter hatten im letzen Jahr auch noch nicht optimal miteinander harmoniert. So wurde Petersilie und Schnittlauch ganz schnell von massenweise Kapuzinerkresse zugewuchert. (Was zwar schön aussah, aber nicht wirklich in meinem Sinne war.) Aber das wird in den Folgejahren sicherlich noch besser.
Hühner sind auch mit mir schon eingezogen. Dabei konnte ich im letzten Jahr schon sehr tolle Dinge beobachten. Die haben sich um die heruntergefallenen Äpfel und insbesondere Pflaumen gekümmert, sodass keine so heftige Wespeninvasion über uns herfiel. Die vielen Raubvögel hatten immer ein paar Raben oder Krähen im Rücken, sodass meine Hühnerküken schön geschützt dort draußen wachsen konnten. Unserem Misthaufen tut das Umgraben sicherlich auch gut.

Ein defektes Spinnrad habe ich schon. Das möchte ich gerne reparieren und nutzen können (Schafwolle hat der Nachbar). Außerdem glaube ich, dass den Obstbäumen ein paar Bienen sehr gut tun würden (wobei mir noch nicht klar ist, ob diese mit der Idee Gästehaus noch kompatibel sind.). Die Milch- und Käsefrage bin ich noch am klären. Es wäre hierfür schön, wenn ich ein kleineres Tier auf das Grundstück einladen könnte, welches sich auch um das Mähen des Rasens kümmert und zudem gerne allein oder paarweise lebt. Zuletzt bin ich mit dieser Überlegung auf ein Miniaturpferd gestoßen. Vielleich gibt es ja auch kleinere Esel. Aber das hat alles noch Zeit. Ich habe derzeit leider nur wenig Zeit neben dem Beruf dafür.

Aber ich habe den Eindruck, dass ich in diesem Forum ziemlich viele hilfreiche Informationen für meine Überlegungen finden werde! Danke schon einmal hierfür!

Liebe Grüße
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Beitrag#2von Tino Gärtner » Samstag 11. Dezember 2010, 11:31

Hallo Brenda

und ein Herzliches Willkommen von mir hier im Bild- Forum!!!

Schön das Du hergefunden hast!


Beste Grüße aus der
Niederlausitzer Heidelandschaft

Tino
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Beitrag#3von Bartkaninchen » Samstag 11. Dezember 2010, 12:21

Da kann man Die bei Deinen vielen Vorhaben nur Glück wünschen und hier im Forum findest Du sicher imm Hinweise für die Planung und Umsetzungen DeinerInteressen.
Von mir also auch ein herzliches Willkommen hier im Forum !
Viele Grüße ! Ralf !
"Man empfindet es oft als ungerecht, daß Menschen, die Stroh im Kopf haben, auch noch Geld wie Heu besitzen.”

Gerhard Uhlenbruck
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Beitrag#4von Conny » Samstag 11. Dezember 2010, 12:39

Hallo,

herzlich Willkommen.

Minipferde benötigen, obwohl sie klein sind, im Verhältnis viel Weidefläche, einen Offenstall etc. Ich selbst züchte hobbymässig seit 15 Jahren Minishetlandponys und weiss daher, von was ich rede. Sie sollten, da Herdentiere, zumindest zu zweit gehalten werden, die Weiden dürfen nicht zu fett sein, da Ponys im allgemeinen, sehr schnell unter Hufrehe leiden.

Esel, da gibt es auch Zwergesel, sind für unsere Weiden nicht geschaffen. Sie benötigen äußerst magere Weiden, ansonsten verfetten sie und Probleme/Krankheiten sind vorprogrammiert. Auch muss ein fachkundiger Hufschmied vorhanden sein, da diese Hufe anders ausgeschnitten werden müssen, als bei Pferden. Esel sind schlaue Tiere und wollen/müssen mit sinnvollen Arbeiten beschäftigt werden, sonst fällt ihnen vor lauter Langeweile nur Blödsinn ein, auch sind sie dann wahre Ausbrecherkünstler Bild

Du siehst, es gibt vieles zu beachten Bild, aber dir wird mit Sicherheit noch die richtige Tierart einfallen Bild

LG
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Beitrag#5von Herwig » Samstag 11. Dezember 2010, 12:51

Hallo und herzlich willkommen im Forum.

Wir werden sicherlich von einander lernen können.

Als Selbstversorger würde ich statt Minnipferde vermutlich eher Milchschafe in betracht ziehen. Ich mag kein Minipferdefleisch essenBildBildBildBild

Was für Hühner hast du??
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Beitrag#6von Brenda » Samstag 11. Dezember 2010, 12:53

Danke für das Willkommen und Dir conny auch schon für die Tipps.
Vom Charakter her finde ich sind Esel echt ein Traum. Von daher wären sie mir lieber als Pferde. Nur die Eseldamen leben ja auch schon eher wieder in Dreiergruppen - dafür wäre unsere Wiese wohl eh zu klein (...vielleicht könnte ich etwas dazupachten). Was die Hufe angeht habe ich weniger Sorge. Wir haben in dieser Gegend Pferde ohne Ende und demnach sicherlich auch Fachkundige Hufschmiede. Das mit den Weiden wäre sehr schade....
Ich habe bisher aber noch weder Pferde- noch Eselmilch probiert. Das soll sehr delikat und gesund sein. Kennt das jemand?
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Beitrag#7von Brenda » Samstag 11. Dezember 2010, 13:05

Ups - ein Versehen. Kann noch jemand mein Zitat von mir löschen Bild

Ich konnte mich noch für keine Hühnerrasse ausschließlich entscheiden (die sind ja alle so toll...). Eigentlich wollte ich Araucaner. Dazu habe ich Friesen, Vorwerk, Rhodeländer und Sussex bestellt. Die vielen Araucanereier und die paar Rhodeländereier waren leider so gut wie garnicht befruchtet. Daher ist der aktuelle Stand: 1 Bilderbuchfriesenhahn, 2 weiße Sussex, 2 braune Sussex, 1 Vorwerkhenne und 2 Friesenhennen. Die Friesen scheinen sehr gute Selbstversorger zu sein. Araucaner, wie ich gelesen habe - auch. Daher kommen Araucaner auch unbedingt in nächsten Jahr noch dazu.

Lieben Gruß
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Beitrag#8von Frankenvieh » Samstag 11. Dezember 2010, 17:40

Stutenmilchproduktion ist schwierig, fohlen darf nicht saugen, Mutter und Kind müssen sich aber sehen, sonst gibt Mama keine Milch. Jedes Jahr ein Fohlen? Wohin damit? Eigentlich ja 2 weil 2 stuten. Shetlandponys geben prozentual auf's Körpergewicht gerechnet neben den Kaltblütern die meiste Milch.

stutenmilch kann nicht verkäst werden, da das Kasein fehlt, auch ist sie sehr Fettarm, hat viel Laktose uns schmeckt wässrig,süsslich.

Die Mongolen vergären die, wobei der Zucker in alkohol verwandelt wird. Auch wird allerlei Kosmetika hergestellt oder als Trinkkur bei Neurodermitis...

Schau hier: www.haflinger-in-meura.de Stutenmilch großproduktion. ich frage mich nur was die mit den Ganzen Fohlen machen? Italien oder Frankreich?
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Beitrag#9von Brenda » Samstag 11. Dezember 2010, 19:54

oh - toller Hinweis Frankenvieh! Dann brauche ich mich mit Pferden garnicht weiter beschäftigen. Der Sichtkontakt, dennoch die Trennung und das jährliche Gebären stelle ich mir nicht so genussvoll vor (...und das alles für Kosmetik Bild).
Außerdem möchte ich ja umbedingt Käse machen können. Der Esel wird sich hierin wahrscheinlich nicht sehr unterscheiden?

Bei Ziegen würde es wahrscheinlich nurnoch Käse geben Bild...und dafür keine Brombeeren mehr. Möglicherweise wird es dann doch das Schaaf...
Vielleich gibt es ja kleine Kühe...

@Herwig: Dabei geht es mir mehr um die Milch. Das soll dann hoffentlich ein langjähriger Mitbewohner werden!
Schweine finde ich ja auch so toll. Aber wenn es nicht um das Fleisch geht - ja nicht wirklich ein Nutztier.
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Beitrag#10von Conny » Sonntag 12. Dezember 2010, 17:50

Nabend Brenda,

wieviel Platz könntest du denn deinen Milchlieferanten bieten? Ich glaube, dann könnten wir dich bei deiner Entscheidung besser unterstützen. Es gibt auch kleine Rinder, sog. Zwergrinder, wie Zwergzebu, Dahomey Zwergrinder, Dexter.



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LG
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Beitrag#11von Brenda » Sonntag 12. Dezember 2010, 21:38

Naja - das Grundstück hat 3000qm und ich stelle mir das so vor, dass optimaler Weise alle (Mitbewohner, Gäste, Hühner, ...) gemeinsam überall leben und dabei am Besten noch die Kräuter und die vielen Beeren in Ruhe lassen. Das wird so paradiesisch wahrscheinlich nicht funktionieren - spätestens wenn der erste Gast im Kot steht...
Ein Nachbar, der ziemlich viele Schafe und Ziegen hat, scheint gerade umzuziehen. Vielleicht entsteht da ja noch in der näheren Umgebung des Gartens Platz... mal sehen.

Aber was ich ohnehin eher in Angriff nehmen möchte (realistischer und weniger aufwendig?): Wir habe einen Teich auf dem Grundstück. Ich kann so schlecht schätzen... ein größerer Teil mit etwa 7x4Metern (tiefste Stelle 2 Meter) mit überlauf zu einem kleinerem Teil mit etwa 3x3meter (etwa einen halben Meter tief). Ich fänd es sehr schön noch schwimmende Gefiederte dort mit leben zu lassen. Da wir viele Raubtiere haben, denke ich daran einen kleinen vielleicht schwimmenden Stall im Zentrum des großen Teils schwimmen lassen. Ich habe nun Angst, dass ein Entenpaar das kleine Biotop in kürzester Zeit in einen Tümpel verwandeln würde (der Teich wird nicht wirklich gereinigt). Mit Zäunen möchte ich nicht arbeiten.

Gäbe es hierfür Empfehlungen? Eine bestimmte Sorte oder Art die nicht soo viel durcheinanderbringt oder ähnliches?
Die Zwergrinder schaue ich mir natürlich jetzt gleich mal an Bild.

Liebe Grüße
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Beitrag#12von Brenda » Sonntag 12. Dezember 2010, 21:54

Bild uii - sind die schön!!! Dahomey-Zwergrinder...
Ich werde mich dann mal über Kühe informieren...
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Beitrag#13von Frankenvieh » Montag 13. Dezember 2010, 11:01

hinterwälder oder Vorderwälder sind vielleicht besser geeignet, vertragen unser Klima besser!
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Beitrag#14von Conny » Montag 13. Dezember 2010, 11:10

Hallo,

die von mir genannten Zwergrinder sind winterhart, unserem Klima angepasst. Nur bei extremen Minustemp. sollten sie in einen verschließbaren Offenstall. Bild

LG
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Beitrag#15von steinadlerehemann » Dienstag 14. Dezember 2010, 08:40

Hallöle,
auch von mir ein herzliches Willkommen hier bei Bild.

Wofür haste Dich denn jetzt entschieden?

LG
Christiane
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Beitrag#16von Brenda » Dienstag 14. Dezember 2010, 09:58

Hallo Christiane,
danke!
Diese Entscheidung dürfte noch viel Zeit in Anspruch nehmen. FederBild liebe ich seit vielen Jahren. Meine Agathe (zauberhafte Hybridhenne) hatte mich bereits in meiner Kindheit begleitet. Aber vor Großvieh habe ich eine Menge Respekt (natürlich habe ich auch vor den Kleinen Respekt - aber die sind mir eben vertrauter). Zudem rechne ich fest damit, dass mich diese Entscheidung über viele Jahre wesentlich heftiger in die Pflicht nehmen wird. Wahrscheinlich kann ich nicht mal schnell jemanden bitten die Kuh zu melken. Mal eben Hühner und Wachteln füttern kann man eher mal für kurze Zeit abgeben. Im Moment fordern auch berufliche Fort- und Weiterbildungen mal meine Abwesenheit. Daher hat das noch Zeit. Ich würde mich auch vorher gerne mal in Höfen umschauen. Mal sehen was sich in den nächsten Jahren entwickelt. Es ist durchaus möglich, dass ich Beruf und Leidenschaft verbinden könnte. Das wäre dann optimalst. Aber die kleinen Kühe haben es mir gerade schon angetan....

Nachdem ich dieses Forum entdeckt habe, überlege ich auch gerade eher ob ich mich für die Zucht einer der bedrohten Hühnerrassen entscheiden könnte und wie ich den Teich sinnvoll beleben könnte. Das würde die aktuellen Zeitlichen und räumlichen Möglichkeiten nicht so massiv an die Grenzen bringen.

Liebe Grüße
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Beitrag#17von Conny » Dienstag 14. Dezember 2010, 11:19

Hei Brenda,

wenn du etwas zur Arterhaltung beitragen möchtest, kann ich dir die Dexter Rinder ans Herz legen, deren Bestand ist gefährdet. Auch ist es, obwohl doch so klein, eine Zweinutzungsrasse. Die Kuh gibt für ihre Größe eine Menge Milch, das Fleisch ist hervorragend. Dabei sind diese Rinder einfach in der Haltung und winterhart.

Aber leider sind sie auch sehr teuer im Erwerb.

LG
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Beitrag#18von karinenhof » Dienstag 14. Dezember 2010, 13:51

hallo und herzlich willkommen hier.
Du merkst schon, viele Ideen und viele Antworten.

Sei doch so lieb und eröffne zu konkreten Fragen einfach ein neues Thema. Dann bleibt dies hier bei der Vorstellung.

Bildle Grüße von Karin vom Karinenhof im Havelland, die mit 4000 qm angefangen hat
***********************************************************************
Bei uns halten Soay Schafe die Wiese kurz. Sie sind auch zu finden unter http://www.karinenhof.de
Nutztier- Arche Karinenhof, Hof Nr. 81
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Re: Brenda stellt sich vor...

Beitrag#19von BayrischerFeenhof » Sonntag 22. September 2013, 16:51

Hallo
Also Dexter sind wirklich optimal für Selbstversorger dennoch wird für kein Rind egal welche Rasse der Garten allein ausreichen um dauerhaft satt zu werden... bei Interesse an Dexter - Zwergrindern schau doch mal auf meiner Homepage www.bayrischer-feenhof.de vorbei da gibt es sowohl allgemeine Informationen zu der tollen Rasse als auch spezielle Infos zu meinen Tieren!
LG
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Re:

Beitrag#20von Claudia » Sonntag 22. September 2013, 17:35

Frankenvieh hat geschrieben:Stutenmilchproduktion ist schwierig, fohlen darf nicht saugen, Mutter und Kind müssen sich aber sehen, sonst gibt Mama keine Milch. Jedes Jahr ein Fohlen? Wohin damit? Eigentlich ja 2 weil 2 stuten. Shetlandponys geben prozentual auf's Körpergewicht gerechnet neben den Kaltblütern die meiste Milch.

stutenmilch kann nicht verkäst werden, da das Kasein fehlt, auch ist sie sehr Fettarm, hat viel Laktose uns schmeckt wässrig,süsslich.

Die Mongolen vergären die, wobei der Zucker in alkohol verwandelt wird. Auch wird allerlei Kosmetika hergestellt oder als Trinkkur bei Neurodermitis...

Schau hier: www.haflinger-in-meura.de Stutenmilch großproduktion. ich frage mich nur was die mit den Ganzen Fohlen machen? Italien oder Frankreich?


Ich habe das ein paar Jahre mit der Stutenmilch gemacht. Vom melken und Aufwand fand ich es wesentlich einfacher als meine Ziegen(käserei)
Es waren 2 Isländer und eine Konikstute(alle ohne Papiere), also recht genügsam, in Offenstall, bzw. Weidehaltung. Vom Offenstall war ein Abteil mit Gittern abtrennbar, So konnten die Fohlen auf Sichtkontakt abgetrennt werden. Je nach Laktationsphase reichte eine Stunde Trennung für ca 1/2- 1 liter Milch pro Stute. Der Melkstand war auch direkt dabei, dadurch gab es in der Lernphase der Stuten einen Milchflussreiz durch die Fohlen, später reichte es den Melkstand zu schließen und Futter reinzuschütten : )

Gemolken wurde frühestens mit einem Fohlenalter von 4 Wochen, meist später.
Das hab ich pro Stute 2-3 mal Pro Tag gemacht, je nach Alter der Fohlen mit Nuckelpause für die Fohlis oder hintereinander. Das schöne beim Pferde melken ist, das man zeitlich keinen festen Rhythmus hat, man kann es einen Tag lassen (Sonntags frei!), später anfangen, früher anfangen - völlig egal. Zeitgeber ist das abtrennen.

Da man Stutenmilch gefroren verkaufen darf, ist man auch nicht so stark an ein Verfallsdatum gebunden, wie bei Käse(Frischkäse etc) das nimmt etwas den Verkaufsdruck.
Käsen lässt sich Stutenmilch nicht, ich habe 33% Ziegenmilch beigemischt, das ging hervorragend, war aber ein etwas anderer Käseprozess mit anderen Kultur und Labzugaben als Ziege.

Kefir ließ sich recht leicht mit einem Kefirpilz herstellen, dann schmeckte sie auch säuerlicher und nicht mehr so süß.
Hervorragend und einfach herzustellen ist Stutenmilchlikör, der auch neben dem Stutenmilchkäse, Kosmetika und Seife mein Hauptabsatz war. Für gefrorene Milch hatte ich ein paar Stammkunden und das reichte auch, mehr Milch hatte ich nicht.

Fohlenverkauf vom Absatzmarkt her, war nicht schwieriger als der anderer Jungtiere, nur Pferdeleute sind da doch recht anstrengend, was neben gesundheitlichen Problemen das K.O. Kriterium letzten Winter war. Schweinehaltung ist wesentlich einfach und weniger zeitintensiv.

Wer Pferde züchtet, für den wäre das ein guter Nebenverdienst - zu der Zucht- von daher wundert es mich, das es nicht mehr machen. Es gibt nur rund 30 Stutenmilch Betriebe in Deutschland, was ich wenig finde.
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