Branntkalk gegen Jakobskreuzkraut?


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Re: Branntkalk gegen Jakobskreuzkraut?

Beitrag#1von Herwig » Samstag 10. August 2013, 10:17

Idee ist gut, sehr gut sogar, Leider habe ich keine Erfahrungswerte.
Vielleicht solltest du einmal eine hohe Dosis Branntkalk auf eine JKK Pflanze streuen um zu sehen, ob die auch tatsächlich daran kaputt geht. Ich habe meine Zweifel, vermutlich geht das Gras kaputt, JKK bleibt als Wurzel erhalten und treibt im nächsten Jahr neu aus.
Ich bin schon an JKK verzweifelt, zumal eine Neuansaat wenig bringt, wenn auf der Nachbarfläche das Kraut blüht (bzw Wegrand)
Wirklich zuverlässig hat bei mir nur konsequentes Ausstechen geholfen, mit dem speziellen Ampferstecher.
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Re: Branntkalk gegen Jakobskreuzkraut?

Beitrag#2von karinenhof » Samstag 10. August 2013, 12:13

Dietrich kämpft gerade wieder gegen das JKK. Ausreißen und im Hausmüll entsorgen. Die Samen brauchen Temperaturen, die wir auf einem Feuer nicht erzeugen, um kaputt zu gehen.
Die Idee mit dem Brandkalk ist gut, ich habe aber die gleichen Befürchtungen wie Herwig. Die Samen liegen bis zu 30 Jahren in der Erde um uns dann zu ärgern.

Nach unseren Erfahrungen hilft nur regelmäßiges Ausreißen und frühes Mähen. In diesem Jahr ist es bei uns schon deutlich weniger geworden.
Es ist aber ein Kampf gegen Windmühlen. Auf den nachbarlichen Wiesenstreifen und Straßenrand vermehrt sich das JKK ungehindert und außerordentlich prächtig.

Grüße von Karin aus dem Havelland
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Re: Branntkalk gegen Jakobskreuzkraut?

Beitrag#3von Herwig » Mittwoch 18. Dezember 2013, 07:58

Wenn man die Unterarten vergleicht gibt es Verwandtschaft zwischen den beiden, jedoch sind es letztlich völlig andere Pflanzen. Die optische Ähnlichkeit ist zwar vorhanden, genau genommen sind jedoch viele Zierblumen des Gartens viel näher verwandt mit dem JKK.
(Astern)
Für die Gattung sind Pyrrolizidin-Alkaloide typisch, die zum großen Teil leberschädigend und krebsauslösend sind. Vergiftungssymptome treten meist sehr spät (nach Wochen oder Monaten) auf. Vergiftungen sind auch über Honig und Kuhmilch möglich.

Ordnung: Asternartige (Asterales) Familie: Korbblütler (Asteraceae) Unterfamilie: Asteroideae Tribus: Senecioneae Gattung: Greiskräuter (Senecio) Art: Jakobs-Greiskraut
Das Jakobs-Greiskraut (Senecio jacobaea; Syn.: Jacobaea vulgaris Gaertn.) wird auch Jakobs-Kreuzkraut genannt und gehört zur Pflanzengattung der Greiskräuter (Senecio) innerhalb der Familie der Korbblütler (Asteraceae

Ordnung: Asternartige (Asterales) Familie: Korbblütler (Asteraceae) Unterfamilie: Asteroideae Tribus: Anthemideae Gattung: Tanacetum Art: Rainfarn
Der Rainfarn (Tanacetum vulgare, Syn.: Chrysanthemum vulgare (L.) Bernh.), auch Wurmkraut genannt, ist eine Pflanzenart aus der Familie der Korbblütler (Asteraceae).
In den antiken Schriften ist der Rainfarn nicht zu finden. Die erste schriftliche Überlieferung findet sich im Capitulare Karls des Großen. Rainfarn wurde früher bei Wurmerkrankungen eingesetzt, allerdings rufen größere Mengen als 1 bis 3 Gramm Rainfarn Vergiftungserscheinungen hervor, so dass man heute im Falle von Wurmerkrankungen auf andere, wirkungsvollere und harmlosere Mittel zurückgreift. Verbreitet war auch seine Verwendung gegen Ungeziefer. Eine Waschung sollte Flöhe und Kopfläuse vertreiben. In der Tierheilkunde wird der Tee Kälbern und Kühen bei Durchfall verabreicht. Als Breiumschlag soll Rainfarn bei Quetschungen, Rheuma und Krampfadern helfen. Das Laub kann Hautreizungen verursachen. Rainfarnöl ist ein starkes Gift, dessen innere Anwendungen nicht unbedenklich sind, weil sie zu Allergien und Vergiftungen führen können. Eine neuere Studie zeigt, dass Extrakte aus dem Rainfarn in der Lage sind in vitro Herpesviren zu hemmen. Für den antiviralen Effekt scheinen unter anderem die darin enthaltenen Substanzen Isochlorogensäure (3,5-Dicaffeoylquinic acid (3,5-DCQA)) und Axillarin verantwortlich zu sein.

Quelle: Wikipedia.de
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Re: Branntkalk gegen Jakobskreuzkraut?

Beitrag#4von Fuhrmann » Mittwoch 18. Dezember 2013, 19:43

Auf einer Veranstaltung vom LW Amt unter Beteiligung des Hess. Versuchshofes gab es zu JKK folgende Aussage:
1. Pflege
2. Düngung

Damit hält man das JKK in Schach.
Die Düngermenge weiss ich aber gerade auch nicht.
Wir hatten das Thema aber schon mal in einem Thread.
Aber hier werden ja für jedes Thema eh mindestens 10 Threads aufgemacht
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Re: Branntkalk gegen Jakobskreuzkraut?

Beitrag#5von Fuhrmann » Mittwoch 18. Dezember 2013, 21:20

Ich bin gut gelaunt Mett.....
Mann wird doch auch mal Kritik anbringen dürfen !

Nun du kannst aber die Pflege nun machen und düngen. Manche machen das mit der Lufa, andere über Zeigerpflanzen.
Aber wenn Du pflegst und düngst dürfte JKK zurückgehen.

Es gehört aber auch lt. eine Botaniker zu unseren Pflanzen.

Welche Fa. stellen den Simplex her ?
Von denen könnte ich Aktien kaufen, dann hätte ich auch was davon wenn du es einsetzt ! ;-)
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Re: Branntkalk gegen Jakobskreuzkraut?

Beitrag#6von Herwig » Donnerstag 19. Dezember 2013, 07:33

Ihr seit beides so ein paar Mimosen, aber nur wenn es um einstecken geht! Austeilen könnt ihr ja hervorragend!!
@ Fuhrmann: Ralf, wie war das mit der Geduld?? Die braucht man auch für Lernprozesse und das Forum!!

@Mett: Wenn du als Reaktion auf Kritik deinen Acker vergiften willst, kannste gleich dein Geld verbrennen.


Mit einigen Legenden sollte man mal aufräumen:

Jakobskreuzkraut bekämpfen
Wenn sich Jakobskreuzkraut einmal auf der Pferdeweide angesiedelt hat, ist es oft schwierig, die Pflanze zu bekämpfen. Jakobskreuzkraut vermehrt sich rasend schnell und hat wenige natürliche Feinde.
Um Vergiftungen zu verhindern, ist es die Aufgabe, Jakobskreuzkraut zielgerichtet zu bekämpfen: genau dann, wenn die Pflanze entsteht. Eine sofortige Bekämpfung verhindert auch, dass sich die Samen ausbreiten können. Sehr wichtig ist, dass die Pflanze nicht zum Blühen kommt, denn die Samen, die dann entstehen, sind jahrelang keimträchtig und können meterweit wegwehen.

Chemische Bekämpfung
Eine chemische Bekämpfung von Jakobskreuzkraut ist möglich. Hierfür wird oft 2.4 D oder MCPA verwendet, aber solche Mittel schlagen bei einer großen Pflanze nicht an. Glysophat, der wirksame Stoff von Round-up, ist auch gegen Jakobskreuzkraut effektiv. Monsanto lässt grüßen.

Weil Jakobskreuzkraut stark entwickelte Wurzeln hat, dauert es bei ausgewachsenen Pflanzen eine gewisse Zeit, bis das Bekämpfungsmittel den Kern der Wurzeln erreicht und wirken kann. Chemische Bekämpfung hat einen besseren Effekt, wenn die Pflanzen noch sehr jung sind (im Frühjahr). Passt bei chemischer Bekämpfung vor allem auch auf die kleinen Rosetten auf, die sonst im Folgejahr zu blühenden Pflanzen auswachsen.

Bekämpfungsmittel wirken am besten, wenn die Pflanze wächst. Deshalb ist davon abzuraten, Bekämpfungsmittel bei Trockenheit und extrem hohen oder niedrigen Temperaturen zu verwenden. Unter diesen Bedingungen wächst die Pflanze langsamer und das Mittel wirkt weniger.

Vernichtete Jakobskreuzkraut-Pflanzen müssen jedoch trotzdem noch komplett entfernt werden, weil sie für Tiere und Menschen lebensgefährlich bleiben.

Biologische Bekämpfung
Neben chemischer Bekämpfung, ist es auch möglich, Jakobskreuzkraut auf biologische Weise zu bekämpfen. Mehr als 120 Insekten und niedrige Organismen sind von Jakobskreuzkraut als Nahrung abhängig. (darum gehört das JKK nicht nur in den Augen der Botaniker hierher) Für diese Organismen ist Jakobskreuzkraut nicht giftig.

In den 80er Jahren hat ein kombinierter Einsatz von Motten und Käfern in Oregon dafür gesorgt, dass das Vorkommen von Jakobskreuzkraut sich um mehr als 90 Prozent verringerte. In Neuseeland wurden auch gute Resultate erzielt. Innerhalb weniger Jahre gab es einen Rückgang der Pflanze von mehr als 90 Prozent.

Eine biologische Bekämpfung ist jedoch wegen des Bevölkerungsaufbaus von Insekten ein langfristiges Projekt (länger als 10 Jahre). Daran scheint definitiv auch niemand Interesse zu haben??

Biologische Bekämpfungsmittel sind:

Käfer
Motten (Raupen) wie die Tyria Jacobaeae, Cochylis Atricopitana und Platyptilia Isodactylus
Fliegen (Botanophila Seneciella)
Der Jakobskrautbär (Tyria Jacobaeae),
der aus der Zebraraupe entsteht, frisst die Blätter und Stängelspitzen von Jakobskreuzkraut, aber die wichtigsten Reserven befinden sich im Wurzelstock, wodurch die Pflanze sich zurückbilden kann. Die Raupen fressen über dem Boden die Grünteile der Pflanze und können die Pflanze stark schädigen. (Wird das JKK vollends ausgerottet, wird auch der JKKbär unwiederbringlich ausgerottet!)
Es wäre also wichtig, gerade Pflanzen. die von Schädlingen befallen sind NICHT auszustechen oder chemisch zu behandeln, sondern zu warten bis Verpuppungen und Schlupf stattgefunden haben.

Ein anderer natürlicher Feind des Jakobskreuzkrauts ist das Kaninchen. Kaninchen mögen die Wurzeln vom Jakobskreuzkraut und haben keine nachteiligen Folgen der Giftstoffe. Die Kaninchenbevölkerung ist jedoch beunruhigend gesunken, Fachleute meinen, dass sich erst dadurch das Jakobskreuzkraut in den letzten Jahren derartig ausbreiten konnte. Die "Infektion" von Weideland passiert in den meisten Fällen von Wegrändern. Darum sollte auch der Feld- oder Wiesenrand kontrolliert und bereinigt werden.

Mechanische Bekämpfung
Das mechanische Bekämpfen (Ausstechen)von Jakobskreuzkraut ist eine ziemlich effektive Methode, vor allem an Orten, wo Jakobskreuzkraut in geringer Menge vorkommt.

Wichtig ist, dass die Pflanzen mit der ganzen Wurzel ausgestochen (Gut geeignet sind Ampferstecher) werden, im besten Falle bevor das Jakobskreuzkraut in Blüte steht im Mai/Juni. Wenn ihr Jakobskreuzkraut per Hand entfernt, ist es ratsam, Handschuhe zu tragen.

Wenn Jakobskreuzkraut nicht komplett aus dem Boden gezogen wird, können aus den zurückgebliebenen Wurzelresten neue Pflanzen entstehen. Mechanisches Entfernen ist also im Allgemeinen nur bei Sämlingen und Rosetten effektiv. Weil die Wurzeln noch nicht so stark entwickelt sind, können alle Wurzeln leichter entfernt werden.

Bewahren Sie rausgezogene Pflanzen in dichten Säcken / Eimern auf. Blühende Pflanzen bilden sogar noch Samen, wenn sie mit der Wurzel schon rausgezogen sind. Kontrollieren Sie die bereinigten Flächen regelmäßig auf neue Rosetten.

Mähen ist nicht geeignet, um Jakobskreuzkraut zu bekämpfen, im Gegenteil, es stärkt die Pflanze. Die Pflanze reagiert darauf, indem sie in kurzer Zeit neue Blütenstängel formt und besonders viele Samen bildet. Sehr häufiges Mähen führt zudem zu einer vegetativen Ausbreitung und Pflanzen mit einer stark holzigen Wurzel.

Das Bekämpfen von Jakobskreuzkraut ist also nicht einfach. Oft sind die oben beschriebenen Bekämpfungsmethoden nicht ausreichend . In solchen Fällen kann ein Umpflügen und Neu-Einsäen eine Lösung sein.
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Re: Branntkalk gegen Jakobskreuzkraut?

Beitrag#7von schnuckened » Donnerstag 19. Dezember 2013, 08:03

der letzte satz begeistert mich am meisten. ich denke, der geringste ist ein mechanischer radikalaufwand! mit entsprechender technik ist das an einem tag erledigt. selbst hab ich auch meine zukünftige esparsettenfläche umgebrochen und schwieriger mit nem 5.9 kw einachser als jedes jkk war der umbruch von härtlichem schwingel, da ungeahnt tiefe, massige wurzeln, vergleichbar mit nem eisberg! esparsettensamen ist bereits im anmarsch, viele anbieter gibt es nämlich hier nicht. sich nach umbruch vereinzelt neu entwickelnde jkk-pflanzen dürften leicht per hand auf aus dem gelockerten boden entfernbar sein, die esparsette dürfte ob ihrer wuchskraft und -höhe (saat-esparsette bis 80 cm) das jkk im nu verdrängen.

den zusammenhang mit den kaninchen halte ich jedoch für eine legende, jkk gab es hier damals-ihr wisst schon- nicht, dafür aber kaninchen. heute ist es umgekehrt, viel stillegung mit jkk, selten (wild-)kaninchen.

grüße

ed
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Re: Branntkalk gegen Jakobskreuzkraut?

Beitrag#8von Jaegertom » Donnerstag 19. Dezember 2013, 11:45

Die beste Erfahrung habe ich mit Ausreißen der zweijährigen Pflanze gemacht.
Und wenn eine Fläche mit einjährigen Rosetten bedeckt ist, hilft gut mehrmaliges Mähen und kurzhalten.
Bei Jungpflanzen scheint der Giftgehalt nicht hoch zu sein, die werden sogar gerne von alten Ziegen gefressen.
Nur die Zweijährigen mögen die nicht.
Bei Zweijährigen ist ein zeitiger Mähschnitt gut mit anschließendem Ausreißen der gesamten Nachtriebspflanze, die dann sogar schneller wuchs wie der Rest. Und das vor der Blüte. Weil sogar Blüten pflanzen die ausgerissen auf dem Haufen liegen noch eine Schnellreife entwickeln können.
So habe ich mit mühseliger Handarbeit schon mehrere ha davon befreit.
Sehr wichtig ist die AUfmunterung der Kommunen, die Böschungen zeitiger zu mähen. Die sind oft der Hauptverbreiter von JKK.
Hier wo wir jetzt sind haben wir mit Springkraut zu kämpfen, ist aber nicht anz so tragisch weil Ziegen und Schafe die Pflanze gerne fressen. Wichtig ist da auch vor dem Reifen eine Intensivbeweidung. Habe dieses Jahr eine Versuchsfläche das erste Mal beweidet , mal sehen wie die das zeitige Abweiden beim Aufkeimen vertragen.
Ebenso schlimm ist der Japanknöterich. Habe eine Flächr, die nur gemäht wurde , so 5-6 mal pro Jahr.
Der kam immer wieder und das schon mehrere Jahre!
Hier ist beim Springkraut auch ein Ar mit Knöterich, das Abfressen hat der deutlich schlechter vertragen.
Bei allen Schadpflanzen hilft nur hinterher sein. Viel mit Hand, keine Chemie.
Chemie büßen vielleicht nicht wir, aber unsere Folgegeneration
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Re: Branntkalk gegen Jakobskreuzkraut?

Beitrag#9von Fuhrmann » Donnerstag 19. Dezember 2013, 11:46

Herwig hat geschrieben:@ Fuhrmann: Ralf, wie war das mit der Geduld?? Die braucht man auch für Lernprozesse und das Forum!!


...bitte schenke mir Geduld. Aber sofort ! ;-)


Wie ist das denn nach dem Umbrechen, treiben da die Wurzeln nicht neu aus ?
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Re: Branntkalk gegen Jakobskreuzkraut?

Beitrag#10von Jaegertom » Donnerstag 19. Dezember 2013, 12:30

Wie ist das denn nach dem Umbrechen, treiben da die Wurzeln nicht neu aus ?[/quote]
Deswegen gibt es ja auch schon wieder Diskussionen. Die , die nicht umbrechen brauchen mehr Herbizide, sagen die einen.
Die, die umbrechen-sprich tief pflügen-, haben aber deutlich weniger Unkräuter, zerstören die Bodensruktur, sagen die anderen.
Und nun, was ist besser?
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Re: Branntkalk gegen Jakobskreuzkraut?

Beitrag#11von schnuckened » Donnerstag 19. Dezember 2013, 14:21

Jaegertom hat geschrieben: Die , die nicht umbrechen brauchen mehr Herbizide, sagen die einen.
Die, die umbrechen-sprich tief pflügen-, haben aber deutlich weniger Unkräuter, zerstören die Bodensruktur, sagen die anderen.
Und nun, was ist besser?


giftfrei ist erst einmal besser, da sollten wir uns einig sein. wenn ich sehe, dass die getreidefelder ohne herbizide nicht mehr auskommen, kotzt mich das nur noch an. aber wenn es hier nicht grün durchwachsen soll, wie im vergangenen sommer, dann hilft da wenig anderes, wenn der gewinn aus dem ertrag im vordergrund steht.
hier bei mettbrötchen ist das anders. es will sein grünland aufwerten, die schadpflanzen stören ihm dabei. jetzt ist eine kosten-nutzenrechnung (auch wenn sie nur einen aufwandswert darstellen würde) schnell gemacht! einen tag maschineneinsatz plus arbeitskraft, dafür hoher ertrag ab erstem jahr. anderenfalls langanhaltendes management, immer wieder einsatz von arbeitszeit. und oder den zukauf teurer herbizide. wenig ertrag, nutzlos im ersten jahr nach herbizideinsatz! ich denke, der fall ist klar!
jkk ist nicht für frisch umgebrochene standorte geeignet, es würde hier kümmern und bei einsatz gutwüchsiger saat zurück gedrängt, selbst wenn einige wurzelbildner überleben sollten.
übrigens möchte ich noch mal drauf hinweisen, dass nicht alles wie jkk aussieht auch welches ist. frühlingsgreiskraut und weitere sehen ihm täuschend ähnlich, sind aber weitaus ungefährlicher. das soll aber den kampf gegen jkk nicht in abrede stellen.

grüße

ed
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Re: Branntkalk gegen Jakobskreuzkraut?

Beitrag#12von Herwig » Donnerstag 19. Dezember 2013, 16:16

@Mett: Bin ich nicht von ausgegangen...
@Fuhrmann: Geduld ist schon versendet, nicht angekommen??

Ich vergaß:
Rainfarn ist als Weidepflanze weniger giftig und wird von vielen Nutztieren sogar verzehrt. Es ist aber nicht so geschmacklich interessant, dass Tiere freiwillig davon eine Überdosis zu sich nehmen. Die Toxine reichern sich nicht an, werden also ausgeschieden.
Außer das der Reinfarn wertvolles Licht und Fläche auf dem Land besetzt hat er kaum negative Einflüsse auf die Nutztiere. Die Wurm treibende Wirkung ist eher positiv.
Rainfarn wird als Heilkraut geführt und ist eine Färbepflanze (dunkelgelb).
Aufgüsse (Tee) wurden auch bei Wiederkäuern als Mittel gegen Durchfall verabreicht. Die Aufgüsse sollten auch gegen Läuse und Flöhe wirken. Breiumschläge wurden gegen Krampfadern, Quetschungen und Rheuma angewendet.
Wie bei vielen Giften ist es also eine Frage der Dosierung!!
Rainfarnöl ist ein starkes Gift, dessen innere Anwendungen nicht unbedenklich sind!!!
Der Rainfarn kann auf der Haut Kontaktallergien hervorrufen. (Äpfel oder Milch aber auch!)
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Re: Branntkalk gegen Jakobskreuzkraut?

Beitrag#13von Fuhrmann » Montag 23. Dezember 2013, 00:56

Herwig hat geschrieben:@Fuhrmann: Geduld ist schon versendet, nicht angekommen??


Wooo ist die Geduld,
hier ist nix.
oooooooooooooooooch die wird schon noch kommen !
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