Preise für Heuballen ...


AbonnentenAbonnenten: 0
LesezeichenLesezeichen: 0
Zugriffe: 9056

Beitrag#26von Conny » Mittwoch 17. März 2010, 20:25

Nabend,

wir lagern die Rundballen übereinander in einer langen Reihe und mit Plane abgedeckt, so dass nur bei den Untersten die Seite, welche auf dem Boden aufliegt, nicht wirklich als Futter geeignet ist. Ist aber nicht viel und im Offenstall mit der guten Seite nach oben, noch gut als Einstreu zu gebrauchen.

LG
Conny
Benutzeravatar
Conny
Site Admin
Site Admin
Beiträge: 1522
Registriert: 05.2008
Wohnort: Schönfließ+Trampe/Uckermark
Geschlecht: weiblich

Beitrag#27von Christina » Donnerstag 18. März 2010, 10:12

Wir hatten früher - als ich meine Stute noch eingestellt hatte - auch immer Ballen dabei, die man nicht nutzen konnte.
Ein Heulageballen war mal so schlecht, dass von 5 Pferden 3 eine Kolik bekamen. Meine Stute hätte es ohne OP nicht überlebt. Meine Erfahrung mit drei Stallbetreibern ist, dass es bei den großen Ballen finanziell einfach gleich zu sehr schmerzt, die Ballen zu entsorgen. Bei den kleinen Ballen tut man einen halbschlechten Ballen eher mal weg.
Diese ewige schlechte Futterqualität war ein Grund dafür, mein Pferd in Eigenhaltung zu nehmen! Toitoitoi! Bei mir zahlt sich das bessere Futter hundertfach aus! Die Tierarztkosten gehen seitdem gegen Null.
Wobei ich zugeben muss, dass die großen ab einer gewissen Anzahl Pferde natürlich bequemer sind - sofern man einen Trecker zur Verfügung hat.

edit: Und die halbschlechten für die Pferde eignen sich natürlich noch allemal für die meisten anderen Tiere....
Benutzeravatar
Christina
Moderator
Moderator
Beiträge: 1006
Registriert: 12.2007
Wohnort: Zwischen Hamburg und Bremen
Geschlecht: nicht angegeben

Beitrag#28von klosterbauer » Donnerstag 18. März 2010, 11:01

Ahoi
@ Fuhrmann: ja, meine Kalkulation ist "gewickelt"

@Christina: auch die großen können durchweg gut sein. Unsere eigenen Pferdeballen haben mal ne feuchte Stelle außen, mehr nicht - siliert ist nix. Man muss halt nur trocken einpacken.... je nach Wetter ist das der Punkt.

Aber es freut mich, dass es jetzt funzt.

Bis denne

Peter
Klosterhof Bünghausen, Peter Schmidt & Susanne Schulte, Hömelstr. 12, 51645 Gummersbach, I: *** Der Link ist nur für Mitglieder sichtbar, zum Login. ***
----- Wir züchten Braune Bergschafe, Rotes Höhenvieh und Noriker vom Abtenauer Schlag -----
Benutzeravatar
klosterbauer
...weiß alles ganz genau
...weiß alles ganz genau
Beiträge: 758
Registriert: 12.2007
Wohnort: 51645 Gummersbach
Geschlecht: männlich

Beitrag#29von Christina » Donnerstag 18. März 2010, 14:48

Hallo Peter, selbstverständlich gibt es auch sehr gute große Ballen, wenn sie ordentlich gemacht und gelagert sind... und man dann noch das Quentchen Glück hat.
Fehlt es aber an einer dieser Stellen, ist der finanzielle Verlust größer, wenn ein solcher Ballen gammelt... und wird leider eher mal gegeben als weggeschmissen.

Zumindest bei Heulage hab ich die Erfahrung gemacht, dass man schnell mit einer Kolik oder zumindest Kotwasser dabei ist, wenn man einfach nur den Rand weg nimmt. Später wundern die Leute sich dann, dass die Pferde den ganzen Winter husten oder Probleme mit Nasenausfluss haben.
Bei Heu mag das anders sein... Wobei kleine Ballen immer komplett muffig sind, wenn da erstmal was feucht wird. Ist das bei großen nicht so?
Benutzeravatar
Christina
Moderator
Moderator
Beiträge: 1006
Registriert: 12.2007
Wohnort: Zwischen Hamburg und Bremen
Geschlecht: nicht angegeben

Beitrag#30von Herwig » Donnerstag 18. März 2010, 15:41

Vielleicht liegt es auch an der Pferderasse??

Vor nur 30 Jahren hat diese Problematik keinen Menschen interessiert.

Meine 3 Kaltblüter bekommen nur Heusilage, mein alter Wallach seit 17 Jahren.

Kein Nasensekret, Kotwasser oder sonstige Beeinträchtigungen.

Müslis, Leckerlis, Karottenchips oder Wolldecke gibt es auch nicht, nur einen Unterstand.
Wenn sie arbeiten, gibt es etwas Quetschgerste.
Sollte in der Heusilage mal eine Stelle sein, die nicht in Ordnung ist, lassen die Tiere das einfach liegen, bekommen dann die Schweine.

Einen Tierarzt hat bisher nur der Wallach gesehen als er sich mal verletzt hatte beim Holzrücken.

Ich verwende also nur noch, seit vielen Jahren, Heulage in Rundballen. Ich mähe, wende und schwade selber, Pressen und wickeln tut ein Lohnunternehmen (10 Euro per Rundballen)

Im Winter hole ich dann mit der Heckgabel am Trecker einmal per Woche einen Rundballen, setze den direkt in die Raufe...fertig, eine Woche Ruhe. Wasser kommt über beheizte Selbsttränke.
Benutzeravatar
Herwig
Site Admin
Site Admin
Beiträge: 3383
Registriert: 10.2006
Wohnort: Suderbruch, bei Hannover
Highscores: 213
Geschlecht: männlich

Beitrag#31von Christina » Freitag 19. März 2010, 08:29

Na, Herwig, deine sind dann so gesund, weil sie den ganzen anderen Kram zusätzlich nicht bekommen und viel frische Luft haben. ;-) Die beste Pferdehaltung, die man sich vorstellen kann. :-)

Meine Stute hatte die angeschimmelte Heulage damals auch liegen lassen. Aber am nächsten morgen lag wieder welche von dem Ballen in der Raufe und den Abend wieder..... Irgendwann hatte sie einfach einen mords Kohldampf.... und leere Pferdedärme sind genauso ungesund wie schimmelige Heulage.
Wenn genügend gutes Futter zur Auswahl steht, sorgen Pferde natürlich selbst für ihre Gesunderhaltung, genau wie du geschrieben hast. Aber in dem Stall war halt nicht genügend Geld vorhanden. Es gab keine Ballen auf Vorrat, die eben gewechselt werden konnten.....
Und ehe ich raus hatte, was los war (damals stand mein Pferd weit weg und ich konnte nicht täglich hin), waren wir schon in der Klinik.
Das meinte ich auch damit, dass es bei großen Ballen finanziell ein größerer Schritt ist ihn wegzu tun als bei kleinen.
Die Stallbetreiberin hatte gesehen, dass meine Stute nichts gefressen hatte.... und sich schon gewundert! Aber leider nicht zu Ende gedacht, wohl auch, weil die Schlussfolgerung unbequem gewesen wäre. Heute achte ich ganz genau darauf, ob die Pferde das Futter anrühren oder nicht. Ich hab auch schonmal versehendlich einen kleinen Ballen gegeben, der nicht in Ordnung war. Das hab ich dann aber schnell gemerkt als die Pferde nur widerwillig dran gegangen sind. Der Ballen ging zu den Hühnern und die Pferde haben einen neuen bekommen.
Übrigens stehen die Kolik-OP-Kosten in keinem Verhältnis zu den "Einsparungen", die die Stallbetreiberin bei der Heulage gemacht hat. Naja, auch den OP-Kosten bin ich hängen geblieben.... Für sie hat es sich also trotzdem "gelohnt".
....und ich hab daraus gelernt, dass ich beim Pferd überall spare, aber NICHT bei der Grundversorgung mit Heu.

Rasseabhängig waren die Koliken damals übrigens nicht. Es war eher so, dass die drei größten Pferde, die am meisten gearbeitet wurden, die Koliken hatten. Also die mit dem meisten Bedarf und größten Hunger.
Benutzeravatar
Christina
Moderator
Moderator
Beiträge: 1006
Registriert: 12.2007
Wohnort: Zwischen Hamburg und Bremen
Geschlecht: nicht angegeben

Vorherige

Beteilige Dich mit einer Spende