Cheeps Inn der Arche am Südermoor

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Re: Cheeps Inn der Arche am Südermoor

Beitrag#26von schnuckened » Donnerstag 24. Oktober 2013, 07:06

ok, gestern hätte ich noch sofortigen baustopp und rückbau gefordert. im prinzip solltest du das immer noch tun, das wirst du aber sicher nicht. schade, du schriebst mal, dir fertigt ein zimmermann den bau, hm! gern wüsste ich mal, was uwe als mod. hier zu dem teil sagt. du fragst aber direkt. also lege ich mal los!

so wie sich der bau hier präsentiert, verstößt der gegen alle baurelevanten dinge, bauphysik, statik, tragwerksplanung. (statisch) konstruktive hölzer sind nicht nur zur zierde da, die müssen ihren zweck auch erfüllen!
1. schwellen. so wie sie aussehen sind die nicht aus lärche/douglasie. du hast bald eine mistmatte im stall. bei mittlerem kontakt zur schwelle ist die dir in 3 jahren so angefault, das ganze bauwerk knickt dir zusammen! du hättest sicherheitshalber einen sockel von mind. 40 cm herstellen müssen, dadrauf die schwelle! nun lebst du ständig in sorge darum!
2. statik, die hölzer der pfetten sind zu schwach! das kannst du mit ausreichen kopfbändern egalisieren. die fehlen komplett! der nachträgliche einbau ist zwar irgendwie machbar, aber warum sind die nicht vorweg zimmermannsmäßig eingebunden? kopfbänder müssen druck und zugkräfte aufnehmen, den knick zwischen stiel (pfosten) und pfette bezeichnet man als gelenk, was ständigen bewegungen ausgesetzt ist! das hält eine verschraubung der kopfbänder auf dauer nicht aus. neuerdings gibt es zulassungen für spezielle schrauben, das halte ich aber als kokulorus und irreführung der metallindustrie! mit dieser notlösung musst du nun dauerhaft leben!
3.längs- und qerverband. das sind dinge, die mit der quersteifigkeit bei hohen belastungen wie sturm, schlimmer noch schneesturm besonders wirken. das dach ist ja noch nicht drauf, aber streben, kopfbänder und windrispenbänder sind keine erfindung von ungefähr.
so, erst mal, mehr ist an dem bau noch nicht zu sehen. ich meine marcell, noch ist nicht alle tage abend und polen nicht verloren! ich liebe metaphern!
aber der anfang ist hundsmieserabel, ich kann das leider nicht anders umschreiben! ich könnte dir nun lösungsvorschläge anbieten. wenn du meine hilfe annehmen möchtest, dann melde dich wieder. so lassen kannst du es auf keinen fall!

grüße

ed
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Re: Cheeps Inn der Arche am Südermoor

Beitrag#27von Uwe » Donnerstag 24. Oktober 2013, 11:33

... da stimme ich dem Ed vollkommen zu! Das ist keine Handwerkerarbeit, die schlimmsten Sünden hat Ed dargestellt!
Das sieht doch eher nach einem in sich labilen Provisorium aus, SO kann das nicht bleiben.
Ist zwar erst der "Rohbau", schon klar, aber ...!

Hier im Forum gibt es Baufachleute die da nötig ran müssen ...
Gruß aus der Wesermarsch ...
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Re: Cheeps Inn der Arche am Südermoor

Beitrag#28von Deichwolf » Donnerstag 24. Oktober 2013, 19:40

Öhm wie bitte ? Ich glaub ich bin hier im falschen Film. Was bildet ihr zwei euch überhaupt ein? Dieses Projekt ist noch lange lange nicht fertig. Ich habe nirgendwo geschrieben das ich mir den Bau von einem Zimmermann errichten lasse, lediglich die Bauzeichnungen inkl. Details wie Eckverbindungen im Fertigzustand wurden von zwei Fachleuten begutachtet und entsprechend geändert. Und genau so wird der Stall gebaut. Eure Kommentare wie keine Handwerkerarbeit und ähnliches aus der Ferne könnt ihr euch echt sparen für wen zum Geier haltet ihr euch? Auch ich habe einen Gesellenbrief aus dem Holzgewerbe und damit meine ich nicht Parkettleger.Mir meine Fähigkeiten abzusprechen ist ja wohl die Höhe.
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Re: Cheeps Inn der Arche am Südermoor

Beitrag#29von Uwe » Donnerstag 24. Oktober 2013, 19:56

Und warum stellst Du das dann hier zur Diskussion (@ Ed ??? Mach mal....) wenn Du keine Reaktionen willst??
Ich werde das Thema dann nicht weiter verfolgen, dachte ich doch ich könnte etwas lernen.
Gutes Gelingen ...
Gruß aus der Wesermarsch ...
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Re: Cheeps Inn der Arche am Südermoor

Beitrag#30von Christina » Donnerstag 24. Oktober 2013, 22:56

Schon die Alten haben für ihre Schwelle im Fachwerk einen ordentlichen Steinsockel gebaut! Was muss trotzdem bei den alten Fachwerkhäusern als erstes ausgetauscht werden? Als Fachmann wirst Du es wissen. Das sind die unteren Hölzer, die zu viel Feuchtigkeit abbekommen haben.
Ich will gar nicht bewerten, was oben drüber bei Deinem Stall kommt, weil es eben noch nicht fertig ist. Mit dieser tiefen Schwelle wirst Du allerdings nur sehr kurz Freude haben und Du tust gut daran, jetzt über Deinen Schatten zu springen und das Ding noch höher zu setzen.

Sonst baust Du in drei Jahren neu!

Wir bauen unsere großen Ställe auch mit Einzelfundamenten, einfach aus Kostengründen. Die Einzelfundamente schauen dann einen umgedrehten Eimer hoch aus dem Boden raus. Unter der Schwelle buddeln wir entweder hochkant Kantsteine oder Waschbetonplatten ein, oder da liegt ein dicker Bordstein. So haben wir lange etwas vom Stall mit seiner Schwelle und unten ist er trotzdem abgeschlossen.
Beste Grüße,
Christina

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Re: Cheeps Inn der Arche am Südermoor

Beitrag#31von schnuckened » Freitag 25. Oktober 2013, 06:51

Deichwolf hat geschrieben:
schnuckened hat geschrieben:hat das teil auch eine getützte mittelpfette, oder wie trägst du die dachlasten ab? dachbinder?

grüße

ed

Ne das umgehe ich mit Sparren alle 60 cm. Sparrendimension 60x120.Gescheites Windrispenband diagonal und die Querverlattung alle 50 cm. Sollte halten, sagt mein Zimmermann.



hier fing der empfohlene baupfusch an!

dagegen empfehle ich, dieses thema zu schließen, bevor es noch abstrusere ausmaße annimmt! niemand will dir böses, aber dir und deinem team fehlt für solche arbeiten offensichtlich die grundlage!
ich will auch darauf hinweisen, dass es auch von der ferne aus mühe und engagement braucht, um solche ding zu beurteilen und anschließend zu bewerten. angebotene hilfe abzuschlagen ist für den helfenden auch nicht schön, besonders, wenn es in deiner form geschieht. es tut weh!

ich wünsch dir glück marcell, die baufehler werden sich erst später rechen, wenn wir uns lange aus dem sinn verloren haben!

grüße

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Re: Cheeps Inn der Arche am Südermoor

Beitrag#32von mangalitza » Freitag 25. Oktober 2013, 09:42

Ich finde es bedauerlich, dass in dieser Art - man kann auf Fehler auch in freundlicherem Ton hinweisen - auf jemanden herumhackt, der Teilbauabschnitte in unser Forum stellt. Wer das liest, wird bestimmt keine Bauabschnitte mehr ins Forum stellen! Schade, schade, schade!
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Re: Cheeps Inn der Arche am Südermoor

Beitrag#33von Christina » Freitag 25. Oktober 2013, 12:09

Wir bauen morgen an unserem Stall weiter. Ich kann dann Fotos machen und hier einstellen, um zu verdeutlichen, wie ich das mit der Schwelle, den Einzelfundamenten und dem unteren Abschluss meine. Kritik an den eigenen Projekten ist immer unangenehm und der Ton hier vielleicht etwas harsch, aber Fakt ist, dass dieser Stall hier so langfristig keine Freude machen wird. Jetzt ist noch Zeit!

PS: Wir diskutieren bei unserem Bau auch immer mit mehreren Fachleuten teilweise im lauten Ton (wie es in Familien bei Meinungsverschiedenheiten nun mal laufen kann) über die Umsetzung. Meine Erfahrung ist aber, dass ich mir den Gegenwind gut anhören muss, um letztendlich eine wirklich gute Lösung zu finden.... Auch wenn ich von Natur aus lieber immer Recht hätte (wie die anderen auch in meiner Familie) ....
Beste Grüße,
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Re: Cheeps Inn der Arche am Südermoor

Beitrag#34von Dine » Freitag 25. Oktober 2013, 12:32

Ich würde mich auch freuen, wenn sich die Gemüter hier wieder etwas beruhigen würden und wir zu einer freundlichen und fachlichen Diskussion zurück kehren könnten. :aufgeben:

Ich für meinen Teil gebe sofort zu, noch nie einen Stall komplett neu gebaut zu haben. Ich habe damals beim Einzug auf dem Hof "nur" den alten Kälberstall in einen Offenstall für die Pferde umgebaut und das war recht schnell und einfach erledigt. Das musste ich mir aber keine großen Gedanken über Statik oder Bodengestaltung machen - in meinem Fall war sie schon gegeben.

Daher haben wir bei diesem Neubau ja auch 3 (!) Fachleute (alles Zimmermänner mit Erfahrung auch im Bauen von Ställen) befragt und die Bauzeichnungen korrigieren und absegnen lassen. Das letzte Mal am Tag, als wir die Balken für die Dachkonstruktion geholt haben. Also vor 3-4 Tagen. Daher bin auch ich sehr... überrascht mich jetzt mit massiven Vokabeln wie "Baupfusch" konfrontiert zu sehen.

Dennoch würde ich mich über euer Engagement und Hilfestellung weiterhin freuen. Auch wenn ich mich schwer tue einiges so nachzuvollziehen, höre ich gern andere Meinungen um mich weiter damit zu beschäftigen.

@Christina: ich wäre dir wegen der Bilder dankbar. Man kann Dinge 10 mal erklären, oder 1 mal zeigen... :boys_0291:

Danke schonmal... :air_kiss:
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Re: Cheeps Inn der Arche am Südermoor

Beitrag#35von mangalitza » Freitag 25. Oktober 2013, 13:05

@Christina

das ist eben der Unterschied zwischen einem Zwiegespräch und Forenbeiträgen; wenn ich mit Leuten "streite", sehe ich auch deren Mimik und weiß diese zu deuten; im Forum steht dann knallhart alles hundsmiserabel und Ähnliches; daher finde ich es besser -auch wenn es von der Sache her richtig sein mag- ein anderes, verbindlicheres Vokabular zu benutzen.
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Re: Cheeps Inn der Arche am Südermoor

Beitrag#36von Christina » Freitag 25. Oktober 2013, 13:08

Michael, das stimmt natürlich und ich denke, die Herren werden sich nun wieder "einkriegen".
Beste Grüße,
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Re: Cheeps Inn der Arche am Südermoor

Beitrag#37von Herwig » Freitag 25. Oktober 2013, 15:10

Ich finde auch das es sachlicher sein könnte, auf beiden Seiten.
Darum bitte ich um Verständnis für beide Seiten, ich kann gut verstehen, wie das ist, wenn man stolz und geschlaucht seine Tagesarbeit präsentiert und dann jemand sagt: Alles hundmiserabel, am Besten alles wieder abbauen.
Auf der anderen Seite, muss ich mit Kritik natürlich rechnen, wenn ich die Meinung anderer einfordere und nicht gleich Besserwisserei voraussetzen.

Wenn ich Fachmann bin, etwas sehe was unzureichend ist, muss ich allerdings auch etwas sensibeler und vorsichtiger in der Wortwahl sein. Um andere nicht zu verletzen. Denn auch unztureichendes macht viel Mühe. Angebrachtere Sätze wären: Wie willst du weiter vorgehen? Hast du bedacht dass es Probleme mit ...geben könnte? Ich würde dich gerne vor einem Fehler bewahren!

Holt bitte noch einmal tief Luft und bleibt im Dialog, ihr steht doch alle voll im Leben!!
Jetzt sollte niemand mehr auf die Kritik des anderen mimosenmäßig einen Rückzieher machen.
Jeder darf seine Meinung sagen! Aber bitte vorsichtig, ihr habt alle ein wenig "gepoltert" in euren Äußerungen.
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Re: Cheeps Inn der Arche am Südermoor

Beitrag#38von Deichwolf » Freitag 25. Oktober 2013, 17:52

Hy @ all, nö also einen Rückzieher mache ich nicht. Wenn man meine vorherigen Postings genauer gelesen hätte wüsste man z.B. auch warum ich eben nicht ganz schick nen Ringfundament geschüttet und mit einer Lage Kellerwandsteine/Schalungssteine begonnen habe. Der Dachüberstand ist je Seite groß genug definiert das kein bzw wenig Regen in den Bereich der Schwellen kommt.Erdfeuchte zieht nicht da NACH Fertigstellung das Niveau innen und aussen viel tiefer liegt. Des weiteren bekommen diese eine ich nenne es mal Schutzblech aus VA gegen Stroh von innen und als durchwühlschutz von aussen.Je nach Wetterlage werde ich übers WE weiterbauen und weitere Bilder einstellen, vielleicht gits dann ja den aha Effekt.
@ Ed vielleicht solltest du deine Zitierten, älteren Darstellungen, gegen die jüngeren tauschen in denen ganz klar steht das ich eine Mittelpfette einbaue , guckst du hier:

OK also da geh ich dann lieber auf Nummer sicher und baue dann ne Mittelpfette ein.
Dann aber der Panzertest.
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Re: Cheeps Inn der Arche am Südermoor

Beitrag#39von Jaegertom » Freitag 25. Oktober 2013, 18:37

Na so schlecht sieht die Konstruktion nicht aus.
Mit Sicherheit kommen noch Querstreben rein, 6m Spannweite ist möglich, dann sollten es schon im 0,5m Abstand 8x22 Hölzer sein. Bei kleineren Hölzern unbedingt Mittelpfette.
Allerdings ist der Gedanke mit den Bodenhölzern nicht ganz falsch, trotz Blechen wird da Mistwasser sich stauen, die hätte ich eventuell auch höher gesetzt und nur die Stehbalken auf Pfostenträger aufmontiert.
Hatte leider auch schon viel Ärger mit faulenden Bodenhölzern, weil wenn langer Winter die Mistmatratze schnell mal auf 50 bis 70 cm anwächst und selbst wenn der Dung nicht direkt rankommt gibts Staunässe.
Was ich nicht verstehen kann ist die Aufregung.
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Re: Cheeps Inn der Arche am Südermoor

Beitrag#40von schnuckened » Samstag 26. Oktober 2013, 20:08

mein ton wird und darf hier nicht leiser werden, wenn ich schon vom BAUHEEREN!!! gefragt werde, so lange ich nicht erkennen kann, dass das bauwerk in konstruktiv und statisch einwandfreiem zustand gefertigt wird! dass es auf dem bau öfres mal laut wird, ist der tatsache geschuldet, dass eine mangelhafte bauweise zu unabsehbaren folgeschäden führt. der uneinsichtige wird nicht auf ein leises bitten reagieren, egal ob er deichwolf oder anders heißt. diesen ton in ich gewohnt, wenn es laut wird werde ich lauter wenn es not tut. das ist hier der fall. marcell und ich kennen uns nicht, darum sind wir uns auch nicht böse oder sonst irgend etwas. wichtig ist, dass am ende etwas gutes entsteht, das wollen wir beide.
ich bin seit über 33 jahren am bau beschäftigt, seit fast 20 jahren zimmerermeister und führe seit 15 jahren nen zimmereibetrieb. ich habe viel gesehen und erlebt. der bau hier ist wirklich nicht das schlimmste. das ist aber auch ein knackpunkt, die baufehler (mit pfusch habe ich lediglich das besagte fehlen der mittelpfette gemeint, ein schrecklicher fehler, ziehe ich 3 angeblich versierte zimmermänner in betracht) müssen nun mit bedacht egalisiert werden, das ist möglich! den schritt das zu wollen muss marcell tun und dann auch umsetzen, wie er es mit der mittelpfette ja auch schon gemacht hat! sonst nützt die aufregung wirklich nichts.

grüße

ed

ach noch ein ps, es tut auch not, sich über die fachbegriffe zu informieren. jägertom bpw. sprach von querstreben, deichwolf von den ersten balken. alles falsch! keiner weiß, wovon geredet wird! ich wusste z.b. nicht, als deichwolf mit der balkenlage anfing, in welchem bauzustand sich der bau befindet. ( balkenlage= erste deckenlage) hätte er in diesem moment von "schwellen" (richtig) geredet, hätte ich einschreiten können und die hinweise, die ich später gab früher ansetzen können. jetzt könnte deichwolf den schaden noch abwenden! hinterher war es aber zu spät, das bauwerk steht teilweise. der baufehler ist da. michael, man muss sich nicht wundern, wenn es laut wird! denn es geht auch um kosten, da hört jegliche freundschaft auf! auch eine erfahrung aus 30 jahren bautätigkeit!
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Re: Cheeps Inn der Arche am Südermoor

Beitrag#41von Christina » Sonntag 27. Oktober 2013, 10:14

Ich hab Dines Arbeitsauftrag mit den Fotos genutzt, um auf unserer Seite gleich einen Bericht zu schreiben. Verzeiht mir, dass ich es mir leicht mache und den hier einfach verlinke. Sobald der Kantstein gesetzt ist, mache ich noch einmal neue Fotos.
Natürlich ist die Kontruktion hier anders als für einen Schafstall, weil die Anforderungen anders sind. Aber ich denke, man sieht schön, wie man das Holz aus dem Boden bekommt.
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Das Gelände abzutragen, wie Ihr es vorhabt, ist natürlich auch eine Möglichkeit. Da wir hier im / am Moorgebiet leben, baue ich grundsätzlich lieber höher. Ich freue mich über jeden cm, den wir aus dem Boden raus kommen. Beim Bodenabtrag hätte ich Sorge, eine Matschlunke zu schaffen.
Der Unterstand hier steht auf dem Stück der Weide, das am trockensten ist. Zudem wird durch die Spaltböden und die Sandeinbringung noch weiter erhöht.
Beste Grüße,
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Re: Cheeps Inn der Arche am Südermoor

Beitrag#42von Deichwolf » Sonntag 27. Oktober 2013, 20:07

Wow schöner Stall aber wohl auch sch... teuer?! Mit den uns zur Verfügung stehenden, auch finanziell gesehen, Mitteln denke ich mal werde ich unseren Stall auch solide und schick hinbekommen.Heute wurds an Mittag so Stürmisch ca 10 Bft. das ich die Arbeiten eingestellt habe. Bilder mache ich morgen und ich denke mal das selbst Ed nun nichts mehr zu meckern hat . :prost23:
Welchen Bodenbelag würdet ihr empfehlen ? Nochmals der Stall ist nur zum Ablammen gedacht und nicht zum permanenten aufenthalt.
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Re: Cheeps Inn der Arche am Südermoor

Beitrag#43von Deichwolf » Sonntag 27. Oktober 2013, 21:12

@Jägertom
Wer Zeit hat, kann bestimmt gerne hin und ihm mit TAT und Rat helfen.


Wer uns mal besuchen möchte, darf dies auch gern ohne Arbeitsdienste verrichten zu müssen. :smileyvieh: :air_kiss:

@Christina: Vielen Dank für die Bilder! :yes4:
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Re: Cheeps Inn der Arche am Südermoor

Beitrag#44von schnuckened » Sonntag 27. Oktober 2013, 22:26

ach deichwolf, ich will doch gar nicht meckern. schau dir christinas blder ganz genau an und vergleich mit deiner arbeit. sie ist nicht teurer als deine, denn ds bischen holz mehr macht den braten nicht unbedingt fetter! bei christina ist es halt nur fachgerecht dimensioniert und verbaut, eine ganz klasse zimmermannsarbeit. :smileyvieh: ich hoffe, deins wird es auch und kehrt sich nicht irgendwann als kostenfaktor um!

bei dem vorhaben mit der blechummantelten schwelle musst du die stöße mindestens mit nem dauerhaften kleber(meine empfehlung ponal 700 PL, ich muss morgen noch mal schauen, ob die bezeichnung stimmt) verkleben, denn die kapilarwirkung muss unbedingt unterbunden werden. versteckte staunässe bekommst du sonst nicht in den griff!

verrate doch mal bitte, wie du die verstrebungen hin bekommen willst, stumpf eingeschnitten und nagelplattenverbinder? könntest du dir sparen...aber du bist chef...

christina, noch einmal, tolle solide arbeit, ich bin wirklich begeistert. danke für die sehr gut beschriebenen bilder, sehr schönes anschauungsmaterial! übrigens kommt es nicht darauf an, was in den stall hinein kommt. die lastannahmen beruhen auf andere faktoren, schnee, wind (druck und sog!) verkehrslast, eigenlasten in bezug auf die baugröße.

grüße

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Re: Cheeps Inn der Arche am Südermoor

Beitrag#45von Christina » Montag 28. Oktober 2013, 00:30

Ich muss fairer Weise gestehen, dass hier eine Bauingenieurin und ein Zimmerermeister am Werk waren.
ABER: Auch wir machen Fehler! Bei all dem schlauen Geplane und Getüftel (was wir nicht alles bedacht haben...), haben wir das Grundlegendste vergessen: Als oben die Bleche aufs Dach kamen, haben wir uns gewundert, warum sie nicht ordentlich gepasst haben. Da ist uns aufgegangen, dass wir bei all den Überlegungen wie wir am besten die Fundamente unter das Holz bekommen, das wir zuerst aufgestellt hatten) vollkommen vergessen hatten, den Stall auszuwinkeln!!!! Mit Wasserwaage ja, er steht auch absolut eben, aber die Ecken sind halt nicht 90°! Ich hab fast lachend auf dem Boden gelegen, dass uns sowas passieren konnte! :boys_lol:
Papa hätte den Stall am liebsten wieder abgerissen, aber ich fand das richtig sympathisch. Das gibt dem Stall doch eine sehr besondere, menschliche Note.

Die Kosten hielten sich einigermaßen im Rahmen. Erstens bauen wir den Stall ja in Etappen und dann haben wir immer wieder günstige Hölzer gekauft, die im Betrieb über waren. Die Bleche waren auch relativ günstig, weil wir uns da an eine Großbestellung für einen anderen Bau rangehängt haben. Aber bei 2.500 Euro sind wir wohl doch angelangt.

PS: Achja, die Bodenbefestigung. Ich stehe ja auch die Spaltböden, die überall aus den Schweineställen raus müssen. Damit hat man schnell große Flächen fertig und wo die liegen, da liegen die auch!
Beste Grüße,
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Re: Cheeps Inn der Arche am Südermoor

Beitrag#46von Herwig » Montag 28. Oktober 2013, 07:51

Achtung, Vorsicht bei gebrauchten Spaltenböden aus der Agrarindustrie!!
Unbedingt vorher sorgfältig desinfizieren geht bestimmt gut mit einer Chlorbrühe aus Disifin animal Desinfektions Tabs.
Spalten aus Ställen die schon 3 Jahre leer waren vor dem Abriss sind nicht so dramatisch. Ansonsten kann man nicht schlecht staunen, was man sich da so an resistenten Keimen in den Stall und auf den Hof holen kann.
Die Lösung in eine Gartenspritze füllen und die alten Spalten gut benetzen, vor dem Verladen und Transport nach Hause!!
Da seit ihr auf der sicheren Seite.
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Re: Cheeps Inn der Arche am Südermoor

Beitrag#47von Herwig » Montag 28. Oktober 2013, 07:54

Fällt mir noch ein Trick eines Bekannten ein.
Der holt kostenlos angebotene Waschbetonplatten ab. Diese verklebt er in zwei versetzten Schichten mit Flex Fliesenkleber zu einer zusammenhängenden Platte.
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Re: Cheeps Inn der Arche am Südermoor

Beitrag#48von schnuckened » Montag 28. Oktober 2013, 08:05

eine geschichte, christina, hätte ich dann doch noch zu "bemängeln", wie verhält sich das mit dem kondenswasser unter dem trapezblech? das müsstest du in den nächsten tagen, wenn der wind nachlässt und die sonne scheint am frühen morgen, ev. nach dem frost schön beobachten können! in meinem holzlager (der schuster und seine schuhe) fließt das wasser an diesen tagen, als regne es von unten nach oben. dem kann man nur mit einem ordnungsgemäßen unterdach begegnen, hier empfehle ich parafinierte DWD-platten. alle beschichtungen der bleche haben sich auf dauer nicht bewährt! anfangs tropft die nässe an den dachlatten ab, später werden letztere mürbe und saugen das wasser auf, sie verstocken und das dach verliert seine stabilität!

grüße

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Re: Cheeps Inn der Arche am Südermoor

Beitrag#49von Christina » Montag 28. Oktober 2013, 08:22

Die verklebten Wachbetonplatten sind eine gute Idee. Einfache Lagen sind bei Pferden nicht zu gebrauchen und auch die normalen Wege "befestige" ich derzeit lieber mit Rindenmulch, weil man da die Maulwurfschäden schneller beseitigt hat, als wenn man Pflasterung ausbessern muss.

Das Problem mit dem Kondenswasser kenne ich. Hab ich hier bisher nicht beobachtet, aber der Stall war ja auch seeehr luftig und steht etwas abseits meiner morgendlichen Runde, so dass ich das nicht unbedingt im Auge hatte. Ich werde die nächste Zeit mal drauf achten.
Beste Grüße,
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Re: Cheeps Inn der Arche am Südermoor

Beitrag#50von Deichwolf » Montag 28. Oktober 2013, 20:15

Oh man, neben der Fertigstellung des Stalls muss ich nun auch noch: Rauhfutterständer der Pferde und eine Heuraufe der Schafe neu bauen. Heuraufe in Trümmern auf unserer Koppel (Gewicht vorher ca 30 Kg) Futterständer hats zerlegt, liegt im Nachbarsgarten. Tja Sturmtief Christian ist schuld. Pergoladach erneuern und Brennholz satt von umgestürtzten Bümen (ca 15 Stück, uralte Eichen 1,5 Meter Stammdurchmesser) hats so mit Wurzel umgehauen. Gerade rücken die Kameraden des THW´s wieder ab, netterweise hat man uns eine 220 KVA Netzersatzanlage hergebracht (kurzer Dienstweg) unsere Bauern mussten ja melken. Mittlerweile gints wieder normalen Netzstrom. Windgeschwindigkeiten von 153 Km/H hatten wir.
Nur mein Schafstall rührt sich nicht, wohl doch solide Handwerksarbeit....
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