Heu-Ernte oder wenn die Sonne für den Bauern arbeitet


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Heu-Ernte oder wenn die Sonne für den Bauern arbeitet

Beitrag#1von Fuhrmann » Dienstag 29. Juni 2010, 16:36

Hallo alle,

Ich bin gerade mitten in der Heuernte, und dieser Tage trocknet es ja besonders gut, darum sitze ich gerade im kühlen Büro und lasse drausen die Sonne für mich arbeiten.

Der Ertrag liegt etwas unter dem vom vorherigen Jahr, was sicher dem langen Winter und dem kühlen Frühjahr zuzuschreiben ist.
Es hat dieses Jahr auch etwas mehr Kraut als sonst die Jahre. Wenn das Wetter so bleibt, gibt es eine super Qualität.

Gruß Fuhrmann
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Beitrag#2von klosterbauer » Dienstag 29. Juni 2010, 16:47

Ahoi Fuhrmann,

wir haben gestern den späten ersten Schnitt eingefahren - wieder etwa 20 Prozent weniger als vergangenes jahr. Aber Du hast recht: Super Heu. Eben ein kleiner Regenschauer, ich hoffe, der schafft den Weg zu Dir nicht mehr (hat ja hier schon was fallen gelassen).

Gut Heu wünscht

Peter
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Beitrag#3von karinenhof » Dienstag 29. Juni 2010, 23:01

Wir machen in diesem Jahr unser Heu kompl. alleine.
Da wir es nicht auf einen Rutsch alles schaffen, in Etappen.
Bei der ersten Runde hat es einmal raufgeregnet. Das war unsere Übungsrunde. Wir haben nun Mähwerk, Wender/ Schwader und die Presse im Griff. Die ersten 80 kleinen Ballen sind gelb, weil Regen dazwischen kam.

Die zweite Runde haben wir während des Fussballspieles Deutschland/ England reingeholt. Die Straße war so schön leer Bild. Wir finden es ist eine sehr gute Qualität. Insgesammt 280 Ballen.

Gestern hat Männe die letzten ca. 1,5 ha runtergemäht. Es trocknet wie doll und verrückt.
Gibt´s das, dass das Gras in 2 Tagen zu Heu wird und wir morgen pressen könnten? Männe will zur Sicherheit noch einen Tag länger warten.
Ich nicht. Habe eine Handvoll in die Hand genommen und so gegeneinander verrubbelt. Kann ich nicht so richtig beschreiben. Die Halme sind jedenfalls zerknuspert.

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Beitrag#4von Fuhrmann » Mittwoch 30. Juni 2010, 08:46

Hallo Karin, das kann schon sein in 2 Tagen fertig ! Es trocknet super gut in den letzten Tagen. Zudem ist das ältere Gras ja auch nicht mehr so saftig wie das junge Gras ende Mai.

Ich geniese es auch wenn während der Fußballspiele die Strassen leer sind, vor allem wenn ich mit den Pferden unterwegs bin.

Peter es waren nur noch ein paar Tropfen die hier angekommen sind.

Ich werde morgen auch mein letztes Heu einfahren, so es trocken bleibt.
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Beitrag#5von Herwig » Mittwoch 30. Juni 2010, 09:23

Ich habe gestern fertigBild

64 große Rundballen gewickelt und abgestellt.

Damit hatte ich etwas mehr als im letzten Jahr von gleicher Fläche.
Aber Qualität super, weil gänzlich ohne Regen. Nu darf bzw. müsste es mal etwas regnen. Die Wiese sieht jatzt nach der Maht aus wie eine Steppe.

Beim Mähen konnte ich, gottlob, zwei Kitze vorm sichern zestückeln retten. Als ich auf der Weide mit dem Mähwerk ankam, lief ganz aufgeregt eine Ricke davon, da lag es nahe, das Kitze im Gras liegen müssen. Mein Hund und auch ich haben sie nicht gefunden, so musste ich echt im Zeitlupentempo mähen... Das Gras ist ja immer schon voll in der Blüte und recht hoch.
Als ich die Zwillinge dann entdeckte war die Wiese schon fast ganz abgemäht, die wollten einfach nicht raus da.

Wie verhindert ihr das mit dem Wild im Gras?

Es soll ja helfen, wenn man einen Tag vorher ein paar Stangen mit flatternden Plastiktüten in die Wiese stellt, hat das schon mal jemand gemacht?
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Beitrag#6von klosterbauer » Mittwoch 30. Juni 2010, 09:56

Ahoi Herwig

auch wenn ich kaum Stress mit Kitzen und Co habe - habe ich im Laufe der Zeit zwei bis drei Tipps gehört und behalten, weil Sie mir schlüssig schienen:
1. Am Abend vorher eine Außenrunde mit dem Mähwerk drehen - den Tieren soll es dann zu unruhig werden und sie verdünnisieren sich über Nacht.
2. Jagdpächter anrufen, der kommt mit den Hunden
3. Modernes Mähen nach den Empfehlungen der LWK beginnt wohl in der Mitte und geht dann nach außen - so bleibt den Tieren immer ein Fluchtweg. Bei mir und meinen hangigen und schiefen Flächen ist das aber absolut nicht machbar.

Ansonsten wünsche ich allen eine gute Resternte - ich warte jetzt auf den 2. Schnitt ...

Es grüßt

Peter, der jetzt auch richtig gut Regen brauchen kann ...
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Beitrag#7von Fuhrmann » Mittwoch 30. Juni 2010, 10:17

Herwig hat geschrieben:Wie verhindert ihr das mit dem Wild im Gras?



..ganz einfach mit Pferden mähen, die passen schon auf und bleiben stehen wenn ein Kitz im Gras sitzt.

Bild
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Beitrag#8von klosterbauer » Mittwoch 30. Juni 2010, 14:13

das sieht gut aus - und so schön eben. Ich will ja immer noch - aber es dauert seine Zeit, vor allen Dingen, wenn man ein Mähwerk mit Bodenantrieb sucht ....

Bis denne
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Beitrag#9von Uwe » Mittwoch 30. Juni 2010, 19:14

Hallo in die Runde,
bei uns gibt es kein Rehwild auf den Weiden, zudem liegen diese unmittelbar an einer stark befahrenen Bundesstraße.
Dennoch, es gibt ja auch Hasen und Fasane Bild !

Daher: ich/wir mähen einen Außenrand am Vortage frei, haben die Weiden immer beobachtet und hoffen das nix passiert. Vor Jahren habe ich einmal Fasanenküken über gemäht - das möchte ich nie wider erleben!
Mit Hunden lohnt eine Absuche überhaupt nicht, Rehkitze haben absolut keinen Eigengeruch, da muss der Hund schon drauftreten! Bild
Kitze und Hasenjunge ducken sich flach in ihre Sasse und warten auf das Alttier, die springen nicht auf und laufen weg! Und dieses Verhalten bedeutet eben zu oft den Tod durch Mähwerke Bild!
Gruß aus der Wesermarsch ...
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Beitrag#10von Fredo » Mittwoch 30. Juni 2010, 20:54

Moin Moin,

wir haben dieses Jahr auch alles selbergemacht bei der Heuernte ,nachdem wir jahre lang von unseren nachbarn abhänhig waren( und es leider allzuoft schwierigkeiten gab) haben wir dieses Jahr es endlich geschaft unser Heu komplett selbst zu machen. 52 Heurundballen sind dieses Jahr trocken reingekommen und nochmal 22 Heulage Ballen. Rehkitze haben wir schon seit Jahren nicht mehr ausgemäht da wir immer am vorabend " Fahnen" aufstellen die oben genannten Stangen mit Plastiktüten dran. Es stimmt Rehkitze haben in den ca. 3 ersten lebenswochen keinerlei geruch ansich was halt vorteilhaft is für die Kitze damit sie nicht vom Fuchs oder anderen Räubern gefunden werden. Leider ist es so das sich die Kitze wie Uwe schon beschrieben sehr,sehr ducken wenn sie was hören oder sehen weil sie denken sie seien in sicherheit. Es gibt ja auch Landwirte die Ketten vorne am tecker haben damit die Hasen und Kitze verschwinden leider ducken sie sich nur. Aber mal ehrlich bei den riesigen Mähmaschienen heutzutage lässt man den Kitzen ja fast keine Chance mehr der Lohnunternehmer zum Beispiel hat dieses Jahr mit seinem Big M in den ersten Beiden wochen schon alleine fast 22 Kitze ausgemäht:(.


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Heulageballen?

Beitrag#11von Uwe » Mittwoch 30. Juni 2010, 21:35

Ich muss nun einmal fragen: Was sind "Heulageballen" und wo ist der Unterschied zu normalen Rundballen?
Gruß aus der Wesermarsch ...
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Beitrag#12von Alex » Donnerstag 1. Juli 2010, 00:29

Hallo,

bei uns werden auch Stangen mit Fähnchen dran gesteckt, am Tag vorher, funktioniert ganz gut,da holen die Mütter ihre Kitze in der Regel raus, unsere Wiese liegt direkt am Wald. Habe dieses Jahr nur halb soviel Heu geerntet wie letztes Jahr und ein Gewitterregen ist mir auch reigegangen. War diese Jahr nicht ganz so der Hit.

Bis denn Alex
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Beitrag#13von Herwig » Donnerstag 1. Juli 2010, 09:15

Heulage mache ich auch nur. Es ist schon eine Art Silage aber fast Trocken, Nicht die sogenannte Anwelksilage sondern mein Heu ist so trocken, dass nur noch einige Knoten in den Halmen Grün sind. Wenn der Ballen dann mit Folie eingewickelt wird siliert es etwas, das hat dann beim öffnen einen sehr angenehmen Geruch und ist eben für alles VIEHzeugs geeignet.
Da ich Bäume rund um meine Wiesen habe, trocknet das Heu sehr unterschiedlich und ich hatte früher dann in den Ballen öfter mal etwas Wärme entwicklung, dass passiert bei der Heulage nicht.
Außerdem entfällt das abdecken un der Lagerstress. Die Ballen stehen einfach bei mir am Wiesenrand und warten suf den Winter, dann holle ich die bei Bedarf ab...
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Beitrag#14von Fredo » Donnerstag 1. Juli 2010, 18:04

Moin,
genau Herwig wir machen aber Hauptsächlich etwas feuchtere Heulage aus relativ altem Gras für die Pferde die leicht mal Dämpfig werden ist zwar nicht so gut wenn es Tiere sind die leicht aufgehen wie ein Hefeklops aber besser als diese sändige husterei und keucherei.
Was auch noch gut geht wenn man eine art Quad oder einen Roller hat der gelände gängig ist das Land einmal Morgens und einmal Abends vor den Mähen zu durchqueren schön Kreuz und Quer damit keine allzu großen Partien undurchgefahren bleiben. Aber leider ist dies bei unseren derzeitigen flächen nichtmehr praktikabel da wird einfach zu viel sprit verfahren.

Mfg.Fredo
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Beitrag#15von Conny » Sonntag 4. Juli 2010, 20:01

Nabend,

auch wir haben unser Heu trocken eingefahren und weit mehr als letztes Jahr auf der gleichen Fläche. Nur, mein Mann hat sich einen Fehltritt beim Aufsteigen auf den Heuhänger geleistet und ist auf die Wagendeichsel geknallt. 4 Rippen gebrochen, fällt nun für mind. 6 Wochen aus. Sofort waren Nachbarn aus dem Dorf vor Ort um mir beim Heueinfahren und Stapeln zu helfen, und alles kostenlos!!!! nur für ein Mittagessen und natürlich kalt Getränke.

LG
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Beitrag#16von Frankenvieh » Montag 5. Juli 2010, 10:52

Och schön, wieder mal ein LW ThemaBild



Bei uns heißt die Heulage Halbheu. Haben wir auch schon gemacht, die allzu "fetten" Silagen brauchen unsere Küh' eh nicht.
wir haben unsere scheune noch nicht ganz voll. Wir fahren mehr loses ein, nur das von den entfernten Wiesen wird in rundballen gepresst. Die Scheune muß auch nicht voll werden, die ist gebaut um 20 Milchkühe im Winter satt zubekommen .... und soviel müssen es dann doch nicht seinBild


Wieviel bezahlt ihr so für die Rundballen pressen lassen? bei uns ist es für Heurundballen, groß 3,00€ und für Silo wickeln 10€.
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Beitrag#17von karinenhof » Montag 5. Juli 2010, 17:01

So, wir haben unser Heu auch drin. Da es ja im vergangenen Jahr eine Menge Ärger gab, haben wir alles selber gemacht. Der Wettergott hat es gut mit uns gemeint und wir konnten üben.

Auf unserem Boden liegen ca. 750 "kleine" Ballen schönstes BIO Heu. Wir sind schön braun und zufrieden.
Inzwischen kommen wir mit unserer neuen "alten" Technik auch ganz gut klar. Eine Menge Respekt hatte ich vor der Presse. Nachdem wir dann eine Buchse für den Scherstift haben einschweißen lassen, hat es auch ganz gut funktioniert. An der einen Seite werden ab und zu die Bänder nicht richtig abgeschnitten und dadurch hat das Bund dann nur eine Strippe. Da müssen wir noch etwas nacharbeiten. Aber im großen und ganzen sind wir froh, dass es so gut geklappt hat.

Mensch Conny, das mit Deinem Männe ist ja der Hammer. Ich wünsche ihm gute Besserung.

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Beitrag#18von Fuhrmann » Montag 5. Juli 2010, 17:30

Die Unabhängigkeit bei der Heuernte scheint für viele ein wichitges Kriterium zu sein. Seit ihr denn mit der Qualtität der Eingekauften Leistung unzufrieden oder liegt es mehr auf der menschlichen Seite, dass ihr lieber selbst das Heu macht ?

Welche Kriterien legt ihr denn an für ein qualtitäsvolles Heu: Erntezeitpunkt, Gräser Zusammensetzung, Düngung, Trocknung, Art der Ballen, oder sonstwas ?

....... und derzeit riecht es so gut in der Scheune.....
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Beitrag#19von Conny » Montag 5. Juli 2010, 19:08

@Karin: vielen Dank, werde ich ausrichten.

@Frankenvieh: hier müssen wir 4,00 €/Rundballen berappen.

@ Fuhrmann: die meisten Bauern in unserer Region verkaufen kein Heu, benötigen es selbst. Wenn doch, verlangen sie 25,-/Rundballen und mehr. Verkauft werden oftmals nur die Ballen schlechterer Qualität. Handballen macht hier außer uns keiner mehr. Als wir für unsere Tiere Heu aus der doch relativ weit entfernten Insel Usedom ordern mussten, da hier nichts zu bekommen war, haben wir uns entschlossen, unseren Bedarf selbst zu erzeugen, Wiesen waren/sind ja genügend vorhanden.

LG
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Beitrag#20von klosterbauer » Dienstag 6. Juli 2010, 00:13

auch von mir gute Besserung.

Und @ Fuhrmann: Ich habe zwar dieses Jahr Anfang Juni den Lohnunternehmer genossen zum Mähen und ersten Zetten (war auch gar nicht so teuer, verglichen mit der Arbeit, die ich mir immer mache. Er: 1 h 15 Minunten für stark 5,5 ha - ich: 7 h fürs Mähen und dann noch 4 h fürs Verteilen). Aber erstens kommen die großen Maschinen weniger in die Ecken - und außerdem wird er sich bedanken, für mich immer wieder zu kommen und meine runden, spitzen, böschungsreichen Wiesen zu mähen. Das war dieses Mal Hilfe in der Not.

Außerdem bin ich mit meinen teilweise maschinenunfreundlichen Wiesen und den vergleichsweise geringen Flächen immer der Letzte, wenn Mähsaison ist. So bin ich nur beim Pressen abhängig. Aber besser nur von einem (Lohnunternehmer) als von zig Leuten, die beim Laden und Abladen helfen müssen und dann heute kaum noch zu finden sind.

Insofern mähe ich dann doch selbst ... und mache auch alles andere außer Pressen. Ist einfach beruhigend, wenn man es kann und nicht auf andere angewiesen ist - außer auf den Treckerschrauber, wenn mal was defekt ist.

Es grüßt
Peter
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Beitrag#21von Herwig » Dienstag 6. Juli 2010, 12:53

Ich zahle für Wickeln und Pressen 11.- Euro.

Außer Pressen mache ich auch alles selber, weil ich unabhängig sein will und keinen Bock habe ständig nachzufragen. Ich finde auch, das das Heu bei absoluter Vergabe aller Arbeiten an Lohnunternehemen zu teuer wird. Da kann ich lieber mein Land verpachten und dann Heu kaufen, das ist als Summe günstiger...

Der Eiweißgehalt meines Heues muss nicht hoch sein, darum lasse ich es Blühen, auch aus dem Grunde, um eine Vermehrung des Grases zu haben. Dennoch sähe ich im Frühjahr mit Dung und Schleppen Kräuter und Gras nach.

Wegen fehlender Lagerkapazität und der Unhandlichkeit der Rundballen, lasse ich wickeln.

Mein Anspruch ist:
sehr trockene Heulage, Bioqualität, kräuterhaltig, Vermehrung, später Schnitt, extrem behutsames Wenden, wenig Staub, Wild muß überleben, wenig Verdichtung auf der Weide, Zäune heile lassen.

@Conny:
Gute Besserung für Deinen Mann und darauf achten, das er wenig hustet, niest und lacht. Das tut säuisch weh...
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Beitrag#22von milchschaf » Dienstag 6. Juli 2010, 19:40

nachdem das gras so schnell kam und mein bauer nicht mehr heu macht hab ich mir von nen nachbarn mähen lassen und dann alles auf reuter gesetz .bilder folgen noch.die hitze war echt unerträglich dabei.ich habe von knapp 700qm 4 reuter voll bekommen.

lg martina
ps letztes jahr hatte ich nur einen kleinen reuter die schafe waren ganz wild auf dieses heu
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Beitrag#23von Conny » Mittwoch 7. Juli 2010, 09:19

Morgen,

@ Herwig: Danke, richte ich aus. Leider hat sich mein Mann von den Enkelkindern auch noch eine Erkältung zugezogen Bild . Wenn er Husten muss, krümmt er sich vor Schmerzen und ich bin so völlig hilflos, da ich ihm nicht helfen kann Bild

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Beitrag#24von milchschaf » Mittwoch 7. Juli 2010, 18:55

conny auch von mir liebe wünsche das sich dein mann schnell wieder erholtBild
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Beitrag#25von Herwig » Mittwoch 7. Juli 2010, 19:08

Conny, mir hat ein fester Verband um die Rippen geholfen, ansonsten 3 Globoli Arnica C6 in ein Glas Wasser und alle halbe Stunde einen Schluck nehmen, danach das Glas immer wieder mit Wasser auffüllen.
Hilft schon ganz gut, man istzwar nich schmerzfrei aber es lindert. Auch Arnica Umschläge helfen ganz gut
Bei so einer Rippenfrktur ist man (frau) ziemlich hilflos, weil man echt außer Ruhe nix machen kann. Fies wäre es, wenn du ihm Witze erzählstBildBildBildBild
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