Wiesenpflege


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Wiesenpflege

Beitrag#1von Herwig » Donnerstag 27. September 2007, 18:21

Ich gehe mal davon aus, das die meisten von euch über Weideland verfügen, gepachtet oder eigen.

Wie pflegt ihr eure Weiden?

Ich Schleppe im Frühjahr und mähe zum Winter noch mal nach, mit dem Häcksler.

Düngen tue ich nur mit Komposterde. Das ist mein Dung, den ich drei Jahre liegen lasse (jedes Jahr einmal umsetzen) und von meiner Regenwurmzucht bevölkern lasse.
Ich bringe das aus mit dem Miststreuer.
Wenn der Ampfer zu viel wird, gehe ich mal mit dem Ampferstecher über die Wiese.

Ansonsten passiert nix.
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Beitrag#2von armin » Samstag 29. September 2007, 11:28

Da schließ ich mich doch gleich mal mit einer Fage an:


Wir übernehmen im Oktober unseren Hof, der bis jetzt als Pferdehof geführt wurde. Es gibt eine 7.000 qm große Weide, auf die wir im kommenden Jahr Ziegen stellen wollen. Auf der Weide wurden bis zuletzt Pferde gehalten, sieht aber noch ganz brauchbar aus.

Zum Winter hin wollte ich eigentlich einmal das volle Pflegeprogamm durch ziehe: Mähen, düngen (mit Kompost), abschleppen und walzen. Ist das sinnvoll? Sollte man vielleicht noch irgendwas tun, gegen Parasiten z. B.?

Bin für jeden Hinweis dankbar.

Gruß
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Beitrag#3von Rouven » Samstag 29. September 2007, 12:31

Hallo,
wenn ihr mit Kompost/Festmist düngen wollt, soll es besonders gut verrotten, wenn man es macht, wenn danach eine Schneedecke drüber liegt für einige Tage.
Dazu müsste man natürlich wissen, wann es schneit ;-). Und ob es Wirklich wirkungsvoller ist, weiss ich auch nicht wirklich, hab ich nur mal gehört von einem alten Bauern.

Abschleppen und walzen würde ich im Frühjahr machen, aber noch bevor die Bodenbrüter anfangen zu brüten, also Februar/März, wenn es dann nicht zu nass ist.

Wenn die Pferdeäppel nicht abgesammelt worden sind, kann ich einen Kleinen Tipp geben. Fahre mit einem Heukehrer über die Weide. Die Leute die dich sehen, werden warscheinlich mit dem Kopf schütteln, weil du den Kehrer in betieb hast, aber der vorteil liegt darin, dass die Äppel richtig schön kaputt geschleudert und verteilt werden. Ausserdem Wird die Grasnarbe ähnlich wie beim Rasen vertikultieren etwas aufgekratzt.
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Beitrag#4von armin » Samstag 29. September 2007, 17:37

Hallo Rouven,

Danke! Und weils so gut geklappt hat, hab ich im Maschinen-Forum gleich eine Anschlussfrage gestellt.
Tja, so ist das, wenn man den Ahnungslosen mal nen Tipp gibt... Bild Bild
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Beitrag#5von Herwig » Samstag 29. September 2007, 17:57

Gegen Parasiten kannst du leider nichts machen auf deiner Weide.

Aber mit dem Schleppen hat Rouven recht, erst im Frühjahr. Walzen würde ich nur bei leichtem Boden.

Mit dem Wender über das Land zu fahren habe ich auch schon gemacht, habe mir aber dann eine gebrauchte alte Wiesenschleppe gekauft, sieht aus wie eine überdimensionale Netzegge. Die belüftet nun im Frühjahr und reißt auch die Pferdeäppel auseinander. Für Ziegen ist das auch gut, weil dann die Ziegenköttel so richtig verteilt werden, wegen der Beschaffenheit des Ziegendunges ist das wie ein Granulat auf der Weide.
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Beitrag#6von Sarah » Donnerstag 4. Oktober 2007, 21:02

Hallo!

Was Parasiten angeht, kenne ich es so, dass man am besten verschiedene Tiere nacheinander
auf den Flächen weiden lässt, da hiermit der ''Parasitenkreislauf'' unterbrochen wird.
Ist das so verständlich? Ich weiß nicht, wie ich das sonst ausdrücken soll...Bild
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Beitrag#7von Sarah » Donnerstag 4. Oktober 2007, 21:04

Hallo!

Was Parasiten angeht, kenne ich es so, dass man am besten verschiedene Tiere nacheinander
auf den Flächen weiden lässt, da hiermit der ''Parasitenkreislauf'' unterbrochen wird.
Ist das so verständlich? Ich weiß nicht, wie ich das sonst ausdrücken soll...Bild
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Beitrag#8von Sarah » Donnerstag 4. Oktober 2007, 21:05

Ups, DoppelpostBild
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Beitrag#9von karinenhof » Freitag 5. Oktober 2007, 08:54

macht nichts Sarah, nach dem zweiten lesen haben es alle verstanden Bild.

Wir haben unsere Weiden für die Schafe in drei Flächen unterteilt. Diese werden immer ca. 3-4 Wochen beweidet. Dadurch ist jede Fläche ca. 6 Wochen ohne Schafe. Die Parasieten haben wir dadurch gut im Griff (laut Kotprobenuntersuchung).

Was ich nicht so toll finde ist, dass in der Hauptwachstumszeit die Schafe es nicht schaffen, das Futter abzufressen. Besonders in diesem Jahr bei dem vielen Regen.

Bis dahin haben wir nachgemäht, bzw. unfreiwillig Heu gemacht.

Im vergangenen Winter wurden die Wiesen sehr kurz gefressen. Sie sind aber auch nicht mit viel Aufwuchs in den Winter gekommen durch die lange Trockenheit.

Was passiert, wenn wir nicht nachmähen?

fragende Karin vom Karinenhof im Havelland
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Beitrag#10von Herwig » Freitag 5. Oktober 2007, 13:42

Das Nachmähern einer Wiese hat mehrere Effekte, die aber alles in allem nicht soooooo super schwerwiegend sind.

Mit der Zeit sähen sich Kräuter auf einer Nutzwiese an, die von den Tieren verschmäht werden, z.B. Ampfer, wenn man den nicht künstlich kurz hält, also mäht. Verbreitet der sich duch seine Saamen immer weiter aus. Die Wiese muß dann irgendwann umgebrochen werden. Aktuelle ist das auch für den Kreuzblütler wichtig.

Wenn Gras zu lang in den Winter geht, stirbt ein großer Teil ab und beschattet dadurch die nachwachsenden Gräser im Frühjahr. Das Gras wächst langsamer und nicht so üppig. Es gibt einen Filz, der dann Lücken in der Grasnarbe hinterlässt und Platz für Moos schafft.

Aber auch Überbeweidung führt zu Moos, sowie zunehmende Versauerung des Bodens durch z.B. zu viel Laub, insbesondere Eiche.
Sogenannte Geilstellen auf Pferdewiesen breiten sich dann auch immer weiter aus, durch die Beschattung des Hochwuchses.

Das Mähen zum Winter begünstigt die Vielfalt, weil frisch aufgelaufene Saat besser ans Licht kommt. Aus dem Grunde, ist es auch gut Heu zu machen und nicht Silage, die Weide kann sich viel besser erneuern.
Ich mache auch Silage, die ist aber eher Heulage. Ich mähe sehr spät, sodass alle Halme schon Saat tragen, die langen Halme lasse ich sogar schon grau werden. Dann erneuert sich die Wiese auch. Ich habe eine Fläche, die habe ich vor 12 Jahren angesäät, die ist immer noch bestens.
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Beitrag#11von karinenhof » Freitag 5. Oktober 2007, 17:37

Ampfer ist bei uns überhaupt kein Thema. Unsere Schafe fressen den super gerne. Das durch das Nachmähen die frische Saat Luft zum wachsen bekommt, ist mir schon einleuchtend. Aber das gilt dann auch für die nicht erwünschten Unkrautsaaten. Hm.

Mit Laub haben wir derzeit noch keinerlei Probleme. Die paar Blätter, die von unseren Obstbäumen fallen, putzen die Schafe weg.
Wir werden es jetzt einmal testen. Am vergangenen Wochenende war Weidewechsel. Die alte Wiese ist noch nicht runter. Nun kann sich das Grün 6 Wochen erholen. So viel wächst ja nicht mehr nach. Mal sehen, wie es nach dem Winter aussieht.

Am liebsten hätte ich eine Schaftruppe, die immer genau so viel futtert, dass vor dem Weidewechel die Fläche genau Bild abgefressen ist. Dann, wenn nach ca. 6 Wochen die Tiere wieder drauf kommen genau Bild das gleiche passiert.

Ich möchte mir einfach das Nachmähen sparen. Wir haben so viel auf unserem Hof zu machen, dass ich die Zeit sparen möchte Bild.

Grüße von Karin vom Karinenhof im Havelland
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Beitrag#12von Herwig » Freitag 5. Oktober 2007, 17:50

Hallo karin, dann würde ich es einfach mal ein Jahr nicht machen. Da kann nicht viel passieren. Vielleicht braucht ihr das tatsächlich nur alle 3 oder 4 Jahre mal zu machen.
Letzlich ist das alles eine Frage des Bodens, des Tierbesatzes und em Anspruch des Tierhalters.
Kein Streß, wo keiner nötig ist!!
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Beitrag#13von karinenhof » Dienstag 9. Oktober 2007, 12:50

wir testen es und ich berichten hier (wenn ich es nicht verdödel). Dann sind auch die schlauer, die unsere Zeilen irgendwann einmal lesen Bild.

Grüße von Karin vom Karinenhof im Havelland
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Beitrag#14von Conny » Montag 16. Juni 2008, 17:48

Hallo Karin,

erwarte spannend deinen Bericht Bild

LG
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Beitrag#15von karinenhof » Montag 16. Juni 2008, 20:42

Wir dachten, dass wir gut in den Winter gekommen sind und noch eine Menge Futter steht. Leider war kein wirklicher Winter und der Stoffwechsel, der ja sonst etwas runtergefahren wird, lief auf vollen Touren weiter.
Am Ende des Winters waren alle drei Teilkoppeln und unser Hof richtig kurz gefressen.

Die Tiere hatten immer Heu zur Verfügung. Ihr braucht keine Bange haben, dass sie Hunger hatten.

In diesem Jahr lassen wir wirklich alles stehen, was nicht abgefuttert wird. Wir wollen es einfach einmal testen. Bis auf eine Teilkoppel. Da habe ich per Sense gemäht und Heu gemacht. Diese Wiese brauchen wir in vier Wochen, um dort für eine Kindergruppe Zelte aufzustellen. Es war mir einfach zu schade, dass alles plattgewalzt wird.

Diesen Winter gehen wir auf diesen Teil mit dem gleichen Muttertierbestand in den Winter. Es kann sich höchstens im Frühjahr mit der Anzahl der Lämmer etwas ändern. Sicher unwesendlich.

Wir befinden uns immer noch in der Testzeit.

Bildle Grüße von Karin vom Karinenhof im Havelland
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Beitrag#16von Conny » Dienstag 17. Juni 2008, 08:15

Bildlen Dank Karin. Bin gespannt auf das Ergebnis, da es mir wie dir geht. Viel Arbeit/Zeitaufwand mit Nachmähen. Diese Zeit könnte ja evt. sinnvoller genutzt werden.

LG
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Beitrag#17von Christina » Mittwoch 18. Juni 2008, 19:38

Ich hab Anfang des Frühjahrs eine Bodenprobe der Weide genommen und eingeschickt.
Laut Ergebnis sind pH-Wert usw. in Ordnung, so dass ich nichts weiter gemacht habe. Ich vermute, dass die Weide aufgrund der Überschwemmungen gut versorgt wird, aber das werden die nächsten Jahre zeigen. Im kommenden Frühjahr werde ich wieder eine Bodenprobe nehmen. Die kostet nur wenig und erspart überflüssiges Düngen und Kalken.

Jetzt bekommen die Pferde Portionsweiden, ich äppel täglich ab und sense hinterher die Reste (Binsen, Brennesseln etc) sobald sie auf dem nächsten Abschnitt sind. Derzeit macht das einen sehr guten Eindruck (kenne es auch aus den letzten Jahren Einstellen so).
Die Brennesseln hänge ich zum Trocknen mit Strohband im Schuppen auf, die gibts dann kurweise im Winter, dann fressen sie die gerne...
Binsen fressen sie nun auch schon, aber es sind zu viele, als dass sie es schaffen würden, deshalb sense ich nach. Wobei ich schon überlegt habe, zum Herbst hin die Binsen stehen zu lassen, so dass ich davon auch immer Winter immer mal etwas zum Knabbern abmähen kann...
Dazu muss ich sagen, dass ich das Sensen echt erst jetzt gelernt habe! Zuerst dachte ich, ich hätte ein stumpfes Ding gekauft - bis mir klar wurde, dass dafür wirklich viel mehr Technik nötig ist als ich mein bisheriges Leben dachte! ...und jetzt bin ich mächtig stolz, dass ich es kann! :D

Walzen werde ich nicht. Ich hab mir die umliegenden Weiden angesehen, die alle regelmäßig gewalzt werden. Da ist so viel Hahnenfuß drauf, dass ich lieber mit den Unebenheiten lebe.
Gut abgelagerten Kompost hab ich ja frühestens in 3 Jahren.... Ich überleg noch immer, ob ich Riesen-Kürbis-Zucht-Mieten anlege... oder sonst was Nützliches. Mal sehen.
Abschleppen...?!? Da fehlen mir derzeit die Maschinen... Wozu ist das eigentlich genau gut? Maulwurfhügel hab ich kaum.... Wozu könnte es noch nützlich sein?


Viele Grüße,
Christina
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Beitrag#18von Herwig » Donnerstag 19. Juni 2008, 09:22

Das Schleppen der Weide hat folgenden Hintergrund:

Unebenheiten werden langfristig verhindert, nicht nur die Maulwurfshügel, sondern auch Mauselöcher werden verfüllt, Dung verteilt, Samen von den Gräsern verteilt (Wiesenverjüngung) und eingearbeitet und ganz wichtig, die Grasnarbe wird aufgerissen und Sauerstoff kann in den Boden eindringen!! Moose und Flechten werden abgerissen, überjähriges, trockenes Gras wird abgebrochen.

Es ist fast wie ein peeling!
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Beitrag#19von Christina » Donnerstag 10. Juli 2008, 00:36

Das hört sich ja gar nicht so unsinnig an!

Obwohl ich zugeben muss, dass ich den tollen Effekt des Peelings auf meine Haut zwar kenne, den Nutzen aber trotzdem nicht so gewichtig finde, dass ich mich dazu aufraffen könnte..... Was in Bezug auf die Weide natürlich wiederum völlig anders aussieht! ... seufz.... Aus mir wird einfach keine richtige Frau mehr! :lol:

Funktioniert das wohl auch mit Reifen hinter einem Pony oder schafft das nicht genug?
Wäre sonst nächstes Jahr mal einen Versuch wert.
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Beitrag#20von HolzClaas » Donnerstag 10. Juli 2008, 06:36

Hallo conny

Ich habe zwar keine Erfahrungen mi Pferden als Zugtiere - aber neulich was drüber gelesen hier der Link

*** Der Link ist nur für Mitglieder sichtbar, zum Login. ***

"Lange hat uns die Frage beschäftigt, wieviel Gerät vertragen unsere Pferde und wann ist es zuviel?

Faustformel: 10 % - 15 % des Körpergewichts des Zugpferdes dürfen in kg als Tagesdauerzuggewicht abverlangt werden, wenn das Pferd ausreichend konditioniert ist. Nach unserer Erfahrung liegt man mit 10 % im sicheren Bereich. "

Ich hoffe das hilft dir weiter - auf der Seite sind echt viele pannende infos.

Greetz
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Beitrag#21von klosterbauer » Freitag 11. Juli 2008, 19:12

Hallo
Die Sache mit dem Reifen scheint nicht so ideal. Die Dinger rutschen zu leicht über die Hubbel weg, das Peeling ist sehr oberflächlich. die Treckerschleppen haben so kleine Zähne unter den Ringen und sind was schwerer, die reißen auch feste Maulfwurfshügel weg. Zumindest ein festes Eisen solltest Du sicher vor dem Reifenkonstrukt haben ...
Vielleicht findest Du online was unter Maschinen für den Pferdezug - da gibt es bestimmt schöne Dinge zum Nachbauen ...

Beste Grüße
Peter aus dem Bergischen
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Beitrag#22von Fuhrmann » Mittwoch 11. März 2009, 09:15

Ich stehe schon in den Startlöchern für die Frühjahrspflege der Wiesen und Weiden.

Düngen tue ich mit Dung und Mist-kompost !

Bild

Die Pflege im Frühjahr mache ich am liebsten mit der Egge. Und je nach dem wie der Bestand aussieht eben in scharfer oder weicher Stellung oder auf dem Kopf liegend. Auf dem Kopf leigend verreibt sie die Maulwurfs- und Pferdehaufen am besten.
Mit scharfer Stellugn sollte man vorsichtig sein.

Seit dem ich mit Dung und Mistkompost Dünge hat sich mein Grasbestand verändert. Und ich habe das Gefühl der Boden hält die Feuchtigkeit besser.
Auf jeden Fall hatte ich nach dem trockene April, gleiche Erträge wie in den Jahren zu vor. Während viele Wiesenanchbarn um bis zu 30 % weniger eingefahren haben.

Wer aber die Egge mit Pferden nutzt sollte gut ausgebildete und sichere PFerde haben.
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Beitrag#23von Herwig » Mittwoch 11. März 2009, 10:07

Hallo Fuhrmann, ich handhabe es mit dem Dung auch so. Ich habe mir vor Jahren Kompostwürmer schicken lassen und die vermehrt. Ich habe zwei Mistablagen mit betoniertem Boden nebeneinander die nur getrennt sind durch alte Leitplanken mit 10 cm Abstand. Dadurch wandern die Würmer immer von einem Haufen in den andern, wenn der Haufen 2 Jahre alt ist kommt er auf die Wiese.

Ich habe immer gute Grasernte!! Habe noch nie beregnet.
Zwischen den Mistkompost streue ich immer etwas Wiesenblumen- und Kräutermischung, pro Miststreuer eine Handvoll.
Ergebnis sind 12 Hektar super schöne Kräuterwiese.

Leider habe ich nicht so einen schönen Miststreuer wie du, was kostet sowas und wo gibt es sowas??

Meinen Miststreuer für den Traktor (Welger) habe ich für 400 DM mal gekauf.
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Beitrag#24von Fuhrmann » Mittwoch 11. März 2009, 12:22

Hallo Herwig,

mit Kompostwürmer arbeite ich auch. Das hat sich bewährt, vor allem die Weiden Dünge ich mit Kompost.

Beregnen ist bei uns garnicht angesagt. Die Wiesen liegen auch überwiegend in Auenlage.

Deine Wiesenblumen-Kräutermischung gehen also auf. Weil inder Literatur wurde irgendwo erwähnt, dass diese Nachsaaten nicht immer erfolg haben.

Ja das mit einem Pferdemiststreuer ist im ersten Moment nicht so günstig.
Neue Streuer bekommt man in den USA ab etwa 2000 bis 3000 € ! Incl. Transport und Zoll und EUST kostet er letztendlich das Doppelte was er in USA kostet.

Da bist du mit deinem 400 € Streuer allerdings erst mal günstiger.
Aber wie sieht es langfristiger aus ?
Der Streuer den ich habe, ist so gebaut dass ein Betrieb mit 25 Melkenden Kühen + Nachzucht und Arbeitspferde eine Generation lang arbeiten kann.
Ich selbst fahre den Einsatz des Traktors Jahr um Jahr mehr zurück und verlege mich auf die Pferde.
Auf Dauer gesehen ist der Pferdemistreuer sicher die Kostnegünstigere Alternative.

Von Zeit zu Zeit werden auch in D. oder dem angrendzenden Ausland gebrauchte Streuer angeboten.

Als ich den Streuer 2000 gekauft habe, war es natürlich schon ein hoher invest. Und ein bisschen bekloppt muss man schon sein wenn man da investiert.

Aber:
Der Streuer nimmt mir viel Arbeit ab. Nach dem 2. Schnitt steht er auf der Tenne und ich Miste vom Stall direkt auf den Streuer, die Heuwiesen werden ab dann mit einer sehr dünnen Schicht frischem Dung gedüngt.
Und es ist in der Arbeitsarmen Zeit für die PFerde immer was zu tun, so bleibenm sie im Training. Der Streuer fasst gut 4 m³ und ist auf dem Feld in ca. 3 Min leer. Für mich hat sich der Invest gelohnt.
[color=#00BF00]MIt Arbeitspferden sollte man Arbeiten, sonst sehen sie irgendwann nur noch so aus, aber können es nicht mehr !
Kannst du schon mit Pferden arbeiten, oder musst du noch Traktor fahren ?[/color]
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Wiese abschleppen

Beitrag#25von bienenoldie » Donnerstag 3. Februar 2011, 17:10

Hallo zusammen,

ich greife das Thema mal wieder auf.
Da diesen Wnter unzählige Maulwürfe und Wühlmäuse meine Weide heimgesucht haben muss ich mit einer Wiesenschleppe drüber fahren.
Mein Poblem: ich habe einen Einachser, an welchen ich eine einfache Wiesenschleppe anhängen will. Aber wo bleibe ich? Zwischen Einachser und Schleppe ist zu gefährlich. Dahinter: so lange Arme habe ich nicht.
Wer hat eine Idee oder ähnliches gelöst?
Es handelt sich um einen alten 10 PS Einachser und eine Schleppe wie es sie bei ebay für 266 € gibt.
Danke und Grüße
DetlefBild
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