Grünland mit M.ist Düngen?


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Re: Grünland mit M.ist Düngen?

Beitrag#1von klosterbauer » Dienstag 23. Oktober 2012, 14:05

Ahoi

ich fahr den meisten Dung vor Weihnachten aus, und alles was im Dezember ausgebracht ist, ist Ende Mai zum Schnitt "weg" - auf die Weiden mit Juli-Heu fahre ich auch noch im Januar/Februar (je nach Wetter).

Ich hab gemischten Pferde- und Rindermist - ist besser als reiner Schafmist - generell würde ich den Rindermist bevorzugen, wenn ich die Wahl hätte.

auch wo es gut schwarz geworden ist, ist es nachher gut verrottet - insofern hat die Menge eher was mit Deinen Mitvorräten oder dem Bedarf des Bodens zu tun. Gekalkt habe ich im Frühjahr - etwa zur Zeit des Wieseabschleppens, dann ist der Boden tragfähiger und die Verdichtung geringer, der Lohnunternehmer hat ja schwerere Maschinen als ich und käme im feuchten Herbst auch nicht auf die schiefen Flächen. Aber vom Misten her dürfte es egal sein, wann Du kalkst. Denn der Kalk sorgt ja wie der Dung für eine langsame Bodenverbesserung und ist kein "ich push mal eben den Boden-PH-Wert hoch"-Mittel.
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Re: Grünland mit M.ist Düngen?

Beitrag#2von Fuhrmann » Samstag 27. Oktober 2012, 10:12

Bei der MIstart (Rinder oder Pferde) würde ich immer das andere nehmen was von dem Grünland ernährt wird.

Die Mistmenge richtet sich auch nach dem Boden bzw. dem Bodenleben. Bringt man zu viel Dung aus, was die Bodenorganismen nicht verarbeiten können, dann leidet die Grasnarbe.
Wenn man regelmäßig mit Dung düngt, stellen sich auch entsprechende Bodenorganismen ein und man kann die Menge steigern. Versuchen und Beobachten macht Klug.
Wenn eine leichte Technik zum ausbringen vorhanden ist und die Narbe tragfähig würde ich öfter dünn aufstreuen, da kann man auch sehen was das Edaphon verarbeiten kann.

In diesem Sinne
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Re: Grünland mit M.ist Düngen?

Beitrag#3von Herwig » Sonntag 28. Oktober 2012, 10:51

Ich kompostiere grundsätzlich Dung erst zwei Jahre bis zur Ausbringung.
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Re: Grünland mit M.ist Düngen?

Beitrag#4von Fuhrmann » Sonntag 28. Oktober 2012, 13:27

Das kompostieren hat natürlich den Vorteil, dass man Darmparasiten und Krankheitserreger minimiert. Aber durch das kompostieren verliert der Dung an Gehalt und viele der Umsetzungsvorgänge tun dem Boden gut und verpuffen so auf dem Komposthaufen.

Für die Weiden nutze ich auch Kompost wegen den Darmparasiten.
Auf den Mähwiesen streue ich frischen Dung dünn auf und beobachte wie hungrig meine Bodenlebewesen sind und versuche ihnen so viel wie Möglich an Futter zu reichen.
Mitunter spricht man davon, dass in einem guten Boden die Masse an Bodenleben so groß wie 7 GVE ist. Da kann man schon einiges füttern :yes4:
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Re: Grünland mit M.ist Düngen?

Beitrag#5von Fuhrmann » Freitag 25. Oktober 2013, 18:35

Hallo Mett,

schau mal hier in diesen beiden Links bekommst Du etwas mehr info:

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..letztendlich wirst Du nicht drumherum kommen deinen Dung zu wiegen wenn Du wirklich wissen willst was er wiegt! Um das Gewicht zu pauschalieren, dafür sind nach meiner Meinung die die Misthaufen nicht homogen genug.
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Re: Grünland mit M.ist Düngen?

Beitrag#6von Fuhrmann » Freitag 25. Oktober 2013, 21:54

Die Düngeverordnung sagt ja eigentlich, dass man bei total gefrorenem Boden nicht düngen sollte.
Aber je nach Gerät halte ich das für sinnvoll wegen der Bodenverdichtung.
Sinvoller ist es jetzt noch zu streuen, solange die Bodenlebewesen aktiv sind, dann verarbeiten sie dir auch den Dung bzw. so lange die Pflanzen noch aktiv sind nehmen sie auch Nährstoffe direkt auf. Wenn der Dung auf dem gefrorenem Boden liegt gibt es Verluste.

Dünn streuen gibt keine Verätzung bzw. erstickt auch nix.

Unkräuter:
JKK: sinnvolle Düngung beugt JKK vor
Ampfer: kommt nur wenn die Narbe kaputt ist
Disteln: den Samen könntest Du evtl. mit dem Dung verteilen, aber Disteln zeigen auch Bodenverdichtung oder nicht genutzte Bodenkräfte an.

Eine Wechselbeweidung bzw. Nutzung als Mähweide beugt Verunkrautung vor.

Mein Frischmist aus dem Stall wiegt ca: 0,3 to / m ³ !
Also wenn Du eine Waage in der Nähe hast wiege mal damit du ein Gefühl bekommst.
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