Bodenverdichtung durch Landmaschinen


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Bodenverdichtung durch Landmaschinen

Beitrag#1von Herwig » Mittwoch 8. Januar 2014, 20:21

Habe mir mal die Mühe gemacht, dieses wichtige Thema aus dem Wetterthread zu duplizieren und dem Thema entsprechend zu kürzen. Der Startbeitrag (etwas sinnentfremdet) sowie die Überschriften der weiteren Beiträge habe ich jedoch beibehalten, bitte nicht wundern. Denke, das Thema ist zu wichtig, es würde im Ursprungsfaden verkümmern...

Ed


Ich bin etwas erstaunt was das Wetter angeht.
Ich habe die Befürchtung das wir im Februar noch jede Menge Frost bekommen und dann der Winter wieder bis in den Mai hineingeht. Hat jemand einen 100jährigen Kalender??
Im neuen Windows 8 soll es auch eine App geben die Auskunft gibt darüber, wann es zuletzt um diese Jahreszeit so warm gewesen sein soll, hat das jemand parat??
Wenn das so weiter geht, ist die Mückenplage für 2014 vorprogrammiert!!
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Re: Seltsames Wetter

Beitrag#2von karinenhof » Freitag 10. Januar 2014, 10:17

Wir werden, wenn das Wetter so offen bleibt, unsere Wiesen abschleppen. Im vergangenen Jahr war lange Schnee und dann war es zu spät und wir hatten so viel anderes zu tun.

Grüße von Karin aus dem Havelland
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Bei uns halten Soay Schafe die Wiese kurz. Sie sind auch zu finden unter http://www.karinenhof.de
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Re: Seltsames Wetter

Beitrag#3von Fuhrmann » Samstag 11. Januar 2014, 15:47

Die Grünlandflächen sind mit den Pferden derzeit gut befahrbar !
[color=#00BF00]MIt Arbeitspferden sollte man Arbeiten, sonst sehen sie irgendwann nur noch so aus, aber können es nicht mehr !
Kannst du schon mit Pferden arbeiten, oder musst du noch Traktor fahren ?[/color]
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Re: Seltsames Wetter

Beitrag#4von Christina » Samstag 11. Januar 2014, 16:34

Hier ist der Boden auch quatschevoll mit Wasser. Meine Hausweide geht gerade noch, aber nebenan steht das Wasser.
Beste Grüße,
Christina

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Re: Seltsames Wetter

Beitrag#5von Fuhrmann » Samstag 11. Januar 2014, 17:44

Die Traktorbauern können hier auch nicht auf ihre Äcker. Da steht das Wasser in den Furchen ! Kein Wunder, unter dem Pflügehorizont alles verdichtet !

Meine Flächen die eine Winterzwischenfrucht haben sind auch mit Pferden befahrbar, trotz Auenlage.
[color=#00BF00]MIt Arbeitspferden sollte man Arbeiten, sonst sehen sie irgendwann nur noch so aus, aber können es nicht mehr !
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Re: Seltsames Wetter

Beitrag#6von Fuhrmann » Montag 13. Januar 2014, 20:15

heute im Wald:

Bild
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Re: Seltsames Wetter

Beitrag#7von Fuhrmann » Sonntag 19. Januar 2014, 11:14

Hallo Mett,

nicht die Reifenbreite ist das entscheidende sondern die Radlast:

Bild
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Re: Seltsames Wetter

Beitrag#8von Christina » Sonntag 19. Januar 2014, 11:28

Die Radlast ist das Problem, aber je schmaler die Reifenbreite wird, desto stärker der Druck unter der gleichen Last.
Nicht der Elefant ist das Problem, sondern der Pfennigabsatz der Frau. ;-)

Deshalb haben Schneeschuhe die große Fläche...
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Re: Seltsames Wetter

Beitrag#9von Herwig » Sonntag 19. Januar 2014, 11:31

Ich dachte auch, entscheidend ist der Druck pro cm²? Oder kapier ich da etwas nicht??
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Re: Seltsames Wetter

Beitrag#10von Fuhrmann » Sonntag 19. Januar 2014, 12:12

Es gibt den Kontaktflächendruck und den Unterbodendruck !

So ist z.B. bei einem Schlepper mit Breitreifen der Kontaktflächendruck mitunter niedriger als bei einem Pferd !
Der Unterbodendruck ist aber beim Schlepper deutlich größter weil er ein höheres Absolutgewicht hat.

Ein Pferd oder ein Ackerwagen wie ich ihn nutze macht nur Verdichtungen in den obersten Bodenschichten, also dort wo die meisten Mikroorganismen sind in einem lebendigen Boden ! ( also nicht mit Spritzmittel und Synth. Dünger tot gemacht) Und diese Organismen brechen diese Verdichtungen in kurzer Zeit wieder auf.
Bei einem Hufabdruck haben sie sehr viel Angriffsfläche auf Grund der runden Form !
Je breiter eine Reifenspur desto schwieriger wird es für die Organismen das aufzubrechen.

Im Forst spricht man davon, dass sie Rückegassen die Mikroorganismen isolieren und dadurch kein horizontaler Austausch statt findet.

Beim Unterbodendruck, also je breiter der Reifen und je mehr Radlast desto tiefer geht die Verdichtung in den Boden.
Je tiefer im Boden desto weniger Mikroorganismen, die das aufbrechen können.

Auf ein Forstversuchfläche hat man nach 6 Jahren aufgegraben und festgestellt dass die Unterbodenverdichungen sich nach dieser Zeit noch nicht gelockert haben. Man vermutet, dass sich solche Böden nie mehr erholen.
Im Acker weiss man das unter der Pflugsohle der Bonden dicht ist. Das kommt aber nicht nur vom Pflügen, das kommt auch vom befahren. Nur wird unter der Pflugsohle kaum noch gelockert. Es sei denn man setzt Tieflockerer ein.

Je verdichteter der Boden um so geringer der Bodengashaushalt, sprich in diesen Lagen können auch keine Mirkoorganismen leben weil ihnen der Sauerstoff fehlt und somit auch den Boden nicht aufbrechen.

Zudem werden in den Fahrspuren ein Mehrfaches an klimschädlichen Methangasen gebildet.

Und das erkärt meines erachtens auch, warum frühere Hochkluturen 5-6 Menschen pro ha ernährt haben und wir heute nur noch 1-2 Menschen pro ha ernähren.

Leider wird in den Grafiken immer steigenden Radlast und Reifenbreite zusammgefasst.
Ich habe noch keine gute Grafik gefunden die mal Radlaststeigerung bei gleicher Reifenbreite zeigt.
oder steigende Reifenbreite bei gleichbleibendeer Radlast.
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Re: Seltsames Wetter

Beitrag#11von Fuhrmann » Sonntag 19. Januar 2014, 14:05

Hier habe ich noch mal was gutes:

*** Der Link ist nur für Mitglieder sichtbar, zum Login. ***


Leider hat man auf YT den Film gelöscht der die Wahrheit gezeigt hat. Warum wohl ? !
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Re: Seltsames Wetter

Beitrag#12von härtsfelder » Freitag 24. Januar 2014, 22:12

Nach lesen des Links von Fuhrmann sehe ich das Jammern eines Arbeitskollegen, Nebenerwerbslandwirt, dass auf einem seiner Äcker nicht mal mehr Luzerne was wird in einem ganz anderen Licht.
Und dann hat er letztes Jahr einen neuen und größeren Schlepper gekauft, dazu braucht es dann einen größeren Ladewagen und ein größeres Güllefass und einen größeren Pflug...
Der alte, kleinere, Schlepper hätte es auch noch getan! Werd ihm den Link mal zukommen lassen.
Der Gerechte erbarmt sich seines Viehs!
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Re: Seltsames Wetter

Beitrag#13von Herwig » Samstag 25. Januar 2014, 11:54

Ah, nach dem Lesen des Artikels habe ich einiges mehr verstanden. Ich erkläre mir jetzt auch besser das Absacken des Untergrundes auf meinem Hof, wo ich mal Rohre oder Kabel verlegt habe. Obwohl ich von oben mit kleiner Rüttelplatte verdichtet habe, sackt das Pflaster ab, das ist ein ähnliches Prinzip. Bei den Straßen wird mit großen Walzen und Gewichten verdichtet, da sackt dann nix mehr. Hat ne Weile gedauert, bis ich das jetzt nachvollziehen konnte. Danke Fuhrmann, hab's begriffen.
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Re: Seltsames Wetter

Beitrag#14von Christina » Samstag 25. Januar 2014, 12:04

Das stimmt natürlich. An die tieferen Schichten hatte ich nicht gedacht. Allerdings kommt die Problematik da auch nur richtig zum Tragen, weil man nicht nur breitere Reifen einsetzt, sondern dann natürlich auch gleich mehr Last rauf bringt, weil "muss ja schaffen!".
Da kommt zur Auflockerung auf den Äckern und Weiden dann der Maulwurf zum Einsatz. ;-) Oder wie tief geht der????
Die Geschichte mit den Mikroorganismen leuchtet auch ein...
Beste Grüße,
Christina

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Re: Seltsames Wetter

Beitrag#15von Fuhrmann » Samstag 25. Januar 2014, 12:28

Christina, Du siehst, der Pfennigabsatz ist nicht das Problem, sondern der Elefant, der ihn trägt !

Der Artikel zeigt natürlich die Probleme auf, der Lösungsansatz ist moderat weil man wohl sehr viel Rücksicht nimmt auf bisherige Poliktik.

Wer Lösungen sucht der sollte mal nach Sepp Braun suchen. Gibt viele Infos über ihn. Er beschreitet in seinem Betrieb den Weg hin zu kleineren Maschinen und weniger Last auf dem Flächen.

Zudem macht er sich vie Gedanken bzw. Bodenleben und Durchwuzelung des Bodens.

Hier mal ein Beitrag von ihm zum Einstieg: *** Der Link ist nur für Mitglieder sichtbar, zum Login. ***
Damit wird auch das Thema zu dem Wetter wieder rund !

Sehr gut ist auch der Film von Denkmal-Film.com über ihn: Der Bauer mit den Regenwürmern !
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Re: Seltsames Wetter

Beitrag#16von schnuckened » Sonntag 26. Januar 2014, 19:08

Mettbrötchen hat geschrieben:
härtsfelder hat geschrieben: ...dass auf einem seiner Äcker nicht mal mehr Luzerne was wird in einem ganz anderen Licht.


Luzerne ist eine SEHR anspruchsvolle Frucht.
Ohne die hier gerne verteufelten Mineraldünger geht da z.B. gar nichts.



Hm...!!! also hierzu habe ich mal von meiner Beobachtung zu berichten, ich denke, das hat sogar etwas Entscheidendes mit diesem Thema zu tun, ansonsten kann ich mir das im Zusammenhang mit Mettbrötchens Aussage nicht erklären und auch dem, was ich bisher über Luzerne gehört und gelesen habe.
Das Gartengrundstück, welches ich für die Esparsettenaussaat vorbereitet habe, lag über Jahrzehnte ziemlich brach, sehr sonnig und trocken. in einer Ecke, in der sonst nur härtlicher Schwingel wuchs, etablierte sich seit vielen jahren (so lange ich das Grundstück bewirtschafte) eine kleine Gruppe Luzerne. Dieses Land wurde nie bearbeitet, außer max 2x im Jahr zum Magerheu schlegeln. Aber die Luzerne blieb standhaft auch nach extremster Trockenheit! Ohne Dünger, ohne jegliche Bodenbearbeitung! Wie ist das möglich, wo wir doch alle gelernt haben, Luzerne braucht Kalk und Dung? Reicht Luzerne oder auch anderen Leguminosen vielleicht schon ein extrem durchlässiger und magerer Boden zur Tiefenverwurzelung zu, Knöllchenbakterien zur Nährstoffgewinnung dürften ja vorhanden sein...?

Grüße

Ed
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Re: Bodenverdichtung durch Landmaschinen

Beitrag#17von Fuhrmann » Sonntag 26. Januar 2014, 20:38

Ed, so wie du die Fläche beschreibst, dürfte sich dort eine gute Population von Regenwürmern befundenden haben. Und dazu die Luzerne.
Ich vermute eine Symbiose von beiden. Die Regenwürmer bohren Gänge in den Boden durch die die Luzerne wiedeum Wurzeln treibt.
So brechen sie sich gegenseitig den Boden auf.

Wenn man sich mal damit befasst wie aus Stein Boden wird ( siehe Wendell Berry Leben mit Bodenhaftung) dann ist das der gleiche Pozeß.

Kürzlich berichtete mir ein Kollege, wie sich Heilmann von BTQ (Boden Technik Qualität) zu den verdichteten Böden geäußert hat. Er sagt, dass die Verdichtung durch schwere Landmaschinen, mangelndes Bodenleben und Humusverlust wieder dazu führen, dass Stein entsteht.

Wenn man mal beobachtet wie auf vielen Feldern im Frühjahr mit der Kreisselegge Erdschotter für das Saatbett produziert wird, passt das gut zusammen.

Meine Erfahrung mit Luzerne:

Gesäht ohne zusätzl. Düngung. Der Ertrag war so dick, dass ich mir die Messerstange von der Pferdemähmaschine zerbrochen habe weil der vorher gemähte Schwad nicht unter der Maschine durchging.

Im Folgejahr war es recht trocken, das Gras wurde trocken nach dem 2. Schnitt, doch die Luzerne stand sehr üppig. Ich vemute, sie hat sich über die tiefen Wurzeln ( siehe Braun bis 4 m) einfach genügend Wasser geholt.
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Re: Bodenverdichtung durch Landmaschinen

Beitrag#18von schnuckened » Dienstag 28. Januar 2014, 08:56

Ich glaube (für mich jedenfalls), dass das Verständnis für den Boden die grundlegendste Voraussetzung ist, um extensive Landwirtschaft überhaupt betreiben zu können! Bin seit dem Wochenende dabei, mich in dieser Frage noch intensiver zu belesen, denn ich glaubte in der Vergangenheit, dass auf unseren mageren Böden hier im Grunde bis auf einige wackere Pionierpflanzen eine Vegetation ohne Zugabe (in erster linie Düngung) kaum möglich ist. Das ist falsch, so wie ich jetzt weiß! Es kommt nur hier besonders drauf an alles richtig zu machen!
Nein Fuhrmann, auf dieser Fläche gibt es keine Regenwürmer, noch nicht! Hier fehlte es an allem, was Humusaufbau begünstigen konnte, und ohne Humus auch kein regenwurm. Das wird sich ändern, der Anfang ist gemacht! Danke auch Mettbrötchen für die Erläuterungen, ich denke, unsere Erfahrungen hier und die wertvollen links dazu ergänzen sich sehr gut!
als weiteren Baustein hab ich was österreichisches im Netz gefunden, unbedingt durchlesen! Das Ding ist eine hervorragende Fortführung von Sepp Braun, da hier auch auf einige Fehler hingewiesen wird...

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Re: Seltsames Wetter

Beitrag#19von Fuhrmann » Dienstag 8. Juli 2014, 18:26

Fuhrmann hat geschrieben:Hier habe ich noch mal was gutes:

*** Der Link ist nur für Mitglieder sichtbar, zum Login. ***


Leider hat man auf YT den Film gelöscht der die Wahrheit gezeigt hat. Warum wohl ? !



Der link auf den ich hier verwiesen hatte, wurde wieder mal gelöscht.
Interessant ist, dass viele gute bzw. kritische Berichte aus dem Netz verschwinden.
Z.B. der Film von Ehler auf YT
Der Film über Peter Wohlleben und seine Zahlen aus der BR Mediathek.

Ich habe den Bericht aber wieder mal gefunden:
Infos für Suchmaschinen:
Der Artikel heißt: Schwerlast auf dem Acker
und gefaherdung_schwerlast.pdf

hier ein neuer Link, bin gespannt wie lange: *** Der Link ist nur für Mitglieder sichtbar, zum Login. ***
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Re: Bodenverdichtung durch Landmaschinen

Beitrag#20von Herwig » Mittwoch 9. Juli 2014, 06:44

Ich denke die Schweizer werden das so nicht löschen, vielleicht waren in der Vergangenheit die Bildrechte das Problem?
Jedenfalls hoch interessant, besonders die "Verdichtungszwiebel."
Eine Aussage ist eigendlich die alarmierenste:
Viele Ackermaschinen dürfen nicht auf der Straße fahren, weil sie die Tiefenstruktur des Bodens zerstören und somit auch die Straße.

Das hatte ich so früher, zu Beginn dieser Diskussion hier, nicht erkannt. Hätte immer gedacht, das durch breitere Reifen und die Druckverteilung durch z.B. die Teerdecke nichts passieren kann.
Warum, werden Ackermaschinen hergestellt, die nicht auf öffentlichen Straßen fahren dürfen??? Wie kommt der Bauer damit von Acker zu Acker?? Vor allem, wie wird so eine Maschine ausgeliefert, zu deren Gewicht dann noch das Gewicht des Trägerfahrzeuges kommt?
Was, vor allem, denkt ein Bauer, der mit solch oder ähnlichen Monstern auf seinem Boden herumfährt, welche Verdrängungs- mechanismen werden da von Landvolk und Bauernverbänden aktiviert?
Einmal intensiv damit beschäftigt und alles ist so logisch!
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Re: Bodenverdichtung durch Landmaschinen

Beitrag#21von Fuhrmann » Mittwoch 9. Juli 2014, 09:05

Ein Köpfrodebunker z.B. hat leer so viel Gewicht, dass er auf der Straße fahren darf.
Wenn er aber den Bunker voll hat, dann überschreitet er das Gewicht.

Wenn die bei uns Energie-Mais fahren, dann brüsten sich die jungen fahrer, dass sie immer wieder mal mehr als 40 to GG haben.
Wenn man bedenkt, dass dann mehrere Schlepper mit Anhänger und diesem Gewicht auf dem Acker rumfahren.

Gerade bei Regen ist das nun bei uns wieder schön zu sehen, wie der Mutterboden erodiert und in die Flüße und Bäche abschwimmt.
Bin auf die nächsten Tage gespannt, hier sind bis 90 Liter Wasser angesagt.
Zuletzt geändert von Fuhrmann am Mittwoch 9. Juli 2014, 09:07, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Bodenverdichtung durch Landmaschinen

Beitrag#22von Fuhrmann » Mittwoch 9. Juli 2014, 11:40

Herwig hat geschrieben:Was, vor allem, denkt ein Bauer, der mit solch oder ähnlichen Monstern auf seinem Boden herumfährt,(...)?


Nix denkt er ! Oder besser gesagt er denkt nicht !
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Re: Bodenverdichtung durch Landmaschinen

Beitrag#23von waldschrat » Mittwoch 9. Juli 2014, 12:59

Wenn ich sehe, wei bei uns die Maisäcker nach der Ernte aussehen, könnte ich ko..., wie mit der Dampfwalze planiert. Und mit solch einer Strategie will man langfristig Erfolg haben? Wie wollen unsere Bauern uns in Zukunft ernähren, wenn auf solchen Äckern nichts mehr richtig wächst.
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Re: Bodenverdichtung durch Landmaschinen

Beitrag#24von schnuckened » Mittwoch 9. Juli 2014, 21:16

Die Frage ist, was können WIR tun?

Ich hätte da was, auf unseren bunten Blütenwiesen ein kleines Schildchen aufstellen mit der Aufschrift "Großtechnikfreie Zone".

Ob man uns dann (zunächst) für bekloppt erklärt und als "Ökofutzis, Grünträumer oder Naturschützer" beschimpft?

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Re: Bodenverdichtung durch Landmaschinen

Beitrag#25von Herwig » Donnerstag 10. Juli 2014, 06:29

Mettbrötchen hat geschrieben:Grundsätzlich muss man die Leute auch nicht immer alle wegen jeder Kleinigkeit bevormunden.
Wenn sie ins verderben rennen wollen, dann solln sies halt tun.


Jau, stimmt, bevormunden will ich niemanden.

Aaaaaber, ich möchte zum Nachdenken anregen und meine Meinung darf ich halt äußern. Ich denke, soetwas wie:
Mettbrötchen hat geschrieben:Die Folge ist das immer mehr kleine Flächen zusammen gelegt werden.
Was die Winderrosion massiv fördert.


ist eben keine Kleinigkeit, geht uns schließlich alle an, wenn wir auf der Autobahn in riesigen Staubwolken aufeinanderprallen.
Ich finde der alte Grundsatz: Eigentum verpflichtet! sollte wieder mehr beachtung finden. Sicher darf jeder auf seinem Grund und Boden ziemlich frei handeln, aber nicht zum Nachteil der Gesellschaft. Vernichtung von fruchtbaren Böden oder Monokulturen etc. schaden der Umwelt und somit der Gesellschaft.
Das werde ich immer offen vertreten und wenn einer meint ich würde ihn damit Bevormunden, soll er's halt denken. Dieses Totschlagargument tritt nämlich immer dann auf, wenn der Gegenseite die legalen Argumente ausgehen. Man will mich mundtot machen um nicht die eigenen Unzulänglichkeiten reflektieren zu müssen, kurzerhand wird die Situation umgedreht, ich bin der Böse, weil ich bevormunde, ne, ich sag doch bloß was ich denke wenn sich dann beim Anderen das schlechte Gewissen regt, liegt das außerhalb meiner Verantwortung.
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