Preise für Heuballen ...


AbonnentenAbonnenten: 0
LesezeichenLesezeichen: 0
Zugriffe: 9055

Preise für Heuballen ...

Beitrag#1von Mittelerde » Donnerstag 11. März 2010, 21:15

Wollte mal so in die Runde fragen wie denn so die Preise für die kleinen Heuballen liegen ..... hab die Möglichkeit welche zu bekommen und ich soll nen Preis vorschlagen .....

Also klärt mich mal auf ... Bild
:smileyvieh: le Grüße aus Mittelerde

Ralf

--------------------------------------------------------
Wer Rechtschreibfehler findet darf sie behalten
Benutzeravatar
Mittelerde
...kann schon mitreden
...kann schon mitreden
Beiträge: 83
Registriert: 02.2010
Wohnort: Mittelerde ;-)
Geschlecht: nicht angegeben

Beitrag#2von Andreas » Freitag 12. März 2010, 09:46

Hallo Ralf,
ich zahle für einen kl. Ballen €1,- was ich sehr teuer finde. Deshalb kaufe ich wenn ich Heu brauche, was dieses Jahr das erste mal seit 4 Jahren der Fall war ehr große Quaderballen, die kosten € 25,- da komme ich aber viel günstiger bei weg. Die Kleinen kaufe ich nur wenn ich mal etwas Heu auf der Koppel zufüttern muss, zb bei Futterumstellung. Bei den Mengen die Du brauchst, sind kleine natürlich viel sinnvoller

Bildle grüße

Andreas
Sorry,Rechtschreibung kann ich gaaar nicht,
ich hoffe Ihr versteht trotzdem was ich meine.
Benutzeravatar
Andreas
... weiß ganz gut bescheid
... weiß ganz gut bescheid
Beiträge: 162
Registriert: 11.2008
Wohnort: 17337 Uckerland/ Karlstein/ Brandenburg
Geschlecht: nicht angegeben

Beitrag#3von karinenhof » Freitag 12. März 2010, 10:49

auch die kleinen Ballen sind sehr unterschiedlich im Gewicht.

Wir verkaufen einen Ballen zum Preis von 1,26 Euro (sind in der BIO Umstellung).

Bildle Grüße von Karin vom Karinenhof im Havelland
***********************************************************************
Bei uns halten Soay Schafe die Wiese kurz. Sie sind auch zu finden unter http://www.karinenhof.de
Nutztier- Arche Karinenhof, Hof Nr. 81
Benutzeravatar
karinenhof
Moderator
Moderator
Beiträge: 1442
Registriert: 04.2007
Wohnort: 14662 Wiesenaue/ OT Brädikow
Highscores: 28
Geschlecht: weiblich

Beitrag#4von kawa » Freitag 12. März 2010, 14:05

Hallo Ralf,
bei uns werden die sog. Sklavenballen zwischen 1.- und 1,50€ gehandelt.
Manche lassen auch wiegen und dann wird zum aktuellen Dztr. Preis verkauft bzw,verhandelt.

Viele Grüße
Herbert Bild

Benutzeravatar
kawa
...schaut sich noch um
...schaut sich noch um
Beiträge: 8
Registriert: 10.2009
Wohnort: 86807 Buchloe
Geschlecht: nicht angegeben

Beitrag#5von Alex » Freitag 12. März 2010, 23:54

Hallo,

bei uns kosten sie auch um die 1 Euro, wenn man bedenkt, daß sie mehr Arbeit machen, als die Großen ist der Preis eigentlich okay. Kaufe selbst aber auch immer Große, weils günstiger ist.

Alex
Benutzeravatar
Alex
Moderator
Moderator
Beiträge: 766
Registriert: 11.2006
Wohnort: Franken
Highscores: 16
Geschlecht: weiblich

Beitrag#6von Ardana » Samstag 13. März 2010, 13:40

Mann da habt ihr aber alle Glück bei uns kosten die kleinen Handballen so um die 3,50 dazu kommt noch die Fahrt von etwa 6 Stunden mit nem Minitraktor, wenn man kein Auto hat ists "braune Wurst aus Fäkalien". Aber zum Glück brauchen wir nicht viel, da wir nur noch paar Kaninchen haben.
Benutzeravatar
Ardana
...hat etwas zu sagen
...hat etwas zu sagen
Beiträge: 29
Registriert: 07.2008
Wohnort: Oberland am Rennsteig
Geschlecht: nicht angegeben

Beitrag#7von Conny » Samstag 13. März 2010, 20:55

Nabend,

wir verkaufen, wenn wir denn verkaufen, Handballen Stroh und Heu zu 1,50 € bei Kleinstmengen, ab 100 Ballen wird es günstiger. Wenn man bedenkt, was alleine das Band kostet, vom Benzin mal ganz zu schweigen, sind das reine Selbstkosten, damit kann man keine Gewinne erzielen. Dieses Jahr mussten wir das erste Mal Heu in Rundballen nachordern. Aber das geht wohl vielen so, vor allem den Schafhaltern/Züchtern.

LG
Conny
Benutzeravatar
Conny
Site Admin
Site Admin
Beiträge: 1522
Registriert: 05.2008
Wohnort: Schönfließ+Trampe/Uckermark
Geschlecht: weiblich

Beitrag#8von klosterbauer » Samstag 13. März 2010, 21:12

Ahoi aus Gummersbach,

gehe gerade in Arbeit ein wenig unter und melde mich darum so wenig. Aber hier ein klitzekleiner Kommentar: Wenn ich die Preise so höre, bin ich froh, dass ich keine kleinen Ballen mehr produziere und verkaufe. Denn vom Decken der Selbstkosten kann ich ja noch nicht mal die Bremsen beim Trecker auswechseln (lassen) oder neue Reifen ansparen (alle 15 bis 20 Jahre sind die doch mal fällig).

Faire Preise fangen bei mir bei mind. 2.50 € pro 20 kg-Ballen an ... derzeit liegen bei uns die Preise für kleine Ballen bei der Genossenschaft um die 5 €, ab Hof bei 3 € aufwärts (was für den Aufwand und die vielen Helferlein etc. durchaus noch kein Wucher ist, finde ich.) Schließlich muss man auch die leben lassen, die das Heu produzieren - sonst gibt´s irgendwann keines mehr. Bei uns machen immer weniger Bauern kleine Ballen, weil die Kunden nicht mehr bereit sind, die notwendigen Preise zu zahlen (der Diesel wird auch nicht günstiger ...). Das bringt die, die nur kleine Ballen nutzen können/wollen dann in echte Probleme. Ich kenn allein hier im direkten Umfeld zwei Bauern, die sagen: ich press nur noch Rundballen (oder gar nicht mehr) - sollen die Leute doch selbst die Arbeit machen oder sehen, dass sie Rundballen bewegen können.

Nur so als Meinung zu "leben und leben lassen" - wenn wir faire Preise für unsere Produkte wollen, müssen wir auch bereit sein, faire Preise zu zahlen ....

PS: wems zu teuer ist, kann sein Heu ja selber reutern - habe ich auch schon gemacht (Armin und Alexandra auch) - ist super Heu!
Klosterhof Bünghausen, Peter Schmidt & Susanne Schulte, Hömelstr. 12, 51645 Gummersbach, I: *** Der Link ist nur für Mitglieder sichtbar, zum Login. ***
----- Wir züchten Braune Bergschafe, Rotes Höhenvieh und Noriker vom Abtenauer Schlag -----
Benutzeravatar
klosterbauer
...weiß alles ganz genau
...weiß alles ganz genau
Beiträge: 758
Registriert: 12.2007
Wohnort: 51645 Gummersbach
Geschlecht: männlich

Beitrag#9von Christina » Sonntag 14. März 2010, 09:38

Ich stand gestern mit meinem Heubauern vor meiner neuen Weide am Haus mit gut 3 ha. Wir haben überlegt, was ich damit mache, weil ich die Fläche derzeit mit meinen zusätzlichen 2 ha alter Weide allein für meine 3 "Ponypferde" nicht benötige.
Ich hatte anfangs auch überlegt, Heu zu machen, aber zum Reutern fehlt mir im Moment die Zeit, also hätte mein Heubauer die Ernte für mich übernehmen müssen..... und dann komme ich besser bei weg, wenn ich die Weide verpachte und von dem Geld bei ihm die Ballen für 1 € kaufe. Dafür kann ichs nicht selbst machen!

Langfristig soll die Weide pferdegerecht eingezäunt werden und in die Wechselbeweidung mit Kühen und / oder Schafen genommen werden. Dann werde ich vom ein oder anderen Abschnitt auch mal Heu machen lassen. Aber das kommt dann.... Da muss ich ihn langsam drauf vorbereiten, die Uhren ticken hier nicht so schnell wie mein Hirn manchmal. Auf so viel "Durcheinander" müssen die Menschen gut eingestimmt werden. ;-)
....und ich werde dann auch 1 € pro Ballen zahlen, hab ich mir überlegt, damit ich ihn nicht vergratze.

....wenn man bedenkt, dass man das Land besitzen oder pachten muss, also entweder einen Kaufpreis und Steuer oder einen Pachtpreis zahlt.... dann die Fläche mit dem passenden Gerät und der Zeit dafür abschleppen muss, damit später bei der Heuernte nicht zu viel Sand eingearbeitet wird.... dann wird gedüngt.... nach Giftpflanzen geschaut.... Es muss der richtige Zeitpunkt abgepasst werden, sonst kann ein Jahr auch schonmal zur halben Nullrunde werden!!! Der Ausfall muss also auch mit einkalkuliert werden. Es muss geschnitten, gewendet und mit Helfern eingeholt werden.... Wie schon geschrieben das Band bezahlt, die Benzinkosten, der Trecker usw usw..... Da will ich mich bei 1 € auf keinen Fall beschweren und gebe jedes Mal Trinkgeld plus etwas zu Trinken, wenn ich das Heu auch noch geliefert bekomme!!!

Aber: Man muss dabei natürlich auch noch bedenken, dass die Preise regional sehr unterschiedlich zu betrachten sind. Im bergischen ist weniger Grasfläche vorhanden und die Bearbeitung der Fläche ja auch nochmal eine andere Nummer. Bei uns in Norddeutschland gibt es viele große ebene Grasflächen, da sind die Preise dann schonmal deutlich geringer.... und im Nordosten sind die Preis sowieso noch einen weiteren Schritt niedriger!
Wenn ich in "meinem" Pferdeforum sehe, was bei Diskussionen über die Pachtpreise der Pferdeweiden raus kommt, dann sieht man da auch schon klar diesen Trend. Hier zahlt man 100 - 150 € pro Jahr und ha. Da träumt man in anderen Regionen von! Entsprechend träumt man dort natürlich auch von unseren Heupreisen.
Benutzeravatar
Christina
Moderator
Moderator
Beiträge: 1006
Registriert: 12.2007
Wohnort: Zwischen Hamburg und Bremen
Geschlecht: nicht angegeben

Beitrag#10von chook » Sonntag 14. März 2010, 17:57

Interessante Diskussion. Hier in West-Irland zahlen wir normalerweise 3.25-3.50 pro Ballen (c. 12kg). Da 'der Heubauer unseres Vertrauens' aber schon längst keine mehr hat, mussten wir fast den ganzen Winter beim Landhandel 5 Euro pro Ballen hinblättern. Bei 5 Ballen pro Woche für unsere Ziegen haut das ganz schön rein. Wir haben zwar über die Jahre schon ab und zu auf Inserate reagiert, aber das Heu war fast durchweg von schlechter Qualität (viele Binsen, Schimmel).
Leider haben wir kein eigenes Heuland. Wenn ich dann von meiner Schwester in Nds. höre, dass sie die Ballen für 1.50 im Dorf angeliefert kriegt... Bild
Wie hoch sind denn die tatsächlichen Produktionspreise?
Benutzeravatar
chook
...ist scheinbar Hobbyfarmer
...ist scheinbar Hobbyfarmer
Beiträge: 45
Registriert: 10.2008
Wohnort: Irland
Geschlecht: nicht angegeben

Beitrag#11von klosterbauer » Sonntag 14. März 2010, 21:13

Ahoi - ich habs mal für Rundballen ausgerechnet (ohne Pacht etc. hat ein Rundballen gewickelt rund 25 € Produktionskosten (Lohnunternehmer zum Wickeln, Sprit) - kein verlorener Zinken, keine Zeit ... - in der Annahme, dass im Rundballen rund 20 kleine Ballen stecken, sind die reinen Produktionskosten Minimum 1,25 € - dabei nicht eingerechnet die kleine Hochdruckpresse, der vermehrte Ladenaufwand, die Zeit fürs Mähen, Schwaden .... etc. Ein Rundballen dürfte - bei uns - nicht unter 40/45 € bei HEU (Silo günstiger) verkauft werden, sonst lügen sich die Bauern allzuoft selbst was in die Tasche oder wollen nur die Lager leer kriegen. Kleine Ballen kostet allein das Pressen 50 - 60 Cent pro Ballen im Lohn (oder man kauft selbst eine Presse ...) dazu Sprit etc. - biste locker bei 1,50 € pro kleinem Ballen an reinen Kosten ohne Zeit, ERsatzteile ....

Wer bei mir Rundballen kauft, weiß, dass ich Topqualität für den eigenen Bedarf produziere. Es sind nicht viele, die kaufen, aber die zahlen gerne die 45 € (dann mit Anlieferung in der näheren Umgebung). Wer die nicht zahlen will, muss sich andernorts umschauen - dann nehm ich das Heu lieber Jahre später zur Einstreu - bei den zeitweiligen Strohpreisen eine gute Alternative.

Eins noch, da hat Christina recht: Der Heubauer trägt so nebenbei das Wetterrisiko, kann nicht wegfahren oder durch die Gegend reiten, wenn denn mal Heuwetter ist. Insofern: Wers nicht selbst machen kann oder will, sollte vielleicht auch dies ein wenig honorieren ... (Aber von den davon angesprochenen Pferdemenschen sind - glaube ich - nicht so viele in diesem Forum. Aber da hab ich so meine leidvollen Erfahrungen: Kein Geld für gutes Futter, aber Pferchen hier und Pferdchen da .... - musste auch mal gesagt werden - Anwesende ausgenommen, Christina!!!)

So hab ich es mal gerechnet, lieber Chook

Peter
Klosterhof Bünghausen, Peter Schmidt & Susanne Schulte, Hömelstr. 12, 51645 Gummersbach, I: *** Der Link ist nur für Mitglieder sichtbar, zum Login. ***
----- Wir züchten Braune Bergschafe, Rotes Höhenvieh und Noriker vom Abtenauer Schlag -----
Benutzeravatar
klosterbauer
...weiß alles ganz genau
...weiß alles ganz genau
Beiträge: 758
Registriert: 12.2007
Wohnort: 51645 Gummersbach
Geschlecht: männlich

Beitrag#12von chook » Sonntag 14. März 2010, 21:29

Vielen Dank Peter. Die 3.25 beim 'Heubauern unseres Vertrauens' fand' ich auch halbwegs erträglich, weil wir da wissen, dass das Heu in Ordnung ist und die Ballen schön fest gepresst sind, d.h. da ist auch gut was drin, zumal er das Heu in Tipperary macht (besseres Land) und es dann noch hier an die Westküste bringt und ins Lager lädt, also echt viel Arbeit damit hat. Viele hier versuchen einen auch über's Ohr zu hauen. Derselbe Preis, aber so Labberdinger, wo nur 2/3 der normalen Menge drin steckt. Das Zeug im Landhandel ist ganz ok obwohl auch ab und an so ein Leichtgewicht mit reinrutscht. Aber 5 Teuro?
Übrigens bin ich eine chook :wink:
Benutzeravatar
chook
...ist scheinbar Hobbyfarmer
...ist scheinbar Hobbyfarmer
Beiträge: 45
Registriert: 10.2008
Wohnort: Irland
Geschlecht: nicht angegeben

Beitrag#13von mangalitza » Sonntag 14. März 2010, 23:08

Michael
Nutztier-Arche Kastanienhof (Hof Nr. 56)
www.nutztier-arche-kastanienhof.de
Benutzeravatar
mangalitza
Moderator
Moderator
Beiträge: 517
Registriert: 10.2007
Wohnort: Rheinland
Highscores: 151
Geschlecht: nicht angegeben

Beitrag#14von Alex » Montag 15. März 2010, 00:24

Hallo,

also muß jetzt auch nochmal was dazu sagen, wenn ich fünf Euro für einen kleinen Ballen zahlen müsste, könnte ich mir meine Tiere Schlicht und ergreifend nicht mehr leisten, Wir machen einen Teil des Heus selbst, daß ist auch streßig und nervig, aber noch bezahlbar mähen und pressen lassen wir, wenden tun wir selber, Pressen Rundballen, die kleinste Größe, haben uns an unseren Dieselroß einen Ballenspieß hingekauft, daß wir die Teile mit unserem kleinen Oldietrekker transportieren können. Den Rest kauf ich zu. mein Metzger der bei mir schlachtet mich mit Hafer Heu und Stroh versorgt, macht gute Arbeit und ist günstig. Bei ihm bekomme ich einen großen Quader für 40 Eu. Ich kann schon verstehen, woher die Preise kommen, aber es ist so wie mit allem anderen, wenn ich so hohe Heupreise hätte, müsste ich ja auch viel mehr für ein Schaf oder die Ziegenmilch bekommen, und das ist aber auch nicht so.

Alex
Benutzeravatar
Alex
Moderator
Moderator
Beiträge: 766
Registriert: 11.2006
Wohnort: Franken
Highscores: 16
Geschlecht: weiblich

Beitrag#15von Christina » Montag 15. März 2010, 08:31

Jaja.... Für gutes Heu haben die Pferdeleute kein Geld, wundern sich dann aber, dass die Tierarztkosten so hoch sind...!
...und sicher kannste sein, dass für irgendwelche bekloppten Müslis immer noch genug Geld da ist!
Wobei der Bekannte meines Vaters Ewigkeiten ne Mühle betrieben hat und irgendwann dazu über gegangen ist, den Hafer an Pferdehalter nur noch gegen Vorkasse zu geben. Bild

Mir ist übrigens noch etwas eingefallen, was mein Heubauer unbedingt zusätzlich zum Preis und Umtrunk für das Heu haben möchte: Achtung und Anerkennung für seine Leistung! Die bekommt er aber auch ohne Probleme von mir; das Heu hat wirklich sehr gute Qualität!


Klar ist es ärgerlich, wenn dann die Preise für das produzierte Fleisch und die Milch nicht entsprechend sind.... Da kommen wir wieder zur altbekannten Frage: Wie gute Lebensbedingungen für das Vieh schaffen, qualitativ hochwertiges Futter geben... und gleichzeitig einen Gewinn erzielen?!!?


Für mich gibt es übrigens einen wichtigen Grund, warum ich Heu langfristig nicht unbedingt von fremdem Land zukaufen will: Beim eigenen weiß ich sicher, was ich drauf gefahren, verteilt, gespritzt und gelassen habe!
Das derzeitige Heu kommt von künstlich gedüngten Wiesen. Zu gerne würde ich das anders einrichten.
Benutzeravatar
Christina
Moderator
Moderator
Beiträge: 1006
Registriert: 12.2007
Wohnort: Zwischen Hamburg und Bremen
Geschlecht: nicht angegeben

Beitrag#16von klosterbauer » Montag 15. März 2010, 11:28

Liebe! Chook

gerne aber auch ...

Leider kenne ich auch den Kampf, faire Preise für die Produkte zu erhalten. Aber trotzdem finde ich, dass zur Tierhaltung auch gehört, ordentliches Futter zu fairen Preisen kaufen zu können. Ich hab´s zum Anfang genauso gemacht wie Christina: Immer auch die Fläche fürs eigene Futter haben, das war die Obergrenze für die eigene Tierhaltung. Ich kann nur sagen: Das entspannt und macht unabhängig ... Und wenn dann der Bauer noch gelobt wird, liebe Christina, dann lässt der DIch bestimmt so bald nicht hängen.

So long grüßt

Peter

Ach ja: der Spruch vom Nachbarn (der nichts mehr macht) zu ständig handelnden Kunden: Klar kann ich auch billiger, dann können Sie die Ballen auch leichter tragen ....
Andere machen es, ohne was zu sagen, und dann gibt´s nicht ordentlich gewendete (feuchte) Ballen, leichte gerne auch, oder im Abendtau gepresste (die sind schwerer ...)
Klosterhof Bünghausen, Peter Schmidt & Susanne Schulte, Hömelstr. 12, 51645 Gummersbach, I: *** Der Link ist nur für Mitglieder sichtbar, zum Login. ***
----- Wir züchten Braune Bergschafe, Rotes Höhenvieh und Noriker vom Abtenauer Schlag -----
Benutzeravatar
klosterbauer
...weiß alles ganz genau
...weiß alles ganz genau
Beiträge: 758
Registriert: 12.2007
Wohnort: 51645 Gummersbach
Geschlecht: männlich

Beitrag#17von chook » Montag 15. März 2010, 12:38

Klosterbauer hat geschrieben:Liebe! Chook

" Immer auch die Fläche fürs eigene Futter haben, das war die Obergrenze für die eigene Tierhaltung. Ich kann nur sagen: Das entspannt und macht unabhängig ... "
So long grüßt


Grundsätzlich sehe ich das auch so, aber wir haben halt nur eine Hobbyhaltung mit 1 ha Land, davon etwa 1/2 für die Ziegen (2-3 Weibchen + Nachzucht und ab und an noch einen Bock dazu). Wir brauchen c. 80 kleine Ballen über den Winter. Dafür irgendwo einen Hektar zu pachten, dann noch einen Lohnunternehmer zu finden, der überhaupt kleine Ballen machen kann - hier wird fast ausschliesslich Silage gemacht - und den dann für einen mickrigen Hektar zu fassen zu kriegen, wenn tatsächlich mal Heuwetter ist (in den letzten drei Sommern fast unmöglich, letztes Jahr nur im September)... Das verlagert nur die Abhängigkeit und ist mit Sicherheit nicht entspannend Bild.
Zum Glück sind wir nicht darauf angewiesen, um faire Preise für unsere eigenen Produkte zu kämpfen, da wir Milch, Käse und Fleisch nur für den Eigenbedarf produzieren.

chook
Benutzeravatar
chook
...ist scheinbar Hobbyfarmer
...ist scheinbar Hobbyfarmer
Beiträge: 45
Registriert: 10.2008
Wohnort: Irland
Geschlecht: nicht angegeben

Beitrag#18von Conny » Montag 15. März 2010, 13:38

Hallo,

tja, wir können ein Lied davon singen, eigenes Land, eigenes Heu. Wie schon gesagt, keiner will mehr Handballen machen, und da wir die ständige Bettelei bei einem Nachbarn leid waren, und er Wucherpreise verlangte, obwohl wir bei der Heuernte seine einzigen Helfer waren (kostenlos), haben wir kurzerhand vor drei Jahren bei Ebay eine Heupresse für Handballen ersteigert. Da wir unseren Hof nur hobbymässig betreiben, ist es in der Heu- und Strohsaisson jedesmal stressig, was Mähen, Wenden, Pressen betrifft. Wir haben das Glück, dass wir "nur" Mähen und pressen müssen, Wenden macht für uns ein befreundeter Nachbar, für ein kleines Entgelt. Rundballen lassen wir gegen Entgelt von einem Teil der Wiesen pressen. Helferlein haben wir nur, da diese für Ihre Arbeit mit kleinen Strohballen bezahlt werden, bzw. wir ihnen ihr Heu pressen, ansonsten könnten wir uns das nicht leisten. Und wenn wir nicht selbstständig wären, und uns die Zeit einteilen können, wäre es sowieso nicht zu bewerkstelligen. Aber so weiss ich, was meine Tiere zu fressen bekommen. Überzählige kleine Strohballen werden zum Selbstkostenpreis abgegeben, wobei unserer Händearbeit, Ersatzteile für Traktor und Presse und Zeit nicht eingerechnet werden können, dann müssten sie vergoldet werden Bild

LG
Conny
Benutzeravatar
Conny
Site Admin
Site Admin
Beiträge: 1522
Registriert: 05.2008
Wohnort: Schönfließ+Trampe/Uckermark
Geschlecht: weiblich

Beitrag#19von Fuhrmann » Montag 15. März 2010, 20:15

Jetzt sind wir zwar vom usprünglichen Thema etwas ab......

Aber mal eine Frage an die Rundballennutzer, habt ihr denn alle genügend Lagerflächen um die Rundballen unter Dach zu lagern ?
Oder lagert ihr im Freien ?
[color=#00BF00]MIt Arbeitspferden sollte man Arbeiten, sonst sehen sie irgendwann nur noch so aus, aber können es nicht mehr !
Kannst du schon mit Pferden arbeiten, oder musst du noch Traktor fahren ?[/color]
Benutzeravatar
Fuhrmann
Moderator
Moderator
Beiträge: 401
Registriert: 09.2008
Wohnort: Hessen
Geschlecht: männlich

Beitrag#20von klosterbauer » Montag 15. März 2010, 20:57

Ahoi Fuhrmann,

bis zur vergangenen Ernte habe ich sie noch wickeln (einpacken) lassen und draußen gelagert. klappt gut.

Dieses Jahr will ich ein Wetternetz organisieren und zumindest teilweise ohne einpacken weiterhin draußen lagern. Mal sehen - ein Freund hat´s schon ausprobiert und ging gut ...

Ob kleine oder große Ballen - eine so große Scheune habe ich nicht und wollte ich auch gar nicht bauen (viel zu teuer - wirklich unwirtschaftlich ...)

Es grüßt aus dem Bergischen

Peter
Klosterhof Bünghausen, Peter Schmidt & Susanne Schulte, Hömelstr. 12, 51645 Gummersbach, I: *** Der Link ist nur für Mitglieder sichtbar, zum Login. ***
----- Wir züchten Braune Bergschafe, Rotes Höhenvieh und Noriker vom Abtenauer Schlag -----
Benutzeravatar
klosterbauer
...weiß alles ganz genau
...weiß alles ganz genau
Beiträge: 758
Registriert: 12.2007
Wohnort: 51645 Gummersbach
Geschlecht: männlich

Beitrag#21von Conny » Montag 15. März 2010, 21:41

Nabend,

wir lagern die Rundballen im Freien. Sie werden mit einer Plane abgedeckt. Handballen lagern wir auf dem Heuboden.

LG
Conny
Benutzeravatar
Conny
Site Admin
Site Admin
Beiträge: 1522
Registriert: 05.2008
Wohnort: Schönfließ+Trampe/Uckermark
Geschlecht: weiblich

Beitrag#22von Christina » Dienstag 16. März 2010, 08:43

So weit vom Thema ab ist das eigentlich gar nicht, denn auch dafür muss der Heulieferant noch die Kosten einkalkulieren, wenn man - wie ich - nicht alles in einem Rutsch kaufen kann.
Ich bekomme bei mir knapp 200 Ballen unter, benötige aber etwas mehr als die doppelte Menge. Also lagert mein Heubauer die restlichen Ballen bei sich und liefert im Winter nochmal nach.
Benutzeravatar
Christina
Moderator
Moderator
Beiträge: 1006
Registriert: 12.2007
Wohnort: Zwischen Hamburg und Bremen
Geschlecht: nicht angegeben

Beitrag#23von Mittelerde » Dienstag 16. März 2010, 21:56

sooo ... nachdem ich ein arbeitsreiches langes Wochenende bei meiner Mutter hinter mir habe ..... (und jetzt meinen Rücken noch gut spüre)

erst mal vielen Dank für die Infos ....

Auf Rundballen hab ich auch schon rumüberlegt ..... aber die sind so unhandlich ... außerdem hab ich zwei schöne großen Heuböden .... Ich werd mal so die (ich glaub es sind 3 die noch kleine Balle pressen können) abfragen was die so haben wollen und dann berichten ....

Wie lange kann man denn eigentlich, so aus der Erfahrung, die eingepackten Rundballen draußen lagern??? Wenn man mal davon ausgeht das die Katzen die Folie ganz lassen ....
:smileyvieh: le Grüße aus Mittelerde

Ralf

--------------------------------------------------------
Wer Rechtschreibfehler findet darf sie behalten
Benutzeravatar
Mittelerde
...kann schon mitreden
...kann schon mitreden
Beiträge: 83
Registriert: 02.2010
Wohnort: Mittelerde ;-)
Geschlecht: nicht angegeben

Beitrag#24von klosterbauer » Mittwoch 17. März 2010, 05:29

Ahoi

ich nutze die übriggebliebenen Ballen auch noch im 2. Winter - dann aber bevorzugt für die Kühe. Genau: wegen der Katzen.

Sprich: hält sich - Kontaktfeuchte möglich, aber nicht tiefgehend. Hauptsache, die Haut bleibt dicht (ev. schützen)

Bis denne grüßt
Peter
Klosterhof Bünghausen, Peter Schmidt & Susanne Schulte, Hömelstr. 12, 51645 Gummersbach, I: *** Der Link ist nur für Mitglieder sichtbar, zum Login. ***
----- Wir züchten Braune Bergschafe, Rotes Höhenvieh und Noriker vom Abtenauer Schlag -----
Benutzeravatar
klosterbauer
...weiß alles ganz genau
...weiß alles ganz genau
Beiträge: 758
Registriert: 12.2007
Wohnort: 51645 Gummersbach
Geschlecht: männlich

Beitrag#25von Fuhrmann » Mittwoch 17. März 2010, 19:46

Klosterbauer, ist in deiner Kalkulation das Einwickeln schon mit drinn ?


Conny und all:
wie ist das wenn man Heurundballen im Freien lagert, kann man da alles verwenden oder ist das Heu bei was evtl. nicht mehr gefüttert werden kann ?
[color=#00BF00]MIt Arbeitspferden sollte man Arbeiten, sonst sehen sie irgendwann nur noch so aus, aber können es nicht mehr !
Kannst du schon mit Pferden arbeiten, oder musst du noch Traktor fahren ?[/color]
Benutzeravatar
Fuhrmann
Moderator
Moderator
Beiträge: 401
Registriert: 09.2008
Wohnort: Hessen
Geschlecht: männlich

Nächste

Beteilige Dich mit einer Spende