Faserzement-, Blech- oder Kunststoff-Dach?

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Beitrag#1von Christina » Sonntag 21. August 2011, 14:29

Wir nehmen für unsere Stalldächer immer Trapezbleche, weil wir da günstig ran kommen, sie sehr haltbar und leicht zu verarbeiten sind.
Nachteil ist, dass sie bei Regen sehr laut sind.

Viel Erfolg beim Bauen! :-)
Beste Grüße,
Christina

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Beitrag#2von Uwe » Sonntag 21. August 2011, 16:33

Moin,
schon aus Gewichtsgründen fallen Faserzementplatten für mich weg. Der Trend geht in Richtung Trapezbleche: einfach ver-/bearbeitet, leicht, in verschiedenen Maßen und Farben erhältlich, ggf. problemlos zu entsorgen.
Nachteil: Außer laut bei Regen und Hagel - eigentlich keine!
Wir haben einige m² auf unserer Scheune, uns stört das nicht wenn es einmal etwas scheppert ... :twisted:
Gruß aus der Wesermarsch ...
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Beitrag#3von Uwe » Sonntag 21. August 2011, 21:02

Noch ein Nachklapp:
Kunsstoffplatten sind nicht unbedingt UV-beständig, d.h. das die altern und brüchig/spröde werden. Bleiben eigentlich nur Trapezbleche aus Metall :twisted:
Gruß aus der Wesermarsch ...
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Beitrag#4von klosterbauer » Sonntag 21. August 2011, 22:54

Ahoi

Trapezbleche gibt es für die Landwirtschaft (sicher auch für andere) zum Sonderpreis beim Hersteller, mit leichten Farbfehlern, aber wen stört das schon. Je nach Bau des Unterstandes bildet sich jedoch Kondenswasser

Darum habe ich für den neuen Stall denn auch rote Kunststoffplatten genommen (Faserzement kommt ja heute auch ohne Asbest aus). Funktionieren bei mir prima ... Insofern ging bei mir der Trend weg vom Blech, aber das soll jeder für sich entscheiden. Beides hat seine Vor- und Nachteile.

Es grüßt aus dem Bergischen

Peter
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Beitrag#5von Christina » Montag 22. August 2011, 07:50

Hallo Peter,

das Problem hat man sicher bei etwas geschlosseneren Konstruktionen, wo sich unter dem Blech die (feucht-)warme Innenluft fängt?

Bei uns sind die Dächer alle seitlich offen, so dass der Wind durch streichen kann (Windschutz gibt es nur unten). Da konnte ich das noch nicht feststellen.

Rein physikalisch hat man Tauwasser bei Trapezblechen allerdings tatsächlich schneller, weil sie sehr wärmeleitfähig sind.

Beste Grüße,
Christina


PS: Hier seht Ihr unsere Konstruktion (noch nicht ganz fertig). Die hinteren Platten sind oben extra etwas kürzer, damit der Wind durch kann.
Hat auch den Vorteil, dass bei Wind von vorne die Hütte nicht so leicht abhebt. (Was sie eh nie tun wird, aber das sind die wahnwitzigen Gedankengänge eines Zimmerermeisters und seiner Bauingenieurtochter, die sich dan dem Ding verewigt haben! ;-) ).

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Beitrag#6von karinenhof » Montag 22. August 2011, 10:10

hallo,
Trapezbläche scheinen immr zu schwitzen. Jedenfalls bei uns auch dort, wo genügend Wind und Luft durchstreichen kann.

Wir haben bei den Unterständen Kunststoffplatten verbaut. Leider waren wir mit den Schrauben etwas großzügig. Ein Teil der Platten wurden durch Starkwinde zerlegt. Inzwischen zieren teilweise dünne Baumstämmchen die Dächer. Diese sind nun auch sicher gegen Wind.

Wir haben Kuststoff genommen, weil wir unsere Tiere nur im Stall fangen können. Und für Klauenpflege und Herdbuchaufnahme ist viel Licht einfach mal gut.

Bildle Grüße von Karin aus dem Havelland
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Beitrag#7von klosterbauer » Dienstag 23. August 2011, 09:27

Ahoi - sieht schick aus, Christina.

Das Schwitzen verhindern üblicherweise die wärmegedämmten Trapezbleche, aber die sind um einiges schwerer. ...
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Beitrag#8von Christina » Mittwoch 24. August 2011, 10:32

Danke :-)

Meine Trapezbleche sind von unten mit einem dünnen Gewebe belegt. Vielleicht ist es deshalb nicht so schlimm?? Habt ihr die blanken oder belegten??

Gruß, Christina
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Beitrag#9von karinenhof » Mittwoch 24. August 2011, 14:32

wir haben keine gedämmten und auch kein Gewebe dran.

Bildle Grüße von Karin aus dem Havelland, bei der immer gut Wind geht
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Beitrag#10von härtsfelder » Mittwoch 24. August 2011, 19:42

Hallo,
wir haben nur Trapezblech. Unten drunter ist mit 20mm Holz verschalt (einfach sägerauhe Bretter), bei den Ställen dann Dachpappe (9 Euro die Rolle, 10qm) dann Lattung quer und Konterlattung drauf, schließlich das Blech. Mit Schwitzwasser etc. gab es noch nie Probleme, auch wird es im Sommer nicht ganz so heiß drunter.
Gruß
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Beitrag#11von Conny » Donnerstag 25. August 2011, 15:35

Hallo,

auch wir haben die Scheune und den nun im Neuaufbau befindlichen Pferdestall/Offenstall mit Trapezblechen eingedeckt, ohne Dämmung oder anderen Schnickschnack. Der evt. Lärm bei Regen/Hagel macht den Tieren nichts aus, haben sich wohl daran gewöhnt. Die mitgelieferten Styroporstreifen zum Abdichten der Ränder des Daches haben wir bei der Scheune weggelassen, damit das frische Heu und Stroh gut restaustrocknen kann. Mit den Trapezblechen kann man gut zu Zweit ein großes Dach eindecken, da doch relativ leicht. Mit Schrauben und Konterlattung sollte man aber nicht sparen, eben weil es so leicht ist und immer zielgenau die Lattung treffen, sonst hat man wieder schnell ein undichtes Dach.

LG
Conny
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