VIEHzählung

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VIEHzählung

Beitrag#1von Herwig » Samstag 10. Mai 2014, 14:16

Unsere Viehzählung ist abgeschlossen und ausgewertet.
Die Ergebnisse sind eher beunruhigend. Der Gesamt-Viehbestand in den Archen ist zurückgegangen, obwohl wir mehr Betriebe haben als im Vorjahr.
Besonders auffällig ist der enorme Einbruch bei den Herdbuchtieren und da insbesondere bei den Schafen.
Nun kann man spekulieren woran es liegt... vielleicht auch analysieren?
Einige Betriebe haben umgestellt auf Kamerun Schafe, die werden von uns nicht gezählt...
Weiter haben Betriebe Schafbestände reduziert, wegen der schlechten Wollpreise und Fleischpreise.
Ein nicht unerheblicher Teil der Betriebe hat jedoch die Kopfzahl reduziert bzw. die Haltung aufgegeben, wegen der drohenden Gefahr der "neuen Raubtiere".

Ein interessanter Diskussionsanstoß.

Alle Statistiken und Zahlen sind, wie immer von Michael Becker, Nutztier-Arche Kastanienhof, aufgearbeite worden. Dafür wirklich herzlichen Dank lieber Michael, die Arbeit kann manch einer nicht nachvollziehen.

Bitte schaut euch die Ergebnisse hier einmal an, vielleicht hat jemand eine Idee dazu, wo kann man ansetzen, um diesem Trend entgegen zu wirken??
Präsentation der Viehzählung
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Re: VIEHzählung

Beitrag#2von Jaegertom » Samstag 10. Mai 2014, 23:39

Eine traurige Bestätigung meiner Warnungen und Befürchtungen.
Durch viele Kontakte weiß ich von aufgebenden Haltern speziel weil sie ihre Tiere nicht den Raubtieren zum Fraß vorwerfen wollen.
Und es sind beileibe nicht alle, da viele Kleinhalter die nirgends erfasst sind bereits aufgegeben haben.
Lohnt sich das neue Raubtier nun wirklich?
Es wird noch ins Gegenteil umschlagen, die Menschen werden die Ängste nicht so einfach fallen lassen weil die Lügenmärchen vom Händeklatschen, laut rufen und vertreiben langsam nicht mehr greifen werden.
Waren unsere Vorfahren vor 150 bis 200 Jahren wirklich so dumm?
Ich glaube nicht.
Als Nutztierhalter sollten wir uns solidarisch mit den betroffenen Haltern stellen und nicht noch die Biodiversität herbeirufen, die anderen den Garaus macht.
Das wäre auch zu überlegen.
Vor allem die Präventationskosten können sich viele schlicht nicht leisten.
Die Halter werden im Regen stehen gelassen.
Was nützen Zäune mit Flatterbändern die man ausleihen kann und wieder zurückgeben muss.
Für diesen Ertrag von 3-5 Schafen im Jahr pro Kleinhalter rechne sich dieser Aufwand gar nicht mehr. Und das sind die wirklichen Landschaftspfleger.
Ergo wird wieder der Traktor mit Mulcher aktiviert und so wird em Ärger aus dem Wege gegangen.
Die Leute haben keine Lust auf Ärger, sie beenden stillschweigend die Haltung. Und das wird dann nirgends erfasst.
In ein paar Artikeln der Zeitungen über Wolfsrisse war doch deutlich zu lesen, dass bei weiteren Vorfällen oder gar sofort aufgegeben wird. Nimmt das niemand ernst?
Zum Herdbuch fällt mir als wachsender Betrieb nur ein, dass aufgrund der Vielfalt die wir haben ein Herdbuch aus Kosten und Bürokratiegründen unmöglich wird.
Das mag bei Kleinhaltern mit wenigen Tieren einer oder zweier Rassen noch gehen, aber diese Kosten bekomme ich nicht mehr herein.
Gegessen wird ein Schaf auch ohne Herdbuch, ein Rind ebenfalls.
Wobei ich jedenfalls wegen der Abstammungsnachvollziehung gerne bei Herdbuchhaltern Zuchttiere kaufe.
Die besten Erfahrungen jedoch kommen bei Schafen und Ziegen leider von Tieren ohne Herdbuch.
Dann ist oft der Grund des Nichtaufnehmens ins Herdbuch der Fall, wenn nicht genügend Abstammung nachgewiesen wird.
Ebenfalls kann ich derzeit kein CAE Test aus Kostengründen tätigen, somit kann kein Tier auf einer Schau gekört werden, es ist eine Stallkörung fällig die dann
mit 40 bis 50 € pro Tier zu Buche schlägt anstatt mit 10 bis 15 bei einer Schau.
Bei annähernd 25-30 Jungböcken ist das nicht zumutbar. Wenns dann geschlachtet wird is es eh umsonst gewesen.
Unsere Landschaftspflegeziegen werden nicht so betüttelt wie so manche Kleinhalter im Ziegenzuchtverband das tätigen.
Sie werden auf Zähigkeit gezüchtet und nicht auf Gewicht.
Mir sind 3 kleine zähe Ziegen sehr viel lieber als eine große, die laufend Kraftfutter benötigt und das Euter auf dem Boden schleift.
Und die sind den Herdbuchrichtern dann nicht groß bzw gut genug.
Und trotzdem hole ich aus so einer kleinen Ziege am Tag bis 1 l Milch raus wenns sein muss OHNE Kraftfutter. Aber das zählt nicht.
Ebenfalls bei Rindern.
Wir sind bemüht, die kleinsten Hinterwälder wieder zu züchten. Wo die Kuh nicht mehr als 250-300kg wiegt, der Stier nicht mehr wie 500kg.
Das will doch keiner im Herdbuch haben!
Aber das sind genau die Rinder, die eine Familie halten kann.
Nur ist eben den Zuchtverbänden langsam nicht bewusst, wo die Ursprünge dieser Rassen lagen!
Ein sehr wichtiger Züchter, der Ambros Aichhorn aus Österreich schrieb einmal einen offenen Beschwerdebrief an den Österreichischen Schafzuchtverband und bemängelte, dass das ursprüngliche (Alpines Steinschaf) durch den Größenzuchtwahn zu stark verdrängt wird.
In Deutschland sind die Alpinen Steinschafe schon of zu groß im Gegensatz zu den Tieren, die Ambros züchtet.
Der hat die kleinen , ursprüngliche Zuchtlinie erhalten und wir sind froh und stolz, davon Tiere zu haben.
Dem Größenzuchtwahn sollte ein Ende gesetzt werden, wenn ich schon Blaue Belgier lese geht mir das Messer in der Hose auf.
Nicht die Tiere sind krank, weil ohne Kaiserschnitt nix mehr geht, nein die menschen, sie sowas züchten, einkreuzen, verspeisen, denen ist im Kopf eine Krankheit gewachsen.
Kurz Zusammengefasst : Aufwand gemessen in Zeit und Geld ist zu groß im Verhältnis des Ertrages durch Herdbuchtiere jedenfalls bei uns.
Michael, vielen Dank für deine unzahlbare Mühe, sehr schön gemacht. Danke.
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Re: VIEHzählung

Beitrag#3von Herwig » Sonntag 11. Mai 2014, 06:26

Man muss natürlich auch sehen, dass die Anzahl von Schafen, die nicht im Herdbuch verzeichnet sind, seit Beginn unserer Zählung kontinuierlich steigen.
In der Summe sind es zwar weniger Schafe geworden, jedoch nur die HB Tiere sind weniger geworden, andere Schafe wurden mehr.
Darum glaube ich, das der bürokratische und finanzielle Aufwand für die HB Tiere (natürlich neben den Raubtieren) ein Hauptgrund ist für die schwindenden Zahlen.
Wir müssen diesen Fragen genau nachgehen und nicht spekulativ werten, sondern nachfragen.

Ein Beispiel für statistische Tücken ist auch die Anzahl der Esel:
Es werden nicht etwa weniger Esel gehalten, sondern mehr als vorher. Ein Eselgestüt mit sehr vielen Eseln meldet unzuverlässig. Mal melden sie, mal nicht. Mit über 30 Großeseln hat das enorme Auswirkungen auf die Statistik, mit so einem Hintergrundwissen, liest sich das dann alles ganz anders...
Auch bei den Schafen ist das so, dass es eine Kündigungswelle der Soayzüchter gab, warum auch immer (angegebener Grund: Von der Auszeichnung als Nutztier-Arche haben wir nichts! Seltsamerweise gaben alle diesen Grund explizit an, also liegt hier der Verdacht nahe, das interveniert wurde. Man hat also das System nicht verstanden, es waren insgesamt 5 HB Züchter. Da kommt schon was zusammen!)
Es muss also dringend geschaut werden, woran es liegt.
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Re: VIEHzählung

Beitrag#4von Claudia » Sonntag 11. Mai 2014, 07:29

Ich sehe da auch eher die Tücken in der Statistik.
Wieviel Betriebe mit hohen Tierzahlen haben aufgegeben?
Wie hoch sind die Bestände der neu hinzukommenden?
Sind es insgesamt mehr kleinere Betriebe?
Sind mehr Rassen/Tiere hinzugekommen für die keine Herdbuchzucht existiert?
Wie zuverlässig sind die Meldungen der bestehenden Höfe?
Reduzieren einige Höfe aus Alters/Gesundheitsgründen ihren Tierbestand?

Auch ich gehöre zu den Leuten die Schaf und Ziegenhaltung mehr oder weniger aufgeben bzw aufgegeben haben. Ich werde vorläufig nicht mehr züchten, sondern mir Jungschafe bzw. Flaschenlämmer im Frühjahr holen, die den Sommer die Weide pflegen können und mit im Herbst/Winter Fleisch liefern. Auch wenn im Wolfsgebiet wohne, spielt dies keine Rolle für die Aufgabe, da habe ich mehr Bedenken wegen dem Fuchs.
Grund ist eine starke gesundheitliche Einschränkung, ich habe für mich beschlossen mich mehr auf die Rohwollverwertung/Wollvermarktung zu kümmern, als um die Zucht.
Das ist zeitlich unabhängiger und genauso wichtig für die Schafszucht.

In den letzten Jahren gab es auf dem Arbeitsmarkt eine Entwicklung, die es immer schwieriger macht nebenher Viehzucht zu betreiben. Viele Menschen brauchen mehrere Jobs um über die Runden zu kommen, die Erträge aus der Viehzucht sind dann bestenfalls kostendeckend für die meisten. Immer weniger machen das Vollzeit, weil es einfach zu unsicher ist. Waren früher die Arbeitsämter bei Langueitarbeitslosigkeit noch recht relaxed, werden heute gleich die Gelder gekürzt. Ich kenne einige die deshalb ihre Tiere aufgegeben haben.

Wenn das Budget knapp und die Zeit noch knapper ist, überlege ich mir das erst recht mit der Herdbuchzucht, seinen Austellungen und Körungen. Zwangsimpfungen, Blutuntersuchungen u.ä. sind auch nochmal versteckte Kosten.Von Fahrtkosten /Fahrtzeit nicht zu reden.Die Menschen haben immer weniger Geld in der Tasche, diese Tatsache macht auch vor Herdbuchzucht nicht halt.

Welche Region in D waren die Soayzüchter? Nah beisammen oder verteilt in D?
Wie sind die Herdbuchzüchter noch organisiert, in welchen Verbänden?

Und leider wissen wir ja nicht, ob es ein genereller Trend ist, der grundsätzlich durch D geht oder ob es nur bei unserer Viehzählung auftaucht, da es KEINE gemeinsame Datenbank für die alten Rassen gibt, da die GEH sich weigert zusammen zu arbeiten.
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Re: VIEHzählung

Beitrag#5von Claudia » Sonntag 11. Mai 2014, 07:41

Achja, ich finde es erstaunlich wie gering der Anteil an Hühnern der alten Rassen im Verhältnis zu den übrigen Tierzahlen ist :)
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Re: VIEHzählung

Beitrag#6von Herwig » Montag 12. Mai 2014, 05:52

Die Soayzüchter waren nicht räumlich einzuordnen, einzige Gemeinsamkeit war die HB ZUcht der Soays und absolute inaktivität bei VIEH. Alle haben binnen 4 Wochen mit einer kurzen mail (1 bis zwei Sätze) gkündigt. Man verstehe mich nicht falsch, das ist natürlich das Recht eines jeden Hofbetreibers!! Nur wenn mir alle den gleichen Grund mitteilen (und man müsste es ja nicht begründen) kommt es zu Mutmaßungen. Ich habe das nicht hinterfragt, weil ich eine Diskussion darüber als fruchtlos erachte. Denn die Gegenfrage würde für mich lauten; was hat die Gemeinschaft von der Mitgliedschaft eines solchen Züchters??
Ich weiss ja nicht, welche Erwartungshaltung die hatten, aber aus einer Gemeinschaft Vorteile zu ziehen ohne selbst etwas hineinzugeben funktioniert eben nicht, weil es zu Lasten der anderen geht. Die Züchter sahen VIEH wohl eher als Vermarktungsverein und nicht als Gemeinschaft, da liegen sie falsch, vermarkten muss jeder seine Erzeugnisse oder Tiere selber, wir können lediglich ein Instrument an die Hand geben.
Die Statistik zeigt eine immer weiter steigende Anzahl der Meldungen der Tierzahlen, ein Efekt der konsequenten Vorgehensweise bei Nichtmeldung der Tierzahlen. Betriebe die nicht die Tierzahlen melden, werden als Nutztier-Arche aberkannt. Dennoch hatten wir, über das Jahr gesehen, mehr Neuanmeldungen als Schließungen. Das Eselgestüt gehörte dazu, künftig wird es dort also auch verlässlichere Zahlen geben.
Man könnte natürlich unheimlich viele Statistiken erheben, interessant wäre das Durchschnittsalter des Betriebsinhabers, steigt diese? Das wäre dann ein eventuelles Indiez.
Vielleicht können in die nächste Viehzählung ein paar statistische Fragen eingebaut werden, wie z.B.:
Ich habe meinen Tierbestand erweitert, Gründe dafür sind:
Veränderte Lebenssituation
Besserer Absatz von Erzeugnissen und Tieren
Mehr Zeit
Mehr Fläche zur Verfügung

Mein Tierbestand ist nahezu unverändert
Ich habe meinen Tierbestand, im Vergleich zum Vorjahr reduziert, bzw. Teilbereiche wie HB Zucht aufgegeben, der Grund dafür ist:
Alter/ Gesundheit
Veränderung der Lebenssituation
zunehmende Bürokratie
weniger Fläche (Verlust von Pachtland etc.)
Finanzielle Gründe
Seuchenlage
Schwund durch Raubtiere
Wolfsbedrohung
andere Gründe


Dazu wäre aber anzumerken:
Der erhebliche Mehraufwand für die Auswertung ist fast unzumutbar für Michael.
Die Schwelle zur Ausfüllung des Formulares wird erhöht.
Wen interessieren diese Zahlen denn tatsächlich?
Mit tasächlichen statistischen Hintergrundinformationen ließe sich eventuell besser politischer Druck aufbauen.
Die Erhebung socher Informationen wäre absolut neu und damit die Erkenntnisse und Trends verwertbar.
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Re: VIEHzählung

Beitrag#7von schnuckened » Montag 12. Mai 2014, 07:31

Also ich muss der hier aufkommenden Hinterfragerei ein wenig entgegentreten. ich sehe überhaupt keinen Grund zur Sorge, denn einen Trend "weg von der Tierhaltung im Sinne von Vieh" kann ich überhaupt nicht erkennen! der kurzzeitige Rückgang im letzten Zählzeitraum ist meines Erachtens nicht mehr als eine Erscheinung, dem Wetter gleich! Langfristig gesehen ist aber ein klarer Aufwärtstrend hin zur artgerechten Tierhaltung zu sehen, nicht nur hier in dieser Statistik, danke an Michael!!!!!, auch im privaten oder weiträumigen Umfeld kann ich diesen Trend ausmachen. Junge Leute, von denen man noch vor 3 Jahren erwarten würde sich der medialen Technikwelt hingeben fangen plötzlich an zu ackern, übernehmen ganze Wirtschaften, und halten sich wieder Tiere. Und das schöne ist, nicht irgendwelche, sondern genau zugeschnitten die Arten und Rassen, die sie für sich als geeignet betrachten!

Aber ein Trend ist auch erkennbar, der "weg von der straffen Organisation und Reglementierung"! Und da gehört das Herdbuch unbedingt dazu! Neuanfänger lassen sich nicht mehr regulieren, sie sind informiert und klug genug (hier spielt die moderne Medienwelt eine entscheidende Rolle). Sie wissen, dass es in vielen Organisationen um Positionen und Machtausübung geht, auch das Preisdiktat gehört dazu. Kein Mensch will das!
Ich vergleiche das gern mit Naturgesetzen, auch im Verleich zu den Gesetzen des öffendlichen Rechts! Bei den Naturgesetzen gilt primär das Recht des Stärkeren, der Starke frisst den Kleinen. Der Starke kann dem Schwachen "sein" Recht, seine Linie aufzwingen! Diktatorisch bis zu einem gewissen Punkt: Entweder er hat alle platt gemacht, gefressen oder Sie wenden sich von ihm ab!
Nicht so in der Evolution, hier überlebt der Anpassungsfähige! Und in der Phase sind wir bei Vieh glaube ich entweder schon immer oder gerade zur Zeit: Nur wenn es uns gelingt, uns den Veränderungen in der Gesellschaft, der Wirtschaft und Politik mit unserem Nischendasein anzupassen, werden wir auf Dauer Erfolg haben! Das gilt auch in Hinblick auf ein paar herumstreunende Raubtiere!

Ich finde diese Zahlen sehr wichtig! Sie sind der Beleg wo wir stehen und wohin der Weg geht!

Macht weiter so,vielen Dank an Alle, jedem auf seine Weise!

Grüße

Ed
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Re: VIEHzählung

Beitrag#8von Jaegertom » Mittwoch 14. Mai 2014, 10:24

Vielleicht sind die sinkenden Zahlen nicht nur ein VIEH Problem.
Unwirtschaftlich?
Traut sich keiner mehr, auch den Wolf als unwirtschaftliches Problem beim Namen zu nennen?
Wer kann die Zusatzausgaben wie Herdenschutzhund, neue Zaunanlagen oder nicht ersetzte Schafsrisse aufs Produkt rechnen ohne das Rennen zu verlieren?
Müssten nicht alle Wolfsbefürworter staatlich verpflichtet werden, Schaffleisch zu 20 € pro kilo und mehr abzunehmen aus DEUTSCHEN WOLFSGEFÄHRDETEN BESTÄNDEN um den Wettbewerb zu sichern?
Diesen Nachteil MÜSSEN die Naturschützer übernehmen und ihn nicht den Ländern aufhalsen!
Und nicht die läppischen 60bis 70% Bezuschussung sondern 100% !
Sie werden den Trend so nicht stoppen können, es sei denn sie laasen die Kotsammler nebenbei noch mit den Zähnen das Gras abbeißen.

Resultat:
So wenig Mutterschafe wie noch nie
Teltow-Ruhlsdorf - Zur Bewertung der Entwicklung der Schafhaltung werden im Rahmen eines Gemeinschaftsprojekts der ostdeutschen Bundesländer seit 2005/2006 Auswertungen zur Betriebszweigökonomie vorgenommen.
[www.agrar-aktuell.de]



Weniger Schweine und Schafe in Sachsen
Kamenz - 641.700 Schweine und 75.500 Schafe standen nach Angaben des Statistischen Landesamtes Anfang November 2013 in den sächsischen Landwirtschaftsbetrieben.
In der sächsischen Schafhaltung setzte sich der seit Jahren anhaltende Bestandsrückgang fort. Im Vergleich zum 3. November 2012 verringerte sich der Schafbestand in den rund 400 Schafe haltenden Betrieben (mit 20 und mehr Schafen) um gut 3.300 Tiere bzw. 4,2 Prozent.
[www.proplanta.de]

Weniger Schafe in Bayern
München - Wie das Bayerische Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung mitteilt, wurde in den vorläufigen repräsentativen Ergebnissen der Schafbestandserhebung ein Rückgang um 3,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf rund 2.300 Schafhalter ermittelt.
[www.proplanta.de]

Weniger Mutterschafe und Lämmer in Thüringen
Innerhalb eines Jahres sank der Mutterschafbestand um 7.200 Tiere bzw. 6 Prozent von 114.900 auf 107.700 Tiere am 3. November 2013.
[www.proplanta.de]

Schafbestand in Brandenburg im Sinkflug
Potsdam - Im November wurden in Brandenburg 72.500 Schafe gehalten. Dies ist die niedrigste Anzahl an Schafen seit dem Jahr 1991.
Besonders stark fiel der Rückgang der Schafe in der Kategorie der Lämmer und Jungschafe aus. So nahm der Bestand hier innerhalb eines Jahres um 4.000 auf 16.200 Tiere ab (–20,0 Prozent). Die Zahl der Mutterschafe ging um 3.100 auf 53.900 Tiere (–5,4 Prozent) zurück.
[www.proplanta.de]

Schafbestand in der Mark besorgniserregend niedrig
Seit dem Vorjahr sei der Tierbestand um knapp zehn Prozent zurückgegangen, sagte Knut Kucznik, Vorsitzender des Schafzuchtverbands Berlin-Brandenburg, der dpa.
[www.proplanta.de]
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Re: VIEHzählung

Beitrag#9von Herwig » Mittwoch 14. Mai 2014, 13:53

Danke Tom, ein echt gute Zusammenstellung!!
Wo könnte man ansetzen??
Ich denke wirklich vorrangig ist zu klären, welches die tatsächlichen Gründe sind für den Rückgang der Schafe.
Wie könnten wir das tun?
Eine Umfrage??
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Re: VIEHzählung

Beitrag#10von schnuckened » Mittwoch 14. Mai 2014, 16:10

Vorrangig ist (ich wiederhole mich) zu klären, wer "die Naturschützer" sind. Hatte immer gedacht, Schafhalter sind von Hause aus Naturschützer, und die will Jägertom jetzt ihre eigenen Wiesen abfressen lassen?

Jedenfalls kann der Schafrückgang in Brandenburg (Schwerpunkt bei Jägertom) an den Wölfen nicht liegen, denn wer sich Zehntausende Euro an Fördermitteln für die sogenannte "wolfssichere Zäunung" entgehen lässt, ist wahrlich nicht zu retten!

So langsam können wir aber auch das Thema "Viehzählung" in die Raubtierfore schieben, sollte das weiter den Schwerpunkt hier bilden! Aber selbstredend ist auch der Rückgang der Tierzahlen in anderen Bundesländern ohne Wolf und nicht nur bei den diesbezüglich gefährdeten Arten zu verzeichnen. Kann es nicht sein, dass "gute Zeiten" eben schlecht für die individuelle Tierhaltung sind? Die Generation "Wir brauchen nichts mehr, es gibt alles zu kaufen" ist lange noch nicht ausgestorben...


Grüße

Ed
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Re: VIEHzählung

Beitrag#11von Jaegertom » Mittwoch 14. Mai 2014, 18:00

Dass das von Ed kommen musste, wusste ich.
Darum habe ich diesen Beitrag zurückbehalten.
Aber nun:
Mehr Milchschafe im Südwesten
Stuttgart - Wie im Vorjahr wurden auch 2013 zum Stichtag 3. November die Schafe in repräsentativ ausgewählten landwirtschaftlichen Betrieben des Landes erfasst.
Nach Berechnungen des Statistischen Landesamts wurden dabei in den Betrieben Baden-Württembergs insgesamt 216.100 Schafe gehalten. Damit hat sich der Bestand gegenüber dem Vorjahr (221.700 Tiere) lediglich um −2,5 Prozent oder 5.600 Tiere verändert.
In einer kleinen und spezialisierten Nische finden sich die Milchschafe, die nur etwa 1 Prozent des Bestands ausmachen, aber eine deutliche Zunahme verzeichnen. Die Zahl der Milchschafe hat sich binnen Jahresfrist um ein Fünftel auf etwa 2.200 erhöht.


Warum ist in unserem Land mit den beinah schlechtesten Bedingungen die geringste Abnahme zu verzeichnen?
Obwohl es keinerlei Prämien oder sonstwas gibt?
Der Wettbewerb um LAND und Pachtpreise HORRENDE Züge annimmt?
Man nur noch schlechteste Wiesen und Lagen zum Bewirtschaften erhält?
Weil die potentielle Gefahr noch nicht präsent ist, die menschen blauäugig darauf warten was sich tun wird.
Und ich weiß, dass es dann ebenso kommen wird wie im Osten, wahrscheinlich werden noch mehr aufgeben.
Ed, weißt du eigentlich welchem PAPIERKRIEG die kleinen Landwirte ausgesetzt sind?
Wieviele Koppeln nur aus Drahtzaun bestehen und wirklich kein guter Zustand herrscht?
Und viele Bereiche gar nicht dauerhaft zu zäunen sind und die Leute gar keine Zeit haben, die Tiere allabendlich aufzustallen oder wegen 5 Schafen einen Hund anzuschaffen?
Nicht nur ich rechne so. Die Schwaben sind allesamt geizig.
Und trotzig. Wenns nicht mehr so geht hören sie halt auf.
Du schreibst, dass doch so viel ersetzt wird. Mit welchem schreiberischen Aufwand?
Wieviele Menschen verzichten auf zustehendes ALG2 nur um nicht als Bittsteller dazustehen?
Ein Ansatz besteht darin, die Halter von den Kosten freizuhalten.
Oder Importzölle auf Schaffleisch zu erheben, damit das Inlandsprodukt konkurenzfähig bleibt.
Auf alle Fälle MUSS sich der Aufwand tragen, sonst wird es weitere Einbrüche geben.

Lest mal spaßeshalber die Prozedur durch, wie in Sachsen gefördert wird.
Mich wundert nicht, dass die Leute reigniert aufgeben.
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In der Schweiz werden pro Herdbuchtier Ziege ab 500 SFR, bis 1300 ,
ohne Herdbuch 400-700SFR,
bei Schafen ab 250 SFR bis zu 3000!!!! SFR bei wertvollen Zuchtböcken als Entschädigung bezahlt.
Herdenschutzhund mit 1200 SFR im Jahr.
Was soll dann dieses Armutszeugnis unserer Verbände hier????
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Re: VIEHzählung

Beitrag#12von Jaegertom » Mittwoch 14. Mai 2014, 18:23

Hier noch mal eine schöne Zusammenstellung, ganz neu bezüglich Brandenburg.
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Re: VIEHzählung

Beitrag#13von Alex » Mittwoch 14. Mai 2014, 22:50

Hallo,

ich habe meinen Schafbestand auch umgestellt und herunter gefahren, einfach aus Kostengründen. Ich hatte so um die fünfzehn Skuddenauen. Jetzt sind es acht Ostfriesen. Weil erstens die BG pro Schaf 7 Euro verlangt, egal ob das Schaf 80 od. 35 Kilo wiegt, Schlachten, Fleischbeschau ist dasselbe Problem genauso der Schafscherer, sie alle verlangen pro Tier nicht pro Kilo. Die acht OFM fressen zwar genauso viel wie die 15 Skudden, vielleicht auch etwas mehr, aber ich habe auch weit mehr( und für meinen Geschmack, besseres)Fleisch und dann noch die Milch dazu, weil ich melke die Ostfriesen ja auch noch, und die Nebenkosten sind um einiges weniger. Ich bin froh diese Entscheidung getroffen zu haben. Wölfe oder so haben mich dabei nicht interessiert.

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Re: VIEHzählung

Beitrag#14von schnuckened » Donnerstag 15. Mai 2014, 06:39

Na bitte, das ist doch eine hoffnungsvolle Entwicklung in Baden Würtemberg! Das lieber Tom hat sicher auch mit der völlig anders aufgestellten Infrastruktur zu tun, als wir sie hier haben. Vielleicht auch mit einer oft gescholtenen, aber "grün" aufgestellten Landesregierung!? Der "Brandenburglink" sagt eigentlich das Gegenteil von Rückgang lt. Anfrage aus, trotz rückläufiger Bestandszahlen alles Schick, alles Easy! Auch die Schadenszahlen sind rückläufig! Aber die Gewinne!!!!der Haupterwerbsschäfer sind der Hammer! im Zeitraum von 7 Jahren ein Gewinnzuwachs (hier wird nicht Umsatz gesprochen) auf 300%!!!! Wahnsinn! Nun weiß ich auch, warum Knut Knutzick (Vorsitzender Schafzuchtverband Brandenburg) immer so lacht, auch wenn er auf "Protestzug" geht! Na, wenn da sich man der Papierkrieg nicht lohnt! Irgendwie bekomm ich ne Ahnung, was die eigentliche Bremse in der (ostdeutschen) Argarpolitik ist...

Grüße

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Re: VIEHzählung

Beitrag#15von Claudia » Donnerstag 15. Mai 2014, 06:46

Herwig hat geschrieben:Danke Tom, ein echt gute Zusammenstellung!!
Wo könnte man ansetzen??
Ich denke wirklich vorrangig ist zu klären, welches die tatsächlichen Gründe sind für den Rückgang der Schafe.
Wie könnten wir das tun?
Eine Umfrage??



Ich bin der Meinung das es viele Gründe für den Rückgang gibt und nicht nur einen.
Den Gründen auf die Spur zu kommen ist eine umfangreiche Arbeit, ich würde fast schon sagen das es reicht für eine Studenten-Hausarbeit, insbesondere wenn man andere Tierarten mit einbezieht. Denn es wäre auch gut zu gucken, warum andere Tierarten Zuwachs verzeichnen. .

Ich fürchte auch, das wir noch viel drastischere Einbrüche bei den Schweinen erleben werden. Die Afrikanische Schweinepest im im Vormasch, in einigen Landkreisen sind die Veterinärämter sehr konsequent in der Umsetzung der Schutzmassnahmen.
Und die finde ich - je nach Hoflage - weitaus kostenintensiver und zeitaufwenidiger umzusetzen als den Wolfsschutz für Schafe. Und da gibt es definitiv keine Fördergelder.
Auch hier höre ich schon von Leuten die ihre Schweinehaltung deshalb aufgeben - trotzdem würde ich weder dem Wildschwein daran Schuld geben, noch für eine Ausrottung der Wildschweine plädieren.

Es gibt nunmal nicht nur einen Grund, sondern immer viele. Den Schwerpunkt herauszufinden und Gegenmaßnahmen zu ergreifen, ist viel wichtiger als dieses ständige wettern gegen den Wolf.
Erst mal Ursachenforschung betreiben, statt sinnloses zetern. Das wäre doch mal was.
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Re: VIEHzählung

Beitrag#16von Jaegertom » Donnerstag 15. Mai 2014, 07:55

Nun liebe Claudia,
ich denke dass ich bis jetzt die meisten Beiträge mit Zahlen, Daten und Fakten eingestellt habe bezüglich dieser Thematik.
Sinnloses Wettern halte ich daher für überzogen.
Wenngleich es auch andere Gründe gibt, die die Tierzahlen nach unten treiben, ist es oft wie mit dem berühmten Tropfen Wasser.
Der das Fass zum Überlaufen bringt.
Es ist nur ein Tropfen. Der Massgebliche.
Schau mal das große Frankreich an. Mehr Schafe, WENIGER Wölfe, deutlich mehr Frust und ungleich höhere Risszahlen.
Wie groß da bereits der Unmut ist und die Verzweiflung zeigen erste gelynchte Tiere auch wie in Italien.
Alle Faktoren sind deutlich, Tierseuchenkasse, Berufsgenossenschaft, Schafscherer, Einbruch des Fleisch und Wollpreises.
In Baden Württemberg hat da nichts mit Infrastruktur zu tun.
Die ist in manchen Ecken schlechter wie im Osten.
Die Veterinärämter sind in BW so streng, dass sie Schweinehaltung im Freien nur mit größten Auflagen und Kontrollen zulassen.
Und nun kommen die Präventationsmaßnahmen hinzu, deren Beantragung so umständlich ist, dass der Gemeinsame Antrag auf dem Landwirtschaftsamt beinahe von Omi mit links erledigt wird oder sie schneller ihre Rente hat. Und viele liegen nicht in der Förderkulisse.also Antrag abgelehnt bis der erste Riss kommt.
Vielleicht sollte man dort ansetzen.
Wenn man das Raubtier haben will darf man die Halter nicht im Regen stehen lassen.
Und solange die Verantwortlichen so unverantwortlich sind wird gegen den Wolf gewettert, und zwar immer mehr.zu keinem Problem mehr, legal oder ilegal.
In fast allen Ländern wird ein großes Problemtier schnell zu keinem Problem mehr, legal oder ilegal.
In Deutschland fressen die bisherigen Unkosten den Gewinn durch Verkauf zwischen 80 und 90 % auf.
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Re: VIEHzählung

Beitrag#17von Herwig » Donnerstag 15. Mai 2014, 08:38

Die Idee, vielleicht einen Studenten für diese Ausarbeitung zu interessieren wäre interessant. Hat jemand Verbindung zur Uni oder Hochschule und könnte dort jemanden begeistern????
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Re: VIEHzählung

Beitrag#18von Finn » Donnerstag 15. Mai 2014, 19:05

Generell hätte ich Interesse an so einer Bachelorarbeit.
Ich habe gerade ein Bachelor Studium in Psychologie angefangen mit dem Plan danach den Master in Anthrozoologie zu machen. Das Thema würde dazu ziemlich gut passen.
Die Bachelorarbeit müsste ich aber erst in 3 Jahren schreiben.
Allerdings muss ich dafür noch Rücksprache mit der Uni halten, ob das Thema überhaupt gewählt werden kann.
Wenn aber Daten gesammelt werden sollen, würde ich mich bereit erklären dies zu tun.
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Re: VIEHzählung

Beitrag#19von Dine » Donnerstag 22. Mai 2014, 11:00

@Finn: Super! :smileyvieh:
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Re: VIEHzählung

Beitrag#20von birki2812 » Sonntag 3. August 2014, 11:42

Hallo zusammen
Würde auch gerne ein Arche-Hof werden.nun meine Fragen. Bin eigentlich ein kl. Hof und halte meine Tiere nur Hobbymässig bzw. zum Eigenbedarf.Meine Husumer Schweine gehe ich mir immer als Ferkel holen und die werden dann meist mit 15/16 Monate alt geschlachtet.
Wir haben noch DT. Riesen;Hasenkaninchen; Gänse ;Enten und ein paar Hühner(nur Hybrit).
Hätte noch spass u. Interesse an Schafen für Eigenbedarf.Kann ich denn mit diesen Tieren überhaupt Arche Hof werden?Mache ja keine Zucht( Ausser Die Hasen).
Mittlerweile kommen auch schon div. Kindergärten zum "Tiere gucken und Füttern", was ich ganz gut finde;
Würde mich über eine Antwort sehr freuen. lg Birki 2812
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Re: VIEHzählung

Beitrag#21von mangalitza » Sonntag 3. August 2014, 13:21

Hallo birki 2812,

wenn Du Arche-Hof werden willst, musst Du Dich an die GEH wenden! Wir betreiben Nutztier-Archen!
Ob Du Tiere hobbymäßig, im Neben- oder im Haupterwerb hälst bzw. züchtest, spielt keine Rolle; wichtig ist, dass Du mindestens eine vom Aussterben bedrohte Tierrasse züchtest. Das sehe ich bei den von Dir aufgezählten Tieren nicht , wobei Du keine Angaben über die Enten- und Gänserasse gemacht hast.
Michael
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www.nutztier-arche-kastanienhof.de
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Re: VIEHzählung

Beitrag#22von birki2812 » Sonntag 3. August 2014, 16:14

Hallo mangaliztza. Danke für die schnelle Antwort. Dachte Husumer Schweine( Dänische Protestschweine ) wären eine Bedrohte Haustierrasse.
Die Enten/ Gänse sind im Nov./Dez. vorgesehen zur Schlachtung. Kann mir dann ja alte Haustierrassen zulegen.
Würde mir gerne mal euren Hof (nutztier-arche-kastanienhof) ansehen kommen, weil Hennef ist nicht soweit weg von uns ( NIederkassel).

lg birki2812
Zuletzt geändert von birki2812 am Sonntag 3. August 2014, 16:14, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: VIEHzählung

Beitrag#23von Uwe » Sonntag 3. August 2014, 20:53

birki2812 hat geschrieben:Hallo zusammen
Würde auch gerne ein Arche-Hof werden.nun meine Fragen. Bin eigentlich ein kl. Hof und halte meine Tiere nur Hobbymässig bzw. zum Eigenbedarf.Meine Husumer Schweine gehe ich mir immer als Ferkel holen und die werden dann meist mit 15/16 Monate alt geschlachtet.
Wir haben noch DT. Riesen;Hasenkaninchen; Gänse ;Enten und ein paar Hühner(nur Hybrit).
Hätte noch spass u. Interesse an Schafen für Eigenbedarf.Kann ich denn mit diesen Tieren überhaupt Arche Hof werden?Mache ja keine Zucht( Ausser Die Hasen).
Mittlerweile kommen auch schon div. Kindergärten zum "Tiere gucken und Füttern", was ich ganz gut finde;
Würde mich über eine Antwort sehr freuen. lg Birki 2812


Moin birki 2812 ...
Ich stelle einmal - evtl. unpassend - eine grundsätzliche Frage: Warum möchstest Du ein Arche bzw. Nutztierarche - Hof werden?
Hast Du eine Vorstellung dessen was Du da beitragen möchtest bzw. was Du an "Vorteilen" erwartest oder geht es "nur" um die Arche? Die Haltung vom Aussterben bedrohter Rassen ist ein Ansatz, Selbstversorgung sicher auch und Erfahrungsaustausch erst recht!
Ich habe auch eine seltene vom Aussterben bedrohte Schafrasse (Moorschnucken) aus purem Interesse und natürich aus Spass an den Tieren in Hobbyhaltung(!) - dennoch bin/habe ich keine (Nutztier)Arche! Diese Entscheidung ist ja nicht mal eben so getroffen sondern in die Zukunft geplant ...

Nur so ein Gedanke ...
Gruß aus der Wesermarsch ...
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Re: VIEHzählung

Beitrag#24von mangalitza » Montag 4. August 2014, 08:09

Dir Frage vom Uwe ist natürlich berechtigt!

Husumer Schweine sind vom Aussterben bedroht, das ist richtig, aber wenn Du Sie als Ferkel kaufst und dann schlachtest, züchtest Du diese ja nicht. Hier kannst Du mehr über Nutztier-Archen erfahren:
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Ansehen kannst Du meine Nutztier-Arche gerne, aber bitte telefonisch Termin vereinbaren!
Michael
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