Bodenfruchtbarkeit


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Bodenfruchtbarkeit

Beitrag#1von Fuhrmann » Donnerstag 10. Juli 2014, 12:50

Mettbrötchen hat geschrieben:Das Problem was wir jetzt haben, ist doch von Politik und Agrar-Lobbyverbänden selbst herbei geführt worden.
Und zwar in den man kleine und mittelständische Betriebe ganz gezielt kaputt gemacht hat, bzw. es immer noch tut.


:greensmilies025:


Mir wird der Vorschlag von Prof. Onno Popinga immer sympathischer: Fördern nach Anzahl der Arbeitsplätze und nicht nach größe der Fläche !
[color=#00BF00]MIt Arbeitspferden sollte man Arbeiten, sonst sehen sie irgendwann nur noch so aus, aber können es nicht mehr !
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Re: Bodenfruchtbarkeit

Beitrag#2von Fuhrmann » Samstag 13. Dezember 2014, 11:18

2015 ist Jahr des Bodens:

www.youtube.com Video From : www.youtube.com
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Re: Bodenfruchtbarkeit

Beitrag#3von Jaegertom » Samstag 13. Dezember 2014, 11:46

Fuhrmann hat geschrieben:Mir wird der Vorschlag von Prof. Onno Popinga immer sympathischer: Fördern nach Anzahl der Arbeitsplätze und nicht nach größe der Fläche !


Ja, aber dann wirds nicht unbedingt besser. In Großbetrieben arbeiten ha mäßig wenige Mitarbeiter, aber trotzdem mehr als ein Mittel oder Kleinbetrieb beschäftigen kann.
Dann ist nichts gewonnen.
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Re: Bodenfruchtbarkeit

Beitrag#4von Fuhrmann » Samstag 10. Januar 2015, 10:01

Hier gibt es wieder mal ein interessante Veröffentlichung zum Thema Boden.

Der nächste Report ist verfügbar: Bodenattlas
Daten und Fakten über Acker, Land und Erde
Das Jahr 2015 ist das Jahr des Bodens
Veröffentlicht von: Heinrich-Böll-Stiftung, IASS, BUND, Le Monde diplomatique

Bemerkenswert finde ich die Größenstruktur der weltweiten Höfe, wenn wir hierzu die Betriebe aus VIEH anschauen, leigen wir voll im Trend.
Denn es sind nicht die großen Höfe die die Welt ernähren.


Bild
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Re: Bodenfruchtbarkeit

Beitrag#5von Dine » Samstag 10. Januar 2015, 11:13

Hallo Fuhrmann,
ein sehr gutes Dokument, der Bodenattlas. Ich war so frei, ihn auf unserer Facebook Seite zu posten.

Ich möchte einfach einmal sagen, wie sehr ich deine Postings zu diesem Thema hier schätze. Ich wünschte mir fast, es gäbe einen Like Button. Aber persönlich kann man so etwas ja vielleicht auch viel schöner sagen.

Danke, Fuhrmann. :)
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Re: Bodenfruchtbarkeit

Beitrag#6von Fuhrmann » Samstag 10. Januar 2015, 17:44

Hallo Dine,

vielen Dank für dein persönliches "Like" ! Ja das hat viel mehr als ein annonymes "Gefäält mir" !
Und wenn dann noch 1 -2 Worte hinzukommen, dann ist es umso schöner.

Je mehr man sich mit Ernährung, Haustierrassen, Zucht und Pflanzenbau beschäftigt umso mehr muss man sich mit dem Boden beschäftigen.
Sicher kann man jeden Boden mit Chemischen Zusätzen nutzbar machen, das sind aber nicht die Böden die unsere alten Hausstierrassen geschweige denn die Nutzpflanzen hervorgebracht hat. Der Boden prägt die Pflanze, das Tier und letztendlich den Menschen.
Neben sauberem Wasser und reiner Luft ist der gesunde Boden das wichtigste was wir zum Leben brauchen.

Wenn wir die alten bewährten Rassen erhalten wollen, müssen wir ihnen auch die Böden bieten die sie brauchen. Wenn wir sie auf einem Granulat aus Erschotter mit synthetischen Nährstoffen erhalten wollen wird uns das nicht gelingen. Sie werden sich anpassen.

Wer auf spielerische Weise den Boden kennen lernen will, dem sei die Bodenreise aus der Schweiz empfohlen: www.Bodenreise.ch
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Re: Bodenfruchtbarkeit

Beitrag#7von Fuhrmann » Samstag 10. Januar 2015, 21:03

@ Mett,
wegen der Sachlichkeit habe ich es doch geschrieben.
Wenn Du den Bodenatlas studiert und die Bodenreise gemacht hast, wirst du es bestimmt auch verstehen !
Zuletzt geändert von Fuhrmann am Samstag 10. Januar 2015, 21:04, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Bodenfruchtbarkeit

Beitrag#8von schnuckened » Samstag 10. Januar 2015, 21:08

Heute habe ich mir endlich mal das Video vom 13.12. angeschaut, ein toller Film!
Den Atlas werde ich mir so bald es geht reinziehen und fange nachher gleich mal an.
Natürlich ist es erst einmal der "Fingerzeig", der herhalten muss, um auf dieses Thema aufmerksam zu machen. Es ist sooo viel Wissen um den Boden verloren gegangen, gerade weil die Industrie mit der Herstellung synthetischen Düngers es den Landwirten zu einfach gemacht hat. Der Boden wurde in den letzten Jahren (Ich habe vergessen, wieviel Milliarden Jahre Leben auf der Erde existiert, waren es 3?) der Menschheitsgeschichte nicht mehr als das gesehen was er ist, als der Lebenserhaltende Partner der Menschheit, sondern fast nur noch als kapitalvermehrendes Nutzobjekt! Und die Schere wächst gerade jetzt rasant! Ich bin gerade wieder dabei, dem Ödland etwas Grünland abzugewinnen, besser umzuwidmen. Früher machte mir das große Sorge, denn ich wusste nicht, wie das gelingen soll. Da ich mir nun etwas Kenntnis darüber erworben habe, bin ich mir sicher, es wird gelingen. Und ich freu mich drauf, denn ich lasse die Zeit und die Natur zusammen arbeiten, ich schaffe nur die Voraussetzungen. Und das ist Arbeit genug!

Bis denne

Ed

Ps, natürlich auch von mir ein Danke, wenn es dir Freude macht Fuhrmann! :smileyvieh:
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Re: Bodenfruchtbarkeit

Beitrag#9von Fuhrmann » Samstag 10. Januar 2015, 22:15

@ Mett bzgl. BUND Video
Lt. einem Bericht von 3Sat gibt es auf EU Ebene, 2 Studien die nachweisen, dass Pestizide Krebs erzeugen. (Leider kenne ich die Studien noch nicht) Aber es bestätigt meine länger dauernde Recherche zu diesem Thema.
Wenn Du dir nun noch die Prognosen zu Krebserkrankungen anschaust, dann ist der Film sachlich richtig.

Dass man aber nur auf diese Art eine Wirkung erzeugen kann siehst du ja an dir selbst. Wenn "seriöse" Veröffentlichungen wie Living Earth Report oder der Bodenatlas veröffentlicht werden, liest du sie ja nicht. Aber mit solchen Video´s erzeugt man überhaupt mal eine Reaktion.
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Re: Bodenfruchtbarkeit

Beitrag#10von Fuhrmann » Sonntag 11. Januar 2015, 10:15

Guten Morgen lieber Mett,
Du forderst mich in Beitrag Nr. 7 zu mehr Sachlichkeit, reagierst aber dann nur noch emotional.
Anstatt auf die Inhalte vom Bodenatlas einzugehen lehnst du den BUND ab weil dir die Art wie die einmal eine Botschaft transportiert hat nicht gefällt.
Wo bitte bleibt deine Sachlichkeit ?
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Re: Bodenfruchtbarkeit

Beitrag#11von Dine » Dienstag 13. Januar 2015, 13:46

@Mettbrötchen: Ich hatte dir bereits eine Antwort geschrieben, aber leider bin ich wohl beim Absenden falsch abgebogen... :oops:
Ich studiere zur Zeit das Buch von John Seymoure "Das neue Buch vom Leben auf dem Lande" das ebenfalls die komplexen Lebenszusammenhänge zwischen Boden, Pflanze, Tier und Mensch zum Thema hat. Es ist ein inspirierendes Buch, ich finde jedoch man merkt, in welcher Zeit es geschrieben wurde. Ich stoße mich zwar an dieser oder jener Ansicht oder Bearbeitungsmethode da sie mir persönlich vielleicht nicht entspricht, doch ist es wundervoll um weiteres Wissen über die Zusammenhänge zu gewinnen.

@Schnuckened: Ich kann dir da die Bücher von Marie-Luise Kreuter da sehr empfehlen. Ich kenne deine Fläche ja nicht (vielleicht erzählst Du ja noch etwas mehr darüber), aber sie erklärt sehr gut, wie man die Bodenfruchtbarkeit verbessern kann. Bei einer großen Fläche wäre ja vielleicht Flächenkompost eine Möglichkeit für dich? Mit halbverrottetem Dung oder Gartenabfällen dünn auf dem Land ausgebracht ist es wohl ein hervorragendes Mittel um das Bodenleben zu ernähren die dann wiederum wieder richtig in Schwung kommen um das Land wieder mit Nährstoffen anzureichern.

Liebe Grüße
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Re: Bodenfruchtbarkeit

Beitrag#12von Jana » Dienstag 13. Januar 2015, 21:05

Hallo Dine,

welches der Bücher von Marie-Luise Kreuter meinst du denn. Ich kenne ein bischen was von Ihr, und sie hat ja einiges verfasst. Auf das Thema Ödland zu fruchtbaren Boden habe ich bisher nicht allzusehr bei ihr geachtet.

Grüße,
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Re: Bodenfruchtbarkeit

Beitrag#13von Dine » Dienstag 13. Januar 2015, 21:58

Hallo Jana,

zum Beispiel schon das recht preisgünstig zu beziehende "Der Biogarten für Einsteiger" (BLV Verlag). Es steht zwar nicht explizit "verteilen Sie den halbreifen Kompost großzügig dünn auf der Fläche" sondern es wird auf die verschiedenen Kompostarten und ihre Wirkung in den Beeten gesprochen, aber die Pflanzenverfügbarkeit des durch das sehr aktive Bodenleben des halbreifen Komposts stark aufgeschlossene Nährstoffverkommen im Kompost, sollte sowohl Blumen als auch Gräser gleichermaßen gut versorgen. Ich würds einfach mal ausprobieren.

Liebe Grüße,
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Re: Bodenfruchtbarkeit

Beitrag#14von Fuhrmann » Dienstag 13. Januar 2015, 22:21

Boden leben

Wenn man Leben im Boden haben möchte, dann muss man es auch füttern. Und das kann ich nun mal mit Pflanzenresten tun. Kompost der komplett fertig ist (sofern es das überhaupt gibt) wäre nur noch Nahrung für die Pflanzen. Nicht für die Tiere.
Man muss noch nicht mal kompostieren, je nach dem kann man Pflanzen direkt auf den Boden legen und die Bodenlebewesen verarbeiten sie dann zu Pflanzenverfügbaren Stoffen. Und je mehr Bodenleben umso lockerer wird der Boden. Und sorgt für eine stabile Wasserführung.
Humus hält die Feuchtigkeit damit können Pflanzen Trockenzeiten besser überstehen.
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Re: Bodenfruchtbarkeit

Beitrag#15von Claudia » Mittwoch 14. Januar 2015, 07:00

Pflanzenteile: Wie sieht das aus mit tierischen Anteilen im Kompost?
Ich hab hier 4-5 Big-Bags Wolle stehen, eigentlich sollten die durch Flora Pell abgeholt werden , aber die kommen nicht so recht in die Hufe. Weil ich Platz brauche, werde ich die selber verwursten.
Versucher mit kleine Mengen Wolle (100 kg) waren die letzten Jahre recht erfolgreich. Wenn die Wolle mit Hälfte Dung oder Kompost gemischt wird, wirkt die Wolle wie eine Art Schnellkomposter, ich vermute weil so der Feuchtiggradgrad stabiler gehalten wird(?)
Anderseits lässt sich reine Wolle gut als Unkrautbremse ausbringen, wenn man sie in dicker Schicht auf den Boden legt und dann Erde drüber(und dann Gemüsepflanzen setzt). Später hat das gemüse dann eine gut Düngergrundlage.

Helft mir mal weiter, ich bin unschlüssig ob ich die Menge mit Schweinemist kompostieren soll und nächstes Jahr damit die Schaf/Pferdeweide dünge oder ob ich sie als Untergrund für das neue Treibhaus(18 qm) nehmen soll was auf die neue Streuobstwiese/Wohnwagenplatzwiese kommt?
Meine Wiese habe ich die letzten 7 Jahre noch nie gedüngt (nur regelmäßig abgeschleppt)und ich habe das Gefühl das dort alles im Gleichgewicht ist. Wenn ich jetzt etwas ausbringe, könnte ich das Gleichgewicht auch stören(?)
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Re: Bodenfruchtbarkeit

Beitrag#16von schnuckened » Mittwoch 14. Januar 2015, 09:56

Hallo Claudia,

Vermenge die Anteile bitte nicht, wenn Du mittelfristig (kurzfristig schon gar nicht) den Kompost als Dünger austragen willst! Faserverstärkten Mörtel kennst du bestimmt, so ist das auch mit dem Kompost, wenn du Schafwolle zusetzt! Du bekommst ihn nicht auseinander. Die einzige Möglichkeit des Selbstkompostieren ist (so habe ich es gemacht) die Wolle zum Mulchen austragen. Das ist schon wie vor beschrieben eine wunderbare Sache! Dann aber nicht unterpflügen sondern wieder zusammen gabeln und auf nen Haufen zum Weiterverrotten zwischenlagern! Je nach Verwitterungsgrad im nächsten Jahr wiederholen! Dann sollte das Maretial mürbe werden, um es dem Kompost locker zusetzen zu können. Und dann schauen, ob er im 3. Jahr als wertvoller Dünger ausbringbar ist! Gute Sachen brauchen ihre Zeit!

Dine, ich erzähl gerne von meiner Maßnahme, bin aber etwas in Zeitdruck! Das mach ich noch, ok? Viele Ansätze daraus sind hier ja auch schon beschrieben!

Bis denne

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Re: Bodenfruchtbarkeit

Beitrag#17von Claudia » Donnerstag 15. Januar 2015, 08:24

nee Ed, ich hab erst überlegt wieso Du sollst solche Probleme mit dem kompostieren hast, aber dann fiel mir ein das Du Schnuckenwolle nimmst?
Die Grannenhaare brauchen in der Tat länger als Vliese mit weniger oder keinen Grannenhaare.

"normale Wolle" mische ich ein Teil Wolle mit 2 Teilen Kompost, ab und zu eine Schaufel Dung oder Erde vom Hof kehren dazwischen und im nächsten Jahr (sommer)habe ich wunderbaren feinen Kompost der nicht mal mehr gesiebt werden muss. Im Moment probiere ich aus, ob im Winter der Prozess in Gang bleibt, wenn ich nach Abschließen des Kompostes im Herbst eine Wollschicht zuletzt drauf gebe um die natürliche Wärmebildung zu halten.Bei unserem derzeitig milden Winter sieht das gut aus. Die Tomatenpflanzen vom Herbst sind schon zu 80% verrottet.
Ich versuche einfach die Fähigkeit von Wolle Wärme und Feuchtigkeit zu speichern auszunutzen und dadurch den ganzen kleinen Helfern ein optimal warm-feuchtes Klima zu geben um den Prozess bei jeder Witterung zu erhalten

Schnuckenwolle und co würde ich auch nicht nehmen, die habe ich bisher als Unterschicht/Unkrautbremse genommen, weil die länger braucht um zu rotten, Die feine Unterwolle rottet sehr schnell, die Grannenaare bleiben liegen und ziehen sich noch lange durch den Boden - so wie Du es beschreibst,
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Re: Bodenfruchtbarkeit

Beitrag#18von Dine » Donnerstag 15. Januar 2015, 11:56

@Claudia: Tierische Anteile habe ich noch keine in den Kompost gegeben, habe also auch keine Erfahrung damit. Von der letzten Schur habe ich allerdings auch einen Sack voll mit der zu verdreckten Wolle gesammelt um diese später als langzeit Stickstoffkomponente in die geplanten Hügelbeete zu geben. Mit der reinen Wolle haben wir im Winter unsere Rosen vor Verbiß durch Rehe und Hasen geschützt. Hat gut funktioniert.

Für dein Treibhaus würde ich keinen Schweinemist empfehlen, denn das ist "kalter" Dung. Du möchtest aber etwas haben, das Wärme entstehen lässt und da würde ich dir Pferde-, Schaf-, Ziegen- oder Kaninchenmist empfehlen. Das sind alles "hitzige" Mistsorten. Kleiner Tipp: keinen Kalk verwenden beim Aufsetzen einer Kompostmiete mit Dung, da dieser den Stickstoff aus dem Dung an sich bindet und er damit dem Boden dann nicht mehr zur Verfügung steht.

Ich würde dir also anraten, den Schweinemist lieber auf der Koppel auszubringen.

@Fuhrmann: das von dir verwendete Verfahren kenne ich als "Flächenkompost". Aber deinen ersten Satz finde ich schön.

@Schnuckened: Super, ich freu mich auf deine Schilderung. :smileyvieh:

So. ich muss zurück auf die Koppel und den Schafstall, wir haben heute morgen wieder zwei Lämmer bekommen.

Liebe Grüße,
Dine
Zuletzt geändert von Dine am Donnerstag 15. Januar 2015, 11:57, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Bodenfruchtbarkeit

Beitrag#19von Fuhrmann » Donnerstag 15. Januar 2015, 13:56

Tierisches im Kompost:
nun von Erfahrungen kann ich hier nicht reden, aber Horn von Hufen gilt ja als gute Kompotbeigaben und sind immer vollständig kompostiert. Die Haare von den Pferden auch. Ergo dürfte es auch keine Probleme mit der Wolle geben. Es muss aber das Verhältnis von Rohstoff zur Anazl der Organismen passen. Wenn zu viel Wolle auf der Fläche könnte es eben viel länger dauern.

Pommeresche kompostiert auch Heringsreste, und das funzt wohl auch sehr gut. Letztendlich geht es darum, dass die Kleinlebewesen das Material Pflazneverfügbar machen. Wobei Pflanzen auch in der Lage sind Pfalnzenteile aufzuehmen ohne dass diese schon umgewandelt wurden.

Zum Dung in Treibhaus schließe ich mich Dine´s Aussage an.

Wer noch mal in den Bodenatlas schaut: wenn der Boden gut mit Futter für das Bodenleben versorgt wird, leben Organismen in der Menge von 20 Kühen im Boden von 1 ha ! Bzw. 15 Tonnen Mikroorganismen auf einem ha. Da ist die 1 oder 2 GVE die wir oberirdisch drauf bringen doch ein Klacks. !

Aus eigener Erfahrung kann ich zur Flächenkompostierung nur sagen, langsam anfangen, Boden beobachten und dann steigern. Ich mache das seit Jahren mit meinem Dung auf den Wiesen. Nach dem 2. Schnitt fahre ich den frischen Dung raus.
Zuletzt geändert von Fuhrmann am Donnerstag 15. Januar 2015, 14:13, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Bodenfruchtbarkeit

Beitrag#20von schnuckened » Donnerstag 15. Januar 2015, 22:46

Oh, wenn in meinem Boden 20 Kühe vergraben sind, na dann brauche ich ja nichts zu machen! :yahoo:

Naja Fuhrmann, kommt immer drauf an, was drin steckt, oder?

Und genau das ist mein Problem. Besser es ist keins, denn ich will es ja so! Ich sehe das eher als Herausforderung an, Bodenleben im Wert von 20 Kühen zu erreichen, in der Gewissheit, ich schaffe das mit meinem Boden nie!

Also, fangen wir von ganz vorne an, und wenn ihr wollt, könnt ihr gerne dazwischen quatschen, denn nur so lernt man noch dazu. Gleich mal zu Dines Buch: schau ich mir dann auch noch an, aber erst einmal muss ich das bisher erlernte und gespeicherte anwenden, Nach knapp 10 Jahern Schafhaltung ist da schon was drüber geblieben, an Erfahrung, Erlerntem, Erlesenem u.s.w. Rückschläge gehören genau so dazu wie Erfolge. Und immer wieder kommt Neues hinzu, man glaubt es kaum.

Warum soviel Vortext? Logisch, denn was danach kommt ist noch viel umfangreicher, alles ist so komplex, dass man es nicht fassen kann! Jeder einzelne Baustein ist enorm wichtig und ist der auch noch so unscheinbar!

Was ist das Ziel? Am Ende des Textes stell ich Euch ein Bild ein, damit ihr seht, worum es geht! Es handelt sich um Geringstland, früher Bauernwald, dann kam die Elektrifizierung und eine 350 kv-Trasse überspannte ab sofort das Areal. Hinter uns liegt ein ehemaliger 30 m breiter Feldrand, auf dem sich jetzt meine Hauptkoppel befindet. Ihr seht die sog. Sommerkoppel , bewachsen mit Birken, Kiefern wenig Eichen, etwas Kreuzdorn und reichlich Brombeere als höhere Pflanzen, die periodisch maschinell entfernt wurden. Auf der dünnen Humusschicht wuchs gerade mal der Härtliche Schwingel, Landreitgras und ein Schafschwingel oder Borstgras, weiß ich nicht so genau!

Nun will ich die Fläche aufwerten und habe schon an einigen Stellen damit angefangen. So wurde urspünglich Der Mutterboden , der einem Windradwegebau im Wege war auf diese Fläche geschoben. Die tieferen Stellen aber sind noch "blank", ebenso einige jetzt erweiterte Randbereiche mit o.g Bewuchs.

Wie komme ich auf diese verrückte Idee, hier sowas zu machen?
Mein Urgedanke war schon immer, wieso wächst hier überhaupt was, wenn man davon ausgeht , dass soviel Nährstoffe zugeführt werden müssen, wie die Pflanze verbraucht?(früherer falscher Gedanke) Wer hat z.B die Pionierpflanze gefüttert, als es die Menschheit noch nicht gab? Die Antwort liegt in der natürlichen Sukzession, wie wir schon mal in diesem Faden bemerkt haben, also dem natürlichen schon vorhandenen Bestand an Bakterien im Boden, die in der Lage sind, bereits geringste Mengen an mineralischem Material durch ihre Enzyme freizusetzen. Dazu kommt ein etwas geringerer Eintrag von Luftstickstoff. Für unser (mein) Beispiel reicht es, mit der vohandenen Vegetation zu beginnen, das ist Arbeit genug!

Was ist zu für die Aufwertung zu tun? Also wir machen uns Gedanken, was passiert im Boden?
Da lohnt es sich, einen Abstecher in den tropischen Regenwald zu machen. Dort besteht nur eine geringe Humusschicht, aber riesenhohe und vielfältige Vegetation, wie wir wissen. Dort besteht im Gegensatz zu uns kein Zyklus, sondern ständiges Wachsen und Vergehen, die Närstoffe die entstehen werden sofort umgesetzt und verbraucht!
Und doch gibt es dort ein großes Areal im Amazonas, die "Terra Preta" (Schwarze Erde), eine Meterdicke Humusschicht auf großem Gebiet! Die ist menschengemacht. Dort haben die "Wilden" Ureinwohner ihre Abfälle aufgeschichtet und als Trägermaterial Holzkohle zugegeben, sicher anfangs eine zufällige Erkenntnis, später als wertvolles Erbe weitergereicht! Erst als die europäischen Helden kamen, war es mit der Errungenschaft vorbei!
Es ist also möglich, der Erosion und dem schnellen Verfall vorzubeugen.

In unseren Breiten ist durch Jahreszeiten bedingt ein Humusaufbau eher möglich, das Problem hier ist auch die Erosion, denn eine tragfähige Humusschicht wurde durch die periodische maschinelle Bearbeitung zerstört. In ca. 10 Jahren schafft der Boden es nicht, eine tragfähige Schicht bis zur nächsten Holzung aufzubauen. Nur langsam fanden sich wieder Kiefernsämlinge und Birkenstockausschläge ein.

Wie es weitergeht bald wieder!

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Re: Bodenfruchtbarkeit

Beitrag#21von Fuhrmann » Sonntag 18. Januar 2015, 09:54

Ed,
was ist denn dein Ziel ?

Nun wenn man dieses Land und Ruhe liese, dann würde sich über die Jahre von selbst fruchtbarer Boden bilden. Aber das wird tausende von Jahren dauern. Darum die Frage welche Vision in dir schlummert und wo du hin willst mit dem Boden !

Noch mal zwei Tipps der Visulellen Art. Von Denkmal Film gibt es zwei sehr interessante Filme

Der Bauer mit den Regenwürmern ! Beschreibt die Arbeit von Sepp Braun.

Der Bauer der das Gras wachsen hört. Familie Simmerl betreibt im bayr. Wald Gemüsebau.

Zwei Bauern die sich viel Gedanken um Ihre Böden machen und gemacht haben.
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Re: Bodenfruchtbarkeit

Beitrag#22von Dine » Sonntag 18. Januar 2015, 12:38

@Schnuckened: Hmmm... aus deiner Schilderung des Bewuchses würde ich jetzt eher auf einen saureren Boden schließen?

Du sagst, dein erstes Hauptproblem neben der Qualität des Bodens an sich ist die Erosion, die verhindert, dass sich die Humusschichten aufbauen können. Mein erster Gedanke, der beileibe nicht richtig sein muss, wäre daher gegen die Erosion etwas zu nehmen.
1) Eine Aussaat an den Standort angemessener Grassorten könnte helfen, die "blanken Stellen" sinnvoll zu schließen. Wenn man eine entsprechende Sorte wählt, würden ihre Wurzeln weitere Erosion verhindern und die Blattmasse würden entweder deine Schafe ernähren oder als Mulch direkt das Bodenleben. Mein erster Gedanke war da vielleicht mal über Rotschwingel nach zu denken. Wächst fast überall, ist anspruchlos an Boden und Wasser und seine Eigenschaften Boden "festzuhalten" sind sehr bekannt. Eine Mischung die ich da spontan ganz sympatisch fände, wäre zum Beispiel diese hier: Grasmischung .

Um den Stickstoffeintrag im Boden zu verbessern würde ich versuchen, Klee mit anzusiedeln (wäre in der Mischung schon mit drinnen).

2) Wie sieht es mit der Erosion durch Wind aus? Es war früher mal ein Bauerwald und es gibt dort Birken, Kiefern und Eichen. Alles, abgesehen von den Brombeeren, eher hochstämmige Bäume. Sind genug Büsche vorhanden und den Wind in Bodennähe zu bremsen? Ansonsten würde ich auch der dieser Richtung mal überlegen und am Koppelrand vielleicht einige niedrige breitwüchtsige Gebüsche setzen?

3) Laufen deine Schafe jetzt auf der Koppel oder nicht? Selbst wenn: das "bisschen" Gras dass sie da runter fressen und ausscheiden bringt vermutlich nicht viel als Dung. Hast Du die Möglichkeit anderen, zusätzlichen Dung auf der Koppel sehr dünn auszubringen? Da wie Du sagst nur wenig Bodenleben vorhanden ist, darf man den Boden auch nicht gleich überfordern und weniger aber vielleicht mehrmals im Jahr könnte da eine Möglichkeit sein? Oder der von Fuhrmann angesprochene Flächenkompost?

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Re: Bodenfruchtbarkeit

Beitrag#23von schnuckened » Sonntag 18. Januar 2015, 18:04

Hier geh ich jetzt kurz auf Eure Zwischenmeldungen ein:

Was ist das Ziel (Fuhrmann): Also möglichst schnell eine feste (humöse) Bodenstruktur schaffen. Die beiden Filme sind interessant zum Anregen, erst mal aber noch nicht umsetzbar, da ja noch nichts (d.h.zu wenig) da ist, um Früchte der Arbeit zu ersehen!

Dine, außer der Grasmschung alles interessant und bereits Teil meiner Überlegungen und Ausführungen!
Die Grasmischung ist eine Intensivmischung, also ständig düngen. Ich bevorzuge eine Wildäsungsmischung, die weniger intensiver Anstrengung bedarf. Die bringe (oder brachte bereits)ich aber nur auf die tieferen Stellen der Fläche aus, die schon gut beschattet sind auch dazu noch mehr... ! Ansonsten ist der Tip "Rotschwingel" schon sehr gut, ist auch schon drauf, aber es gibt noch mehr...

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schnuckened
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Re: Bodenfruchtbarkeit

Beitrag#24von schnuckened » Montag 19. Januar 2015, 22:35

Die Frage, was will ich eigentlich erreichen schwebt eigentlich wie ein Damoklesschwert über das gesamte Vorhaben und hängt ganz speziell davon ab, wie viel an Kraft und Material ich aufwenden will. Das wird sich zeigen, denn man kan jederzeit die Maßnahme beenden und abwarten was passiert, so wie Fuhrmann es beschrieben hat.
Im Ursprung ging ich immer davon aus, wenn ich naturnah wirtschafte, ist das eine Extensivhaltung der Schafe! Irrtum!
Der Unterschied stellt sich in der Nährstoffzugabe dar! Extensiv heißt mit den (vorhandenen) natürlichen Recourcen auszukommen. Das ist zwar grundsätzlich möglich und weitesgehend ist das derzeit auf dieser Sommerkoppel ja auch der Fall, aber die Nutzungsinterwalle sind mir zu kurz, der Aufwuchs sofort weg! Ich muss also INTENSIVIEREN! Den direkten Vergleich habe ich auf der Hauptkoppel, auf der sich nach und nach natürlicher Bewuchs einstellte. Früher Acker, der nach Stillegung ein vielfaches an Kräutern bot! Auch Gräser stellten sich ein, die nach und nach von den Schafen dezimiert wurden. Der Aufwuchs war nicht weidefest genug, darum die spätere Erweiterung (Sommerkoppel). Kahlflächen bedeckte ich mit einer reichlichen Mulchschicht aus in Samen stehendem Rotschwingel, der Ende Juni gemäht noch im selben Jahr reichlich keimte. Die Schnucken treten die Schicht gut an. Gedüngt wurde auch hier überhaupt nicht, jedoch wird den ganzen Winter lang Heu von einer externen Heuwiese zugefüttert, schon das stellt eine Intensivmaßnahme dar.
Im letzen gut wüchsigen Jahr hatte ich das erste mal eine ordentlichen Grasüberschuß auf der Hauptkoppel. Rotes Straußgras überwiegt nun, wobei sich der Rotschwingel an seinen Flächen auf Grund seines dichten Wurzelwerkes wacker hält. Auch das habe ich als samenreifes Mulchmaterial schon auf die Sommerkoppel gebracht, auf einer Fläche, die ich voriges Jahr schon im Rahmen der Erweiterung von Brombeeren beräumt und eingezäunt hatte. Die Schafe leisten auch hier gute Arbeit für den Bodenschluß der Mulchschicht! Dar letzte Herbst ließ schon erstes fressbares Grün auf der Fläche erscheinen! Das einzige was ich jetzt noch brauche ist: WASSER!

Grüße

Ed
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