Erster Versuch mit Dreibockreutern


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Re: Erster Versuch mit Dreibockreutern

Beitrag#51von permakult2012 » Samstag 16. Juni 2012, 11:37

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Re: Erster Versuch mit Dreibockreutern

Beitrag#52von klosterbauer » Samstag 16. Juni 2012, 14:53

Na, da steht doch schon was.

Jetzt kommen nur die Feinarbeiten. Du solltest versuchen, es wie ein Indianertipi aussehen lassen (nur oben mit klarer Haube, kein Loch!). Die Seiten müssen so glatt sein, dass das Wasser außen abläuft und nicht hineinkann. Da scheint Dein Heureuter noch ein paar potenzielle Unebenheiten und Seen zu bieten - dann kann Dir das Heu faulen. Soll es ja nicht ...

Welche Gestellform hast Du den gewählt? Und wann hattet Ihr soch schön Sonne, dass Ihr heuen konntet - wir genießen hier den Regen ...

Bis strackes

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Re: Erster Versuch mit Dreibockreutern

Beitrag#53von permakult2012 » Samstag 16. Juni 2012, 17:53

Ja Peter seit Freitag ist es schön. Soll bis Dienstag halten.Der Reuter ist wirklich nicht so gut geworden, ich glaub ich bau ihn nochmal komplett neu auf. Denn die Feinarbeiten wollte ich schon machen aber wie gesagt es rutscht immer wieder alles runter. Wahrscheinlich ist auch die Reuterkonstruktion nicht so anfängergeeignet, die wir da zusammengezimmert haben - es gibt nur eine Reihe Querverbinder, also wo das Heu aufliegt. L.G. Anja
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Re: Erster Versuch mit Dreibockreutern

Beitrag#54von klosterbauer » Sonntag 17. Juni 2012, 10:23

Ahoi Anja
wir haben damals drei Holzstangen wie ein Tipi zusammengestellt - oben Loch reingebohrt und Draht hindurch. So stand das Gestell schon mal stabil. Dann zwei Reihen Quergestänge zur Auflage des Heus. Die haben wir auf Nägel aufgelegt und ebenfalls mit Draht verrändelt (früher hatten die Leute zwar keine Nägel, aber man darf es sich ja auch mal einfacher machen). Dann das lange Heu wie über eine Wäscheleine drübergelegt und schön bis oben gestapelt. Wenns beim ersten Mal nicht bis oben voll wurde, haben wir das Loch oben vorübergehend mit einer Plane abgedeckt und dann später weiter aufgebaut.
So hats bei uns funktioniert - vielleicht hilft es Dir ja. Und wir haben auch geübt (und einen Altbauern zur Hilfe gehabt ...)

Viel Glück

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Re: Erster Versuch mit Dreibockreutern

Beitrag#55von armin » Sonntag 17. Juni 2012, 13:06

Ich hab da auch noch ein paar alte Lehrfinlme auf Youtube gefunden, zwar ohne gesprochenen Kommentagr, aber man sieht sehr gut wie es gemacht wird (und wie schnell und professionell die früher waren...).

Diesen Reutertyp haben wir verwendet, allerdings wesentlich kleiner, nur ca. 1,80 m hoch, so dass man ihn ohne Gabel bepacken konnte. Wichtig ist, an den Ecken zu beginnen und sich dann gleichmäßig rundherum und dann nach oben zu arbeiten:
www.youtube.com Video From : www.youtube.com


In einem zweiten Film werden auch andere Bauformen dargestellt:
www.youtube.com Video From : www.youtube.com


Dieser Thread wird allmählich eine ganz gute Materialsammlung zm Thema Teutern...
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Re: Erster Versuch mit Dreibockreutern

Beitrag#56von klosterbauer » Sonntag 17. Juni 2012, 17:41

Super Armin - DANKE

echt stark fand ich die Reuterschleppe. Aber leider - wie so oft - wird hier Pferdearbeit im Flachland gezeigt. In unserem schiefen Bergischen Land klappt das wohl nicht

Und bei den Heinzen das Fußeisen, um die Heinzen besser in den Boden zu drücken - tolle Idee!

Was mir auch auffiel: Das Fernsehen kommt und die Damen und Herren Bauersleut sind richtig gut angezogen. Fast im Sonntagsstaat - das find ich gut, zeigt, dass man sich was wert ist. Leider ist das heut nicht immer so (o.k. - ein Schlips muss es heut nicht mehr sein ...)

Bis strackes und DANKE sagt
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Re: Erster Versuch mit Dreibockreutern

Beitrag#57von härtsfelder » Montag 18. Juni 2012, 21:37

Hallo Armin,
die Filme haben mich jetzt so animiert, daß ich heute Abend noch eine Hoinze, wie es bei uns heißt, gebaut und bepackt habe. Hat ganz gut geklappt. Wie früher beim Großvater. Zu Schluß noch ne Plane obendrauf weil für die Nacht Gewitter gemeldet sind. Werd mir das für kleinere Mengen beibehalten.
Bei der Höhe bin ich auf 1,8 m und das Quergestänge ca. 1,4 m. Das ganze dann recht profan zusammengeschraubt, es erfüllt seinen Zweck und hat Spaß gemacht.
Gruß Matthias
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Re: Erster Versuch mit Dreibockreutern

Beitrag#58von permakult2012 » Montag 18. Juni 2012, 22:55

Ja die Filme sind echt ein Schatz, denn leider gerät dieses Wissen bereits in Vergessenheit. Die Bauern hier fanden es total gut, was wir machen, sie meinen es erinnert sie noch an ihre Kindheit. Aber sie selber machen es nicht mehr und ihre Eltern und Großeltern haben ihre Fertigkeiten und Wissen mit ins Grab genommen. Übrigens hatten wir inseriert, wir wollten das Heu verschenken - interessiert keinen. Ich nehme an weils nicht gepresst ist. Sehr sehr schade, denn wir können nicht alles reutern und haben auch keine Scheune. Bald wirds regnen, dann vergammelt mir alles. Schon doof nach der ganzen Anstrengung. Viele liebe Grüße Anja
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Re: Erster Versuch mit Dreibockreutern

Beitrag#59von karinenhof » Montag 25. Juni 2012, 16:00

die Filme sind klasse. Vielen Dank für das raussuchen. Nun kenne ich auch meinen Fehler und werde es beim nächsten Mal garantiert anders machen.

vielen Dank sagt die Karin aus dem Havelland
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Bei uns halten Soay Schafe die Wiese kurz. Sie sind auch zu finden unter http://www.karinenhof.de
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Re: Erster Versuch mit Dreibockreutern

Beitrag#60von härtsfelder » Montag 25. Juni 2012, 21:51

hab mein Heu von der Hoinze gestern rein geholt, ist super geworden. Viel Luzerne, etwas Schafgarbe und Brennesel.
@Anja, schade mit Eurem Heu. Wir haben früher manchmal eine Gewebeplane über den Reuter und dann so runter gefüttert. Wär das ne Möglichkeit für Euch?. Für Eure Pferde müsste das Heu ja optimal sein.
Fällt mir noch ein, ein Bekannter hat vor ca. 25 Jahren sein Heu in 2 Silowagen aus Holz gelagert, mit jeweils einer LKW-Plane drüber. Er war auch im Außenbereich und bekam keine Genehmigung für einen Stadel. Ist auch eine Möglichkeit.
Gruß Matthias
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Re: Erster Versuch mit Dreibockreutern

Beitrag#61von permakult2012 » Samstag 30. Juni 2012, 10:51

Seit gestern ist unsere Wiese nun leer; ein Bauer hatte sich nun doch noch erbarmt und hat uns den Rest gemäht, gewendet und abgeholt. Es waren über 20 Rundballen bestes Bio-Heu. Der Teil von den Reutern ist noch da, aber einie Reuter sind leider wohl nicht so gut gepackt gewesen, denn beim letzten Regen hats wieder mehrere Gabeln heruntergeweht. Ich nehme an weil ich das Heu zuvor zu arg hab trocknen lassen. Es ist schon bei den Reutern besser, wenn man das Gras gleich drauf schichtet, höchstens leicht angetrocknet, am besten in der Früh gemäht und am Abend aufgeschichtet. Das von mir gewendete Heu war nach zwei Tagen schon viel zu leicht und starr - das lag so fluffig auf den Reutern, dass ein winziger Windhauch schon reichte, um es wieder vom Reuter zu lupfen... Aber die Erfahrung war auf jeden Fall die Mühe wert :-) Ob wir es den Pferden füttern - mal sehen. Einige Nachbarn meinten ja dass sie es nur den Hühnern geben würden... L.G. Anja
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Re: Erster Versuch mit Dreibockreutern

Beitrag#62von gzw » Sonntag 19. Juni 2016, 12:13

unsere fränkischen Heureiter bestehen aus einem drei stärkeren (Oberarmdick) Kiefernstangen, die oben alle mittig durchbohrt sind und mit sehr starken draht (etwas dünner wie Baustahlmatten) beweglich befestigt sind...dadurch kann man die platzsparend zuammenlegen...unten sind in ca. 50 cm höhe auch Durchbohrungen vorgenommen und mit schwächerem Zaundraht ein Bogen gemacht in die die schwächeren Stangen eingesteckt werden. Dann kann man die Dreibeiner, die aussehen wie ein Indianertipi mit Heu bestücken...an den Ecken angefangen...dann die Zwischenräume ausgefüllt (es ist keine Schande bei den ersten Zwischenfüllungen mit den Händen nachzuhelfen)..dann im Kreis herum befüllen und immer die Heuschwaden überdecken lassen...das Ganze wächst dann in die Höhe ...wichtig am Ende viel auf die Haube zu setzen mit möglichst langen Halmen. Das wird dann absolut regendicht und kann auch länger stehen. Wichtig ist auf jeden Fall anzutrocknen....kein grünes, frisches Heu, weil es dann unweigerlich schimmelt und zu feucht ist...am besten eineinhalb oder zwei Tage antrocknen lassen und dann aufbocken.
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